Kundin lässt sich von einem Apotheker beraten, welches Arzneimittel sie kaufen soll. Kundin lässt sich von einem Apotheker beraten, welches Arzneimittel sie kaufen soll.

Ratgeber Arzneimittel

Jeder von uns hat in seinem Leben bereits Arzneimittel eingenommen oder wird dies irgendwann einmal tun. Doch Arzneimittel sind auch mit Risikos verbunden. Daher haben wir für Sie die wichtigsten Infos rund um Arzneimittel zusammengefasst. So können Sie sowohl Ihre Gesundheit als auch Ihren Geldbeutel schonen.

Was ist ein Arzneimittel?

Arzneimittel oder Pharmaka sind laut deutschem Arzneimittelgesetz Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind, um

  • Krankheiten, Leiden, Kör­per­schäden oder krank­hafte Be­schwer­den zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen
  • Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen
  • die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu erkennen oder zu beeinflussen
  • vom menschlichen oder tierischen Körper erzeugte Wirkstoffe oder Körperflüssigkeiten zu ersetzen

Damit zählen zu den Arzneimitteln zum Beispiel auch Präparate, die aus Blut hergestellt werden, und sogenannte Diagnostika, die bei Untersuchungen benötigt werden. Abzugrenzen sind Arzneimittel von sogenannten Me­di­zin­produkten wie Herz­schritt­machern, Prothesen, Kon­takt­linsen usw.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich um eine Sub­stanz­gruppe, die in der Leistungspraxis der privaten Krank­en­ver­sicherung immer wieder Fragen aufwirft, da es sich hier nicht um Arzneimittel, sondern um Lebensmittel handelt, die nicht erstattungsfähig sind.

Worin unterscheiden sich Arzneimittel?

Arzneien können aus Arzneipflanzen (Phy­to­therapeutika), Stoff­wechs­el­produkten von Mikro­organismen oder Bakterien (Antibiotika), an­or­ganischen und or­ganischen Ver­bindungen und Produkten tierischen Ursprungs (zum Beispiel Heparin, bestimmte In­su­linarten) hergestellt werden. Eine recht neue Methode zur Herstellung von Arz­nei­mitteln ist die Gen­tech­nik. Diese ermöglicht die Herstellung vieler Arz­nei­mittel wie Krebs­therapeutika, Impf­stoffe, Blut­gerinnungs­faktoren und Hormone, zum Beispiel Insulin.

Bei der Einnahme eines Arzneimittels nehmen wir nicht nur den Wirkstoff zu uns. Vielmehr enthalten alle Arzneimittel Zusatzstoffe (Füllsubstanzen, Farbstoffe, Trägersubstanzen, Stabilisatoren). Bei allergischen Reaktionen oder Un­ver­träg­lichkeiten muss somit nicht nur der Wirkstoff, sondern es müssen auch die Zusatzstoffe berücksichtigt werden. So ist manchmal der Wirkstoff in gleicher Dar­reichungs­form eines anderen Herstellers (Generikum) verträglicher.

Achten Sie bei der Einnahme Ihrer Arzneimittel auf die in der Pack­ungs­bei­lage beschriebene Dar­reich­ungs­anwendung! Nur bei der richtigen Anwendung kann Ihr Präparat richtig wirken. Im Folgenden haben wir für Sie verschiedene Darreichungsformen mit Anwendungshinweisen erläutert.

Verschiedenste Arzneimittel sind auf einem Tisch plaziert.

Peroral (durch den Mund) werden Arzneimittel zum Beispiel in Form von Kapseln, Tabletten, Globuli, Säften, Tropfen und Teemischungen verabreicht. Hierbei werden sie über die Mundschleimhaut, Magen- bzw. Dünn­darm­schleimhaut in die Blutbahn aufgenommen. Gleich­zeit­ige Nahr­ungs­aufnahme oder weitere Krankheiten im Magen-Darm-Trakt können erheblichen Einfluss auf die Aufnahmekapazität haben.

Somit ist immer der Hinweis "vor" oder "nach" der Mahlzeit für die Wirksamkeit des Medikamentes ausschlaggebend. Bestimmte Präparate, die im Darm freigesetzt werden sollen, sind gegen Ma­gen­säure geschützt. Hier sollte zum Beispiel das Öffnen ent­sprech­ender Kapseln oder das Spalten von Dragees unterbleiben, da der Wirkstoff dann nicht mehr adäquat wirken kann.

Bei der inhalativen Aufnahme (durch Einatmen) werden feste oder flüssige Bestandteile, sogenannte Aerosole, der Atemluft zugesetzt. Diese wirken am Lungengewebe direkt (zum Beispiel inhalative Cortisonpräparate) be­zieh­ungs­weise gelangen über das Lungen­gewebe in die Blutbahn (u. a. Dosieraerosole zur Weit­stellung der Atemwege). Hierbei ist eine gute Mitarbeit des Patienten/der Patientin un­erlässlich.

Es muss eine bestimmte Atem­technik bei der Anwendung beachtet werden, zum Teil ist die Anwendung zusätzlicher Hilfsmittel nötig. Bestimmte Aerosole (ins­be­sondere Cortison) sollten nicht auf der Mundschleimhaut verbleiben. Daher sollte der Mundraum nach der Anwendung ausgespült werden.

Eine weitere parenterale An­wen­dung (Zufuhr unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes) ist die intramuskuläre Injektion (in den Muskel), die intrakutane (in die Haut), die subkutane (unter die Haut) oder die Injektion direkt in die Blutbahn (in­travenös = in die Vene; intraarteriel = in die Arterie). Zahlreiche Spritzen und Infusionen, zum Beispiel im Rahmen einer Schmerz- und Stärk­ungs­be­hand­lung, sind nur in Aus­nah­me­fällen notwendig. Immer muss eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen, so ist zum Beispiel bei Injektionen das Infektionsrisiko erhöht.

Oftmals verhindert auch eine Injektion nicht die Nebenwirkungen des Wirkstoffs, der bislang zum Beispiel in Tablettenform gegeben wurde. Durch die intramuskuläre Gabe von entzündungshemmenden Präparaten als Spritze bei­spiels­weise lassen sich Ma­gen­be­schwer­den als Ne­ben­wirkung nicht verhindern, da diese überwiegend durch eine system­ische Wirkung verursacht werden. Medikamente können auch in Form von Sup­positorien (Zäpf­chen) auf­ge­nommen werden, da sowohl die vaginale (Scheide) als auch die rektale Schleimhaut (Enddarm) den Wirkstoff auf­nehmen kann.

Zur äußerlichen Anwendung gehören Pflaster, Salben, Cremes (einige werden auch innerlich, zum Beispiel rektal, angewandt) oder auch Augentropfen. Viele Präparate können sowohl örtliche wie auch systemische Wirkung haben (Hormonpflaster, Augentropfen gegen Grünen Star).

Überwachung, Zulassung und der Patentschutz von Arzneimitteln

Arzneimittel werden durch den Apotheker bzw. die Apothekerin bei der Herstellung ständig auf Reinheit und Wirkstoff überwacht. Die Herstellung erfolgt überwiegend in der phar­ma­zeutischen Industrie und in Apotheken bzw. Krank­en­haus­apotheken. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt durch das Bundesinstitut für Arz­nei­mit­tel­forschung und Medizinprodukte oder durch das Paul-Ehrlich-Institut (Impfstoffe).

Der Vertrieb von apothekenpflichtigen Arzneimitteln durch die Hersteller erfolgt zum Teil über den Phar­ma­groß­handel, zum Teil direkt an die Apotheke. Die Apotheke untersteht dem Regierungspräsidenten und der kommunalen Gesundheitsbehörde im Rahmen der Apotheken­be­triebs­ordnung. Ausschließlich öffentliche Apotheken mit Erlaubnis zum Versandhandel dürfen Medikamente im Internet vertreiben. Im Internet angebotene Arzneimittel ohne Einbindung einer Apotheke werden weder in Herstellung noch Vertrieb überwacht. Sie bergen erhebliche Gefahren, sind zum Teil sogar lebensgefährlich. Die Zahl von Websites, die gefährliche und illegale Arzneimittel anbieten, steigt stetig.

Gehäuft angeboten werden sogenannte Lifestyle-Medikamente (wie zum Beispiel Produkte zur Ge­wichts­re­duktion, Potenz- und Haar­wuchs­förderung), Do­ping­substanzen, aber auch Arzneimittel, zum Beispiel zur Behandlung von Herzerkrankungen, Krebs oder HIV. Kunden erhalten hier zum Teil nicht zugelassene oder auch gefälschte Präparate. Zum Teil enthalten diese andere als auf der Verpackung angegebene Wirkstoffe bzw. Wirk­stoff­stärken oder sogar keine Wirkstoffe. Teilweise fehlen Bei­pack­zettel oder Verpackung. Hiervon ist der Vertrieb über zugelassene Versandapotheken abzugrenzen.

Medikamente unterliegen nach Neueinführung einem meist 12- bis 15-jährigem Patentschutz. Dieser stellt ein Monopol zur Herstellung dieses Arzneimittels dar. Mit Ablauf des Patentschutzes kann dieser Wirkstoff von allen Arzneimittelherstellern produziert werden. Hierbei handelt es sich dann um sogenannte Generika, die durch das Wegfallen eines Großteils der Forschungs- und Entwicklungskosten preisgünstiger angeboten werden können. Generika enthalten den identischen Wirkstoff, müssen im Körper gleich schnell aus dem Me­di­ka­ment ins Blut übergehen und haben die gleiche Darreichungsform wie das Originalpräparat.

Unterscheiden dürfen sich die Präpa­rate aber hin­sichtlich der Her­stel­lungstechnik und der ent­haltenen Hilfsstoffe. Häufig arbeiten Phar­ma­hersteller kurz vor Ablauf des Patentschutzes an einer geringfügigen Veränderung ihrer Arz­nei­mit­tel­spezialität, zum Beispiel durch Veränderung der Dar­reich­ungsform bzw. -Hilfsstoffe (Galenik), und verlängern hierdurch erneut den Patentschutz. Bei diesen sogenannten Me-too-Präparaten handelt es sich um Scheininnovationen, die im Vergleich zu den bewährten Arzneimitteln teurer, aber nicht wirksamer sind.

Frei verkäufliche vs. verschreibungspflichtige Arzneimittel

Man unterscheidet Fertigarzneimittel (vom Pharmahersteller im Voraus hergestellt, mit entsprechender Packung und Beipackzettel) und sogenannte Rezeptur- und Defekturarzneimittel, die in der Apotheke hergestellt werden. Der weitere Vertrieb dieser Arzneimittel ist abhängig davon, welchen Inhaltsstoff das Medikament enthält. Man unterscheidet 3 Gruppen von Arzneimitteln:

  • Nicht apothekenpflichtige frei verkäufliche Arzneimittel
  • Apothekenpflichtige frei verkäufliche Arzneimittel
  • Verschreibungspflichtige Arzneimittel

Frei verkäufliche nicht apothek­en­pflichtige Arzneimittel können ohne Verordnung in Apotheken, Internet- oder Versandapotheken, Drogerie­märkten, Le­bens­mittelgeschäften und Groß­märkten erworben werden. Der Begriff "apotheken­pflichtiges Arznei­mittel" besagt, dass der Vertrieb ausschließlich über den Phar­ma­groß­handel und Apotheken möglich ist. Ein Teil der apotheken­pflicht­igen Arzneimittel wird ohne ärztliche Verordnung als sogenannter OTC-Artikel (Over The Counter = über den Ladentisch) abgegeben.

Dem gegenüber steht die große Gruppe der verschreibungspflichtigen Medikamente. Dabei ist bei einigen Arzneimitteln eine scharfe Abgrenzung nicht möglich. So werden Medikamente mit gleichen Inhaltsstoffen niedrig dosiert von Apotheker*innen frei verkauft, höher dosiert jedoch werden sie nur gegen eine ärztliche Verordnung abgegeben. Dies trifft zum Beispiel auf bestimmte entzündungshemmende Präparate und Magenmedikamente zu.

Welche Aufgabe haben Arztpraxen und Apotheken im Umgang mit Arzneimitteln?

Apotheker*innen befassen sich mit der Herstellung, Kontrolle und Abgabe von Arzneimitteln sowie der Beratung im Handverkauf von OTC-Artikeln. Eine Überwachung der ärztlichen Verordnung findet jedoch nicht statt, auch wenn sie insbesondere über mögliche Arz­nei­mittel-Interaktionen (Wechsel­wirk­ungen) Auskunft geben sollten. Dies erfolgt in der Regel jedoch nur, wenn Patient*innen dies wünschen oder aber alle von den Patient*innen ein­ge­nom­menen Medikamente bei der gleichen Apotheke bezogen werden.

Das Wissen der Ärzte bzw. Ärztinnen ist für die Diagnosestellung und somit für die gegebenenfalls notwendige me­di­ka­mentöse Behandlung erforderlich. Nicht alle Krankheiten sind mit Me­di­ka­menten zu lindern bzw. heilbar. Diese Abgrenzung und die Indikationsstellung (Prüfung, ob der Einsatz des Me­di­ka­ment­es bei dem Krankheitsbild angebracht ist) obliegen den Ärzten bzw. Ärztinnen. Häufig bestehen bei Patient*innen mit verschiedenen Erkrankungen (Mul­ti­morbidität) Kontraindikationen. Dies bedeutet, dass bestimmte Arzneimittel keinesfalls angewendet werden dürfen (absolute Kon­tra­indikation) oder aber nicht angewendet werden sollten (relative Kontraindikation).

Wissenswertes zum Umgang mit Ihrer Gesundheit

  • Wählen Sie insbesondere bei chronischen und mehreren gleichzeitig auftretenden Erkrankungen einen Arzt/eine Ärztin Ihres Vertrauens (Haus­arzt/Hausärztin), der/die die Behandlung koordiniert und den Überblick über Ihre Erkrankungen hat
  • Teilen Sie Ihren behandelnden Ärzten bzw. Ärztinnen immer alle Medikamente mit, die Sie ein­nehmen. Hierzu zählen auch die Medikamente, die Sie unverordnet einnehmen oder die für Sie zum Alltag gehören, zum Beispiel die "Pille" oder auch Vitamin- oder Mineralpräparate. Nutzen Sie bei Einnahme mehrerer Präparate einen Medikamentenplan. Eine ent­sprech­ende Vorlage finden Sie im Anhang
  • Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin über Allergien (insbesondere auch auf Arzneimittel) und Un­ver­träglichkeiten
  • Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie regelmäßig Alkohol zu sich nehmen oder auch von Medikamenten abhängig sind
  • Befolgen Sie die Ein­nahme­empfehlungen Ihres Arztes/Ihrer Ärztin. Sprechen Sie ihn/sie an, wenn Sie mit der Behandlung nicht einverstanden sind, und finden Sie gemeinsam eine Lösung
  • Lesen Sie die Ge­brauchs­information (Beipackzettel) sorgfältig durch. Achten Sie insbesondere auf Kontra­indikationen, Wechsel­wirk­ungen und Gefahrenhinweise
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente mit ausreichend Flüssigkeit ein, am besten mit einem Glas Wasser
  • Beachten Sie die vom Arzt /von der Ärztin angeordnete Dosierung (Menge, Zeitabstände). Ändern Sie diese nicht ohne Rücksprache und unterbrechen Sie nicht die Ein­nahme. Bei einzelnen Me­di­ka­menten ist es wichtig, ob sie vor der Mahlzeit (präprandial oder nüchtern) oder nach der Mahlzeit (postprandial) eingenommen werden
  • Wenn Sie eine Vielzahl von Arzneimitteln einnehmen, ist unter Umständen ein Einnahmeplan hilfreich
  • Kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin beim Auftreten von Nebenwirkungen
  • Bewahren Sie auch an Ihrem Arbeitsplatz einige Tabletten auf, falls Sie die Einnahme zu Hause vergessen haben sollten
  • Sorgen Sie bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten für einen rechtzeitigen Bezug, besonders wenn Sie auf Reisen gehen
  • Lassen Sie Ihren Impfstatus regelmäßig vom Hausarzt/von der Hausärztin kontrollieren, insbesondere vor Reisen
Apotheker scannt ein Rezept für Arzneimittel ein.

Was sollte ich über Rezepte wissen?

Man unterscheidet:

  • Privatrezepte für privat Krankenversicherte
  • Kassenrezepte für gesetzlich Krankenversicherte
  • Rezepte für Selbstzahler

Für Privatrezepte gibt es im Gegensatz zu Kassenrezepten keine Vorschrift zur Form. Rezepte für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) sind immer rosa hinterlegt. Es können maximal drei verschiedene Me­di­ka­mente pro Rezept verordnet werden. Grün hinterlegte Rezepte oder auch ein Privatrezept werden von Kassenärzt*innen verwendet, um Patient*innen ein Medikament zu eigenen Lasten zu verordnen.

Das vollständig ausgefüllte Rezept stellt eine Verordnung (Ordination) dar, auf der nichts verändert werden darf. Diese Verordnung wird daraufhin in der Apotheke ausgeführt. Ein Kassenrezept ist einen Monat gültig, fehlt eine entsprechende Angabe auf einem Privatrezept, ist dieses drei Monate gültig. Wiederholungsrezepte, so­ge­nannte Repetitur-Rezepte, sind ungültig. Das verordnete Medikament darf also nur einmal abgegeben werden.

Einen Sonderstatus haben Be­täubungs­mittelrezepte (BTM-Rezepte) für PKV- und GKV-Versicherte. Sie müssen gesondert vom Arzt/von der Ärztin bei der Bundesopiumstelle bezogen werden und enthalten zwei Durchschläge. Die Gültigkeit des BTM-Rezeptes beträgt eine Woche.

Was steht auf einem Rezept für privat Versicherte?

  • Name, Geburtsdatum des Patienten/der Patientin
  • Name, Berufsbezeichnung und Anschrift des verschreibenden Arztes/der Ärztin, Aus­stel­lungs­datum und Unterschrift des Arztes/der Ärztin (Kürzel sind erlaubt)
  • Rp.: latein. Recipe = man nehme – Bezeichnung des Fertigarzneimittels oder Wirkstoffes einschließlich Stärke, Darreichungsform und abzugebender Menge (Packungs­größe zum Beispiel bei Tabletten N1, N2, N3) Gültig­keits­dauer der Verschreibung
  • Pharmazentralnummer (PZN – bundeseinheitlicher Iden­ti­fikationsschlüssel) des verordneten Arzneimittels
  • Aut idem: latein. = oder das Gleiche d. h. das Medikament kann in der Apotheke gegen ein wirk­stoff­gleiches Medikament eines anderen Herstellers ausgetauscht werden

Lagerung und Haltbarkeit

Industriell hergestellte Arzneimittel müssen immer mit einem Beipackzettel, einem Verfallsdatum und einem Hinweis auf die Aufbewahrung versehen sein. So erfordern einzelne Medikamente die ständige Aufbewahrung bei 5 Grad Celsius. Impfstoffe werden in einer Kühlkette an die Apotheke ausgeliefert und sollten dann auf dem schnellsten Weg ohne Unterbrechung der Kühlkette zur Anwendung kommen. Im günstigsten Fall werden Sera (Blutbestandteile) und Impfstoffe direkt an die Arztpraxis geliefert.

Insulinvorräte, die meisten Chemotherapeutika (Arzneimittel in der Krebsbehandlung), Zäpfchen, Augentropfen und Salben haben häufig einen ähnlichen Hinweis. So sind Augentropfen nach Öffnung des Behältnisses oftmals nur einen Monat haltbar. Bei sporadischem Gebrauch ist deshalb die portionsweise verpackte Einmalpipette sinnvoller. Einige Arzneimittel müssen lichtgeschützt aufbewahrt werden. Generell sollten alle Medikamente nicht der Sonne, nicht der Wärme und nicht dem Frost ausgesetzt werden. Insulin wird meist in Ampullen in Packungen mit fünf oder zehn Fläschchen vertrieben. Der Übervorrat sollte im Kühlschrank (nicht im Eisfach) aufbewahrt werden. Die sich im Gebrauch befindliche Ampulle sollte nicht der Wärme ausgesetzt werden. Bei Reisen oder aber häufiger Tätigkeit außerhalb klimatisierter Räume sollte eine Kühlbox verwendet werden.

