Hund chippen: Einer französischen Bulldogge wird der Mikrochip eingesetzt. Hund chippen: Einer französischen Bulldogge wird der Mikrochip eingesetzt.

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Hund chippen: Alles zum Transponder

Ein Transponder für den Hund ist eine Möglichkeit, Ihren Vierbeiner jederzeit und überall identifizierbar zu machen; ein Hundeleben lang. Ein Hund mit Mikrochip findet immer wieder zu seinen Besitzern zurück und läuft niemals Gefahr, anonym zu Ferienbeginn an einer Raststätte ausgesetzt zu werden. Hunde zu chippen, bietet Tieren Schutz. Lesen Sie hier alles über die Identifikationsnummer für Hunde, wie es funktioniert, welche Pflichten bestehen und welche Kosten die Versicherung trägt.

Was ist der Chip für den Hund?

Der Transponder, auch Mikrochip oder umgangssprachlich kurz "Chip" genannt, ist etwa reiskorngroß und gewebeverträglich. Er wird vom Tierarzