Eine Frau sitzt im Homeoffice an ihrem Laptop.

Homeoffice – aber richtig

Um die Ansteckungsgefahr während der Corona-Pandemie zu mindern, haben viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Aber: Wie bringt man Kinderlärm, fehlenden persönlichen Kontakt zu den Kollegen und einen straff getakteten Videokonferenz-Zeitplan erfolgreich unter einen Hut?

In der Gothaer Gemeinschaft wird Homeoffice schon lange praktiziert. Deshalb wissen wir auch genau, auf was man achten muss. In unserem Homeoffice-Knigge finden Sie die wichtigsten Tipps.

Your Home(office) is your Castle – nicht Ihre Räuberhöhle!

"Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." Zugegeben: Karl Lagerfeld konnte bei seinem kritischen Bonmot noch nicht ahnen, dass selbst gestandene Geschäftsleute regelmäßig von zu Hause arbeiten – und dabei nur zu gerne etwas weniger auf akkuraten Businesslook achten würden. Klar: Leggings, Sweatpants und Puschen sind allemal bequemer als Bleistiftrock oder Kentkragen-Krawatten-Kombi. Und was niemand sieht, stört auch nicht. Oder?

Falsch, meinen Arbeitspsychologen. Denn Outfit und Körperpflege haben großen Einfluss auf Motivation und Selbstwertgefühl – und somit auch auf Leistungsfähigkeit und Professionalität. Das gilt auch für den heimischen Arbeitsplatz: Couchtisch und Fernsehsessel sind langfristig nicht der richtige Ort zum Arbeiten. Kurz: Professionalität spielt daheim vielleicht eine noch größere Rolle als in der Konzernzentrale – und fängt bereits beim Äußeren und der Einrichtung an.

Lesen Sie hier vier weitere Tipps für erfolgreiches Arbeiten von zu Hause.

In gemütlicher Homeoffice Kleidung sitzt ein Mann auf der Treppe.
Eine Frau sitzt am Küchentisch und arbeitet aus dem Homeoffice.

Tipp 1

Erfolgreich zu Hause arbeiten? Alles eine Frage von Organisation und Struktur

Homeoffice bedeutet nicht, dass Sie anfangen und aufhören können, wann Sie wollen. Meist geben Videochats und Online-Meetings sowieso den Takt vor. Gut so, denn: Klare To-Dos und Abläufe sind auch zu Hause wichtig, um den Arbeitstag zu strukturieren. Unser Tipp: Machen Sie außerdem regelmäßigen Austausch mit den Teamkollegen zum Ritual – so verzetteln Sie sich nicht so schnell.

Wer sein Zuhause mit Partner und Kindern teilt, muss zusätzlich Regeln festlegen, damit während der wichtigen Videokonferenz nicht plötzlich der Staubsauger losgeht oder die Kinder hereinstürmen.

Tipp 2

Du bist, was Du isst

Die Süßigkeiten-Schublade im Wohnzimmer sollte – bis auf Ausnahmen – während der Arbeitszeit tabu bleiben. Wer im Homeoffice arbeitet, verbrennt nachweislich weniger Kalorien als sonst. Gleichzeitig ist der schnelle Griff in die Vorratskammer mitverantwortlich dafür, dass nicht wenige durch die Heimarbeit an Gewicht zulegen. Besser: Sorgen Sie dafür, dass immer ausreichend Obst im Haus ist – und versuchen Sie, auch ohne Gesellschaft zu festen Zeiten zu essen.

Gesunde Ernährung im Homeoffice: ein Apfel enthält viele Vitamine.

Tipp 3

Pausen sind gut – Ablenkungen nicht!

Legen Sie konkret fest, wann Sie mit der Arbeit beginnen und wann Sie Pausen einlegen. Auch kleinere Auszeiten sind daheim weiterhin erlaubt und sinnvoll. Doch täuschen Sie sich nicht: Homeoffice-Neulinge bemerken schnell, wie wertvoll die Kollegen als Korrektiv sein können. Denn während im Büro die Anwesenheit Dritter ausreicht, damit wir uns auf den Job fokussieren, sind Sie jetzt voll und ganz auf sich gestellt. Wo niemand mitbekommt, ob Sie fünf Minuten oder anderthalb Stunden die News-Webseiten durchstöbern, hilft nur Selbstdisziplin.

Und auch vermeintlich sinnvolle Alternativen zum eigentlichen Job sollten Sie sich verkneifen. Aufräumen und Rasenmähen bringen Ihre beruflichen Projekte keinen Millimeter voran!

Tipp 4

Der Feierabend ist im Homeoffice heilig

Wenn Arbeit und Freizeit nicht mehr oder nur noch kaum räumlich getrennt sind, ist ein klarer zeitlicher Cut zwischen Job und Privatleben essenziell. Auch wenn Ihr Chef vielleicht davon träumt, dass Sie nun Tag und Nacht erreichbar sind: Setzen Sie klare Grenzen und lassen Sie auch unfertige Aufgaben bis zum nächsten Tag liegen.

Wenn es schon unter normalen Umständen ungesund ist, gedanklich 'Arbeit mit nach Hause zu nehmen': Im Homeoffice kann die fehlende Trennung von Privat- und Berufsleben schnell krankmachen.

Fazit

Für alle, die vom Homeoffice aus den Betrieb aufrechterhalten, sind Organisation und Disziplin vonnöten, wenn die Remote-Arbeit gelingen soll. Doch wer sich eine professionelle Struktur gibt, liefert auch aus den eigenen vier Wänden Spitzenleistungen ab.