Arzneimittel in der Krankenversicherung

Grundsätzlich müssen im Hinblick auf eine Erstattungsfähigkeit in der privaten Krankenversicherung Arzneimittel verordnet sein und in einer Apotheke/Versandapotheke bezogen werden. Das von der Apotheke bearbeitete Rezept sollte vollständig ausgefüllt sein. Das verordnete Medikament muss im zugelassenen Anwendungsgebiet (Indikation) der in der Rechnung des behandelnden Arztes/der Ärztin genannten Diagnose entsprechen. Ebenso sollten die Packungsgrößen der einzelnen Medikamente und bei Wieder­holungsverordnungen die Ge­samt­mengen der Dosierungsanleitung des Arztes/der Ärztin bzw. dem Beipackzettel entsprechen.

Die Erstattungsfähigkeit Ihres Arzneimittels hängt von der medizinischen Notwendigkeit der Verordnung und von Ihrem Versicherungsschutz ab. Nicht alle verordneten Arzneimittel sind erstattungsfähig. Bei Unsicherheiten oder Grenzfällen sollten privat Krankenversicherte vor dem Kauf in der Apotheke ihre Krankenversicherung kontaktieren.

Da einige Präparate und Be­hand­lungsmethoden in der Er­stattungs­prüfung erklärungsbedürftig sind, haben wir Ihnen im Folgenden einige Beispiele erläutert.

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur erhöhten Versorgung des Körpers mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen. Es handelt sich hierbei rechtlich um Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die allgemeine Nahrung zu ergänzen. Diese Produkte enthalten Kon­zen­trate von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit er­nähr­ungs­spezifischer oder physiologischer Wirkung, zum Beispiel in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten oder Flüssigampullen.

Typische Inhaltsstoffe sind Mineralstoffe, Vitamine und Antioxidantien, Koenzym Q10, Kreatin, L-Carnitin und isolierte Pflanzenstoffe, die in einer ausgewogenen Ernährung in ausreichendem Maß vorhanden sind. Eine zusätzliche Zufuhr einzelner Nährstoffe ist im Allgemeinen nicht erforderlich. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen keiner arz­nei­mit­telrechtlichen Zulassung. Ihre Wirksamkeit und Un­be­denk­lichkeit sind, im Gegensatz zu Arzneimitteln, nicht durch wissenschaftliche Studien belegt. Krankheitsbezogene Aussagen und Indikationen sind für diese Präparate, wie für andere Lebensmittel auch, nicht zulässig!

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel. Sie fallen nicht unter den Versicherungsschutz und sind daher in der privaten Krank­en­versicherung nicht erstattungsfähig.

Homöopathische Arzneimittel werden durch homöopathisch tätige Ärzte/Ärztinnen bzw. Heilpraktiker*innen im Rahmen einer im 18./19. Jahrhundert begründeten Be­hand­lungs­methode eingesetzt. Dabei kommen genau die Wirkstoffe in niedrigsten Mengen zum Einsatz, die in hohen Dosierungen beim Gesunden ein ähnliches Krankheitsbild auslösen wie das, an dem der Kranke/die Kranke leidet. Mittels einer ausführlichen homöopathischen Anamnese wird individuell das passende homöopathische Arzneimittel bestimmt.

Der Auswahl liegen die oben beschriebenen Prinzipien zu Grunde: "Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln" und "Wenig hilft viel". Durch Verreibung oder Verschütteln sollen die Wirkstoffe eine energetische Umwandlung erfahren (die sogenannte Potenzierung der Wirkkraft), wobei der Ausgangsstoff gleichzeitig extrem verdünnt wird. Auf diese Weise soll nach Ansicht von in der Homöopathie ausgebildeten Therapeut*innen die Wirkung der Substanz potenziert und die Nebenwirkung minimiert werden.

Bei der Homöopathie handelt es sich nicht um eine nach den Kriterien der konventionellen Medizin wissenschaftlich belegte bzw. anerkannte Be­hand­lungs­methode, sondern um eine sogenannte Er­fahr­ungs­medizin. Klären Sie die Erstattungsfähigkeit im Vorfeld Ihrer Behandlung mit Ihrem Krank­en­versicherer.

In den siebziger Jahren entstand das Interesse der westlichen Welt für die chinesische Medizin. Die TCM ist ein eigenständiges medizinisches System, das verschiedene philosophische Schulen und Denkverfahren in der chinesischen Tradition vereinigt. Die chinesische Arzneitherapie ist dabei eine der fünf Säulen der Therapie. Diese umfasst Akupunktur inklusive Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten oder anderen Körperstellen mit Moxakraut), Qigong-Taijiquan (Bewegungsübung), Tuina-Anmo und Shiatsu (Massagetechnik), die Diätetik (Nahrungsmitteltherapie) sowie die besagte Arzneitherapie.

Die chinesische Pflanzenheilkunde ist auf Erkenntnissen jahrtausende alter Erfahrung aufgebaut, al­ler­dings nach Vorstellungen von Diagnose und Therapie, die mit denen der westlichen Medizin kaum vergleichbar sind. Nach den Regeln unserer naturwissenschaftlich geprägten Medizin ist die therapeutische Wirksamkeit der TCM-Arzneikräuter umstritten, eine Erstattung erfolgt daher üblicherweise nicht.

Einige private Krankenversicherer, u. a. auch die Gothaer, bieten spezielle Tarife mit Leistungen für Alternativmedizin an.

Die "Pille" zur Schwang­er­schafts­ver­hütung dient nicht der Behandlung einer Erkrankung, ist keine versicherte Leistung und daher nicht erstattungsfähig.

Werden Medikamente außerhalb der von den Zulassungsbehörden genehmigten Anwendungsgebiete (Indikationen) verwendet, empfehlen wir eine vorherige Klärung der Erstattungsfähigkeit mit Ihrem Krankenversicherer.

Erstattungsfähigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung

Rezeptfreie Arzneimittel sind in der gesetzlichen Krankenversicherung für Erwachsene in der Regel nicht erstattungsfähig. Ausnahmen veröffentlicht der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und gesetzlichen Krankenkassen in einer sogenannten OTC-Ausnahmeliste. Medikamente zur Verbesserung der privaten Lebensführung, wie zum Beispiel Präparate zur Rauch­er­entwöhnung, Appetithemmung oder gegen Impotenz, werden von Krankenkassen generell nicht übernommen.

Gesetzlich Versicherte müssen beim Bezug verordneter Arzneimittel diverse Zuzahlungen, u. a. eine Rezeptgebühr (Ausnahme: zum Beispiel Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren), bezahlen. Eine Ausnahme stellen hier von der Zuzahlungspflicht befreite Präparate dar. Zur Vermeidung einer finanziellen Überforderung sind diese Zuzahlungen nur bis zu einer bestimmten Be­last­ungs­grenze zu leisten. Wird die Be­last­ungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht, stellt die Krankenkasse eine Bescheinigung darüber aus, dass für den Rest des Kalenderjahres keine Zuzahlungen mehr zu leisten sind.

Bei den sogenannten Festbeträgen handelt es sich um Erstattungs-Höchstpreise für bestimmte Arzneimittel: Übersteigt der Preis des Arzneimittels den Festbetrag, muss der Versicherte die Mehrkosten immer selbst tragen. Die in der vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen sogenannten "Ne­ga­tiv­liste" zusammengestellten Präparate dürfen nicht auf einem Kassenrezept verordnet werden. Eine Ausnahme hiervon stellen bestimmte dort genannte Indikationen (An­wen­dungs­gebiete) dar. Lesen Sie hier genaueres.

Unwirtschaftliche Arzneimittel dürfen nicht durch die gesetzlichen Krank­en­kassen erstattet werden. Hierbei handelt es sich um Arzneimittel, die für das Therapieziel oder zur Minderung von Risiken nicht erforderliche Bestandteile enthalten, deren Wirkung wegen der Vielzahl der enthaltenen Wirkstoffe nicht mit ausreichender Sicherheit beurteilt werden kann oder deren therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen ist.

Ehepaar lässt sich von einer Ärztin beraten.

Besondere Lebenssituationen

Sollten Sie sich in einer besonderen Lebenssituation befinden, wie beispielsweise in einer Schwang­er­schaft, beim Sport oder im Straßenverkehr, sollten Sie auf die Besonderheiten im Umgang mit Arzneimitteln achten. Wir haben Ihnen im Folgenden für Sie für die ver­schie­densten Situationen Ihres Lebens zusammengefasst, was sie zum Thema Arzneimitteln wissen sollten.

Eine behandlungsbedürftige Erkrankung verunsichert oftmals werdende Mütter hinsichtlich einer möglichen Schädigung des Ungeborenen, einer Fehlbildung oder gar Fehlgeburt. Aus ethischen Gründen dürfen an Schwangeren keine randomisierten Studien durchgeführt werden, ein Großteil des Wissens beruht daher auf klinischen Erfahrungen (Er­fahr­ungen in der ärztlichen Praxis). Unbehandelte Er­krank­ungen können sowohl die Mutter als auch das Kind gefährden, daher sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt/Ihrer Ärztin eine gründliche Abwägung zwischen dem Nutzen einer gezielten Arz­nei­mit­tel­behandlung und einem entsprechenden Risiko vornehmen.

Dies betrifft auch den Einsatz von "Hausmitteln", u. a. auch Phy­to­therapeutika, die gleichfalls das Ungeborene schädigen können. Eine Vielzahl von Medikamenten wird mit jahrzehntelanger Erfahrung problemlos auch in der Schwanger­schaft oder Stillzeit eingesetzt. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt/Ihre Ärztin an, wenn Sie den Eindruck haben, nicht ohne eine medikamentöse Behandlung auszukommen.

Die Internetseite www.embryotox.de kann Ihnen eine erste Orientierungshilfe bieten – keinesfalls ersetzt dies jedoch das Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin, der/die im Zweifelsfall immer konsultiert werden sollte.

Arzneimittelbehandlung für Kinder bedeutet nicht, von der Dosierung für Erwachsene herunterzurechnen und etwas Erdbeergeschmack hinzuzufügen. Vielmehr müssen Arzneimittel für jede Altersgruppe neu untersucht und ihre Wirk­sam­keit und Unbedenklichkeit in eigenen Studien nachgewiesen werden. Oftmals ist auch noch die Entwicklung einer kindgerechten Darreichungsform, zum Beispiel eines Saftes, erforderlich. Arzneimittel sind daher immer noch überwiegend für Erwachsene konzipiert und nicht speziell für die Verabreichung an Kinder geprüft und zugelassen. Häufig ist die Dosierung eines Wirkstoffs deshalb auf der Grundlage von Er­fahr­ungs­werten an den kindlichen Organismus angepasst.

Eine Verbesserung ist aufgrund der in Kraft getretenen EU-Verordnung zu Kinderarzneimitteln zu erwarten. Künftig soll auf jeder Packung ein Aufdruck darüber Auskunft geben, für welche Altersgruppe welches Medikament geeignet ist. Grundsätzlich sollte die me­di­zi­nisch­e Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung nach sehr strengen Regeln betrachtet werden. Der Umgang mit Arznei­mitteln bei Kindern erfordert Sorgfalt und Fingerspitzengefühl.

Arzneimittelunfälle – Vorbeugung und erste Hilfe für den Fall der Fälle

  • Vermeidung eines ungewollten Zugangs Ihres Kindes zu Arzneimitteln und Vorsorge für den Fall der Fälle
  • Um Vergiftungen vorzubeugen, bewahren Sie Arzneimittel grundsätzlich außer Reichweite Ihres Kindes auf! Am besten eignet sich hier ein ab­schließ­barer Me­di­zin­schrank, der für das Kind unzugänglich platziert ist
  • Sollte Ihr Kind dennoch einmal ein Medikament in die Hand bekommen und verschluckt haben:
    • Verständigen Sie sofort Ihren Kinderarzt oder
    • wenden Sie sich an die nächstgelegene Giftnotrufzentrale.
    • Wichtig ist, dass Sie in diesem Fall die Verpackung des Präparates be­reit­halten, um genaue Auskunft geben zu können.

Alltagstipps für die Medikamentengabe bei Kindern

  • Sprechen Sie vor der Me­di­kamentengabe beruhigend mit Ihrem Kind. Wenn es schon älter ist, erklären Sie ihm, warum die Einnahme nötig ist. Vielleicht hilft auch eine kleine Belohnung im Anschluss. Versuchen Sie nicht, Ihrem Kind das Medikament mit Gewalt einzuflößen. Suggerieren Sie Ihrem Kind gleichfalls nicht, es handle sich bei dem Arznei­mittel um eine Süßigkeit!
  • Setzen Sie Ihr Kind beim Einnehmen von Tabletten oder Saft stets aufrecht hin, damit es sich nicht verschluckt
  • Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob Sie das Medikament mit Getränken oder Lebensmitteln mischen können. Saft oder Tee kann den unangenehmen Beigeschmack mancher Wirkstoffe über­decken. Milchprodukte oder Grapefruitsaft sind oftmals nicht geeignet, da sie die Wirkung von etlichen Arzneimitteln beeinflussen können
  • Ohren- und Nasentropfen können in der Hand kurz vorgewärmt werden, damit der unangenehme Kältereiz entfällt
  • Zäpfchen gleiten in der Hand vorgewärmt, mit etwas Wasser abgespült oder mit Vaseline eingerieben besser

Die sogenannte Pharmakokinetik (Verteilung von Wirkstoffen im Körper) ist aufgrund phy­sio­logischer (normaler) Alterungsprozesse verändert. So ändert sich zum Beispiel der Anteil von Körperwasser und Körperfett, was die Verteilung von Wirkstoffen im Körper beeinflusst. Die gleiche Dosis eines Medikamentes, zum Beispiel von Digitalispräparaten (zur Stärkung der Herzkraft), kann so bei 80-jährigen zu einer ver­gleichs­weise höheren Konzentration im Blut führen. Fettlösliche Medikamente, wie zum Beispiel bestimmte Schlafmittel, wirken beim alten Menschen erheblich länger.

Veränderungen der Leber wirken sich auf die Verstoffwechslung bestimmter Medikamente aus. Auch die Funktion der Nieren nimmt ab, was die Ausscheidung bestimmter Wirkstoffe verzögert, deren Wirkung im Körper damit verlängert wird. Schlafmittel und Antidepressiva (zur Behandlung von Depressionen) verursachen bei Hochbetagten nicht selten Verwirrtheit und Stürze, unter Umständen mit Ober­schenk­el­hals­bruch als Folge.

Hinzu kommt, dass der Umgang mit Arzneimitteln durch verschiedene zum Teil altersbedingte Be­ein­trächtigungen erschwert sein kann:

  • Sehbehinderungen (erschwertes Lesen der Packungsbeilage und Unterscheiden der Tabletten)
  • Hörminderung (erschwerte Kommunikation mit Ärzt*innen und Apotheker*innen)
  • Verschlechterte Feinmotorik insbesondere der Hände (behindertes Öffnen von Verpackungen)
  • Mundtrockenheit (Schluckprobleme)
  • Vergesslichkeit (Erschwernis für das Einhalten der Einnahmen)

Insbesondere bei alten Menschen sollte die Anzahl der Medikamente auf das Nötigste beschränkt werden. Auch pflanzliche Präparate interagieren mit Ihren sonstigen Arzneimitteln! Insbesondere nach Krankenhausentlassungen sind seitenlange Dosieranleitungen nicht selten, wobei in der Regel mehr als fünf Medikamente nicht ratsam sind.

Häufig lassen sich Wirkstoffe in Kombinationspräparate zu­sam­men­fassen, wodurch die Menge bereits reduziert werden kann. Dies erhöht die Ver­träg­lich­keit und die Kooperationsbereitschaft (Compliance) der Patient*innen. Häufig hat ein Weniger an Medikamenten eine größere Wirkung. Gerade bei einer Vielzahl von Erkrankungen mit Behandlung durch verschiedene Fachrichtungen ist die Koordination durch einen Arzt/eine Ärztin Ihres Vertrauens unerlässlich.

Praktische Empfehlungen für den Umgang mit Arzneimitteln im Alter

  • Führen Sie insbesondere bei Einnahme vieler Medikamente einen Medikamenten-Ein­nahme­plan und nehmen Sie diesen bei jedem Arzt- oder Apothekenbesuch mit
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin über eine Möglichkeit zur Reduktion Ihrer Tablettenanzahl, insbesondere, wenn Sie über fünf Präparate einnehmen. Hier sollen auch privat bezogene Medikamente, wie zum Beispiel Abführmittel oder Schlafmittel berücksichtigt werden
  • Wenn Sie unter Schluck­be­schwer­den leiden, fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin nach einem teilbaren oder mörserbaren Präparat
  • Nutzen Sie für die tägliche Einnahme zu unterschiedlichen Zeitpunkten Me­di­ka­ment­en­dispenser, die in verschiedener Form u. a. in der Apotheke erhältlich sind
  • Wenn Sie Ihre Medikamente nicht eigenständig richten und einnehmen können und Sie keine in Ihrem Haushalt lebende Person unterstützen kann, können Sie nach ärztlicher Verordnung einen Pflegedienst hinzuziehen
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente nach Anweisung Ihres Arztes/Ihrer Ärztin ein (ggf. können Sie sich den Ein­nah­me­zeitpunkt, zum Beispiel mittags, vor oder nach dem Essen auf der Packung notieren)
  • Bei bestimmten Medikamenten, zum Beispiel Di­gi­tal­is­präparaten, sind regelmäßige Laborkontrollen erforderlich. Achten Sie auf die Einhaltung Ihrer Kontrolltermine
  • Wenn Ihnen als An­ge­hörige/Angehöriger Verwirrtheit Ihres betagten Verwandten auffällt, kann es sich hierbei um eine Me­di­ka­ment­en­wechselwirkung oder auch -nebenwirkung handeln. Suchen Sie ge­mein­sam den Arzt/die Ärztin auf, um dies zu klären
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich (ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag)

Eine missbräuchliche Einnahme von Schmerzmitteln im Hobbysport ist nicht selten. Hierbei wird oftmals Schmerz unterdrückt, damit man ungehindert weitertrainieren kann mit dem Risiko einer Überbelastung mit Schädigung von Bändern, Sehnen und Gelenken. Zum Teil werden Arzneimittel zur Beruhigung vor Wettkämpfen eingenommen. Häufig verwendet werden anabole Steroide (Muskelaufbau) und Hormone, wobei Ge­schlechts­hor­mone und auch das die Blutbildung stimulierende Hormon Erythropoetin eine große Rolle spielen. Nutzen Sie das Potential Ihres Körpers, überfordern Sie ihn nicht, geben Sie ihm Zeit für eine Regeneration. Eine Vielzahl von Präparaten schadet Ihnen – unter Umständen sogar langfristig. Anabolika zum Beispiel erhöhen das Herzinfarkt- und auch das Krebsrisiko.

Sanktionen bei Nachweis von Doping reichen je nach Sachlage von einer Verwarnung bis zu einer lebenslangen Sperre. Oftmals bedeutet dies das Ende einer Sportkarriere, womit einige Sportler*innen in den letzten Jahren traurige Berühmtheit erlangt haben. Die WADA (World Anti-Doping Agency) hat ein Regelwerk aufgestellt, das auf der ganzen Welt verpflichtend gilt und einen fairen und gerechten Sport garantieren soll. Die deutsche Version des WADA-Codes ist der NADA-Code. Dieser umfasst u. a. Regelungen zur Definition des Doping-Begriffs, zu Verstößen, Dopingkontrollen und Sanktionen sowie eine Verbotsliste.

Die Liste von verbotenen Medikamenten und Behandlungen ist lang. Gerade auch gebräuchliche Arzneimittel, zum Beispiel gegen Erkältung, können verbotene Substanzen enthalten und so zur Dopingfalle werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Me­di­kament oder eine Substanz erlaubt ist, können Sie sich auf der nachfolgenden Internetseite informieren: www.nadamed.de

Eine Vielzahl von Medikamenten hat Einfluss auf Ihre Fahr­taug­lich­keit. Ihre Wahr­nehm­ung, insbesondere aber auch Ihr Reaktionsvermögen können mit unterschiedlicher Intensität beeinträchtigt sein. Berufskraftfahrer*innen sollten den behandelnden Arzt/die Ärztin aktiv auf ihre Tätigkeit hinweisen.

Beispiele für Arzneimittel mit Einfluss auf Ihre Fahrtauglichkeit

  • Starke Schmerzmittel, zum Beispiel Morphinpräparate können zu Benommenheit und Stimmungsschwankungen führen oder aber auch zu Pupillenverengung. Cof­fein­halt­ige leichte Schmerzmittel können zum Ende ihrer Wirksamkeit starke Ermüdung hervorrufen
  • Arzneimittel mit Wirkung auf die Psyche, zum Beispiel Schlaf- und Beruhigungsmittel, stellen insbesondere in der An­fangs­phase der Therapie oder bei Kombination mit anderen Medikamenten eine Gefahr dar. Wegen der zum Teil verlängerten Wirkung ist der Einnahmezeitpunkt für die Fahrtauglichkeit wesentlich
  • Hustenblocker, auch rezeptfrei erhältliche, haben zum Teil Einfluss auf das zentrale Nervensystem
  • Einige antiallergische Präparate – zum Teil auch nicht re­zept­pflichtige – wirken stark beruhigend, andere haben keinen Einfluss auf das Reaktionsvermögen
  • Einige Arzneimittel gegen Bluthochdruck beeinflussen Ihre Fahrtauglichkeit bis zur Fahruntüchtigkeit
  • Eine Behandlung einer Zuckerkrankheit mit Insulin oder Tabletten kann ins­be­sondere in der An­fangs­phase, bei Kombination mit anderen Medikamenten, bei akuten Erkrankungen oder in Stresssituationen zu Un­ter­zuck­erung mit er­heb­licher Ein­schränk­ung der Wahr­nehm­ung und Reaktionsfähigkeit führen
  • Schlankheitsmittel können durch ihre anregende Wirkung zur Überschätzung der eigenen Fähigkeiten führen und insbesondere bei längeren Fahrten zu ausgeprägter Müdigkeit
  • Bestimmte Medikamente in der Behandlung von Augenleiden bzw. zur Diagnostik beim Augenarzt/bei der Augenärztin (Weitstellen der Pupille) be­ein­trächt­igen Ihr Seh­vermögen. Zum Teil ver­min­dern sie Ihre Fahr­tüchtig­keit durch Ne­ben­wirk­ungen, wie zum Beispiel Schwitzen und Übelkeit

Wichtige Regeln zum Umgang mit Medikamenten im Straßenverkehr

  • Schauen Sie in den Bei­pack­zet­tel Ihres Arznei­mittels, ob Ihre Fahr­tauglichkeit beeinflusst wird
  • Auch rezeptfreie Medikamente können die Verkehrstüchtigkeit beeinflussen
  • Zu Beginn einer Behandlung oder bei sehr hoher Dosierung ist besondere Vorsicht geboten. Der Körper muss sich erst an das Arzneimittel gewöhnen
  • Beachten Sie, dass auch Arzneimittelrestbestände im Körper Einfluss auf Ihre Fahrtauglichkeit haben können
  • Medikamente wie zum Beispiel Antiepileptika (Arzneimittel bei Krampfleiden), Sedativa (Beruhigungsmittel) und blutdrucksenkende Präparate können die Ver­kehrs­taug­lich­keit so weit beeinflussen, dass das Führen eines Kraftfahrzeuges verboten wird
  • Beim Nachweis, dass die Einnahme von Medikamenten durch den Fahrzeugführer/die Fahrzeugführerin einen Unfall verursacht hat, riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz. Bußgeld, Fahrverbot und Freiheitsstrafen können weitere Folgen sein
  • Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt/Ihre Ärztin, ob die verordneten Me­di­ka­mente/Heilmaßnahmen die Fahrtüchtigkeit be­ein­trächtigen können. Denn unabhängig von der Ver­sicher­ungs­schutzfrage und anderen möglichen Rechts­folgen sollten Sie nicht die eigene Sicher­heit und die anderer Ver­kehrs­teilnehmer'*innen ge­fährden

Insbesondere die Wechselschicht stellt ein erhebliches Problem für Berufstätige dar. Der übliche Tagesrhythmus (Tag – Nacht) ist bei einem unregelmäßigen Ar­beits­einsatz (Früh-Spät-Nacht-Dienst) derartig gestört, dass nicht nur der Schlaf-wach-Rhythmus beeinträchtigt ist, sondern vielmehr der gesamte Hormonhaushalt darunter zu leiden hat.

Bei einer Behandlung zum Beispiel mit Schilddrüsenhormonen, Cortison, Ovulationshemmern ("Pille") und Insulin sollten die Einnahmezeiten mit dem Arzt/der Ärztin abgesprochen werden.

Mann guckt sich die Medikamente aus seinem Medikamentenschrank an.

Was gehört in meine Urlaubs- und Hausapotheke?

Die Urlaubsapotheke

  • Denken Sie an die Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen
  • Ein eingeschränktes Sortiment aus Ihrer Hausapotheke sollte Sie auch im Urlaub begleiten
  • Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt/Ihre Ärztin auf Folgendes an:
    • Ein Antibiotikum zur Behandlung akuter Erkrankungen, zum Beispiel Blasenentzündungen
    • Bei Reisekrankheit auf ein Antiemetikum (gegen Brechreiz)
    • Spezifische Arzneimittel bei Einreisen in bestimmte Länder, zum Beispiel Malariamittel

Sie sollten Ihre Arzneimittel immer im Handgepäck dabei haben, um die regelmäßige Einnahme nicht zu verhindern. Dabei sollten sie allerdings auf die Sicherheitsvorschriften der jeweiligen Fluggesellschaft achten. Außerdem sollten Sie beim Erwerb eines Arzenimittels im Ausland vorsichtig sein, da sie sich häufig in Stärke oder Zusammensetzung unterscheiden.

Die Hausapotheke

Über Jahre sammeln sich in jedem Haushalt mehr und mehr Medikamente an, die zum Teil bei weitem das Haltbarkeitsdatum überschritten haben. Häufig sind es auch Arzneimittel, die man von Freund*innen erhalten hat. Gerade dieser Handel unter Freund*innen und Bekannten birgt gewisse Gefahren (Verfallsdatum, unsachgemäße Lagerung, Fehlen des Beipackzettels und mögliche allergische Reaktionen) in sich und sollte deshalb vermieden werden.

Diente ein Medikament einer kurzfristigen Behandlung, so sollte dies, da es sich nur um Restmengen handelt, vernichtet werden. Medikamente, die "immer mal wieder" zum Einsatz kommen, sollten entsprechend je nach Indikation beschriftet werden. Unsere Empfehlungen für eine gut sortierte Hausapotheke:

  • Schmerzmittel, zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen
  • Krampflösende Zäpfchen
  • Medikamente gegen Husten, Schnupfen, Halsschmerzen
  • Wund- und Heilsalbe, Brandsalbe, Gel für Insektenstiche, Gel oder Salbe gegen Prellungen, Zerrungen bzw. Verstauchungen
  • Wund- und Händedesinfektionsmittel
  • Fieberthermometer
  • Verbandmaterial, Verbandschere, Pflaster, Dreiecktuch, Handschuhe
  • Zeckenkarte oder -zange

Entsorgung abgelaufener und nicht mehr benötigter Medikamente

Ungenutzte Arzneimittel sind im Gegensatz zu anderen Waren vom Umtausch / von der Rückgabe ausgeschlossen. Medikamente, die die Apotheke verlassen haben, dürfen nicht mehr an andere Kund*innen verkauft werden, da die richtige Lagerung außerhalb der Apotheke nicht garantiert ist.

hre Kommune bzw. Ihr Ab­fall­entsorgungs­unternehmen erteilt Auskunft, ob Sie Medikamente mit dem Hausmüll entsorgen können. Sollte der Hausmüll in einer zentralen Müll­ver­brennungs­anlage entsorgt werden, ist dies der Fall. Keinesfalls sollten Sie Arzneimittel über die Toilette oder das Waschbecken entsorgen. Arzneimittelwirkstoffe werden in Kläranlagen vielfach nicht vollständig abgebaut und gelangen so letztendlich über das Trinkwasser und unsere Nahrung in unseren Körper. Dies betrifft übrigens gleichfalls Abbauprodukte eingenommener Arzneimittel, die über den Urin und Stuhl ausgeschieden werden. Insbesondere sind hier Antibiotika, Hormonpräparate und Blutfettsenker zu erwähnen

Tipps für die Entsorgung von Arzneimitteln

  • Durchforsten Sie Ihre Hausapotheke einmal im Jahr nach abgelaufenen Arzneimitteln
  • Entsorgen Sie angebrochene Arzneimittel, zum Beispiel Augentropfen und Säfte, nach dem im Beipackzettel beschriebenen Zeitraum
  • Klären Sie, ob Sie Ihre Me­di­ka­mente im Hausmüll entsorgen können, und achten Sie dabei darauf, dass Dritte, zum Beispiel Kinder, bei der Entsorgung keinen Zugriff darauf haben
  • Eine Entsorgung von Alt­arznei­mitteln in Apotheken ist eine Serviceleistung, einen Anspruch darauf haben Sie nicht. Sprechen Sie Ihre Apotheker*innen darauf an
  • Spritzen und Nadeln sollten in speziellen bruchsicheren Behältern entsorgt werden, um Stich­ver­letz­ungen mit In­fektions­risiko zu vermeiden. Zum Teil können auch sie in Ihrer Apotheke oder bei speziellen Sammelstellen der Kommune abgegeben werden

Tipps für Sparfüchse

  • Übervorräte/Mengen, die über einen Zeitraum von einem Quartal reichen, sollten vermieden werden. Es könnten zwischenzeitlich Unverträglichkeiten auftreten oder es könnte auch eine Umstellung der Therapie erforderlich sein
  • Fragen Sie Ihre Apotheker*innen nach preiswerteren Medikamenten, zum Beispiel Generika oder Re-Importen, oder führen Sie online selbst einen Preisvergleich durch auf www.gothaer-gesundheitsportal.de
  • Auch bei rezeptfreien Arzneimitteln (sogenannten OTC-Präparaten) lohnt sich ein Preisvergleich. Die Preisspanne zwischen den Mitteln, zum Beispiel gegen leichte Kopfschmerzen, ist oft beträchtlich
  • Preisgünstige Generika haben je nach Hersteller eine ebenso gute Qualität wie das Original. Nutzen Sie diese Einsparmöglichkeit ohne Qualitätseinbußen zugunsten Ihres Portmonees – und bei Erstattung durch Ihren Krankenversicherer auch zugunsten Ihrer Versichertengemeinschaft. Apotheker*innen dürfen bei verordneten Arzneimitteln jedoch nur dann ein anderes Medikament als das verschriebene abgeben, wenn der Arzt/die Ärztin "Aut Idem" zugelassen hat
  • Nach Krankenhausbehandlungen wird der Medikamentenplan durch Ihren Haus- oder Facharzt/Ihre Haus- oder Fachärztin überarbeitet. Häufig werden Arzneimittel mit gleichem Inhaltsstoff unter einem anderen Namen verordnet
  • Me-too-Präparate, auch Scheininnovationen genannt, bringen selten einen Vorteil und machen die Therapie teurer. Sie sind von echten, hoch-wirksamen Innovationen zu unterscheiden
  • Wenn Sie aufgrund von chronischen Beschwerden / einer chronischen Erkrankung regelmäßig Medikamente beziehen, bietet die Bestellung über eine Versandapotheke oftmals einen Preisvorteil. Diese bietet i. d. R. auch einen Arzneimittel-und Wechselwirkungscheck der Präparate an, die dort bezogen werden. Die Gothaer Krankenversicherung fördert ein kostenbewusstes Verhalten ihrer Versicherten in bestimmten Tarifen
  • Hüten Sie sich, insbesondere bei Internetbezug von Arzneimitteln über unkontrollierte Websites, vor Fälschungen, die die angegebenen Wirkstoffe nicht bzw. nicht ausreichend enthalten oder sogar gesundheitsschädlich sind

Arzneimittelmissbrauch

Nichts im Leben ist ohne Schattenseiten. Unsachgemäß angewendet, wirken Medikamente entweder gar nicht, schaden der Gesundheit oder machen sogar abhängig.

Als Ursache für den Fehlgebrauch oder Missbrauch von Arzneimitteln wird häufig die ärztliche Verordnungspraxis angesehen. Kostendruck bei zum Teil nur eingeschränkter Entlohnung mit entsprechend geringen zeitlichen Ressourcen für den einzelnen Patienten/die einzelne Patientin spielt hier eine Rolle. Gepaart ist er zum Teil mit einer hohen Erwartungshaltung im Hinblick auf eine ärztliche Verordnung, was oftmals zu schnell zur Ausstellung eines Rezeptes, insbesondere bei Schmerz-, Beruhigungs- oder Schlafmitteln, führt.

Hinzu kommen Vereinsamung insbesondere älterer Patient*innen, zunehmend höheres Lebensalter mit allen körperlichen Beeinträchtigungen und psychosoziale Probleme, die zum Missbrauch auch durch Selbst­me­dikation führen. Häufig erkennt der/die Betroffene selbst nicht die Grenzen der Abhängigkeit, ist deshalb einer Zuwendung durch Familie und Freund*innen nicht zugänglich. Hier sollte professionelle Hilfe durch den Arzt/die Ärztin oder Selbsthilfegruppen in Anspruch genommen werden.

Fazit

Jeder von uns hat in seinem Leben bereits Arzneimittel eingenommen oder wird dies irgendwann einmal tun. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Ratgeber Orientierung und praktische Unterstützung im Umgang mit diesem wichtigen Thema geben konnten. Wägen Sie die Notwendigkeit und auch die Risiken von Arzneimitteln in vertrauensvollem Dialog mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bzw. Apo­the­ker/Apothekerin ab. Seien Sie sich der Grenzen einer Selbst­me­di­kation bewusst. Ein gut reflektierter Umgang mit Arzneimitteln wirkt sich positiv auf Ihre Gesundheit aus und kommt Ihrem Geldbeutel zugute. Sie tragen zur Eindämmerung steigender Arzneimittelausgaben im Gesundheitswesen bei und schonen unsere Umwelt.

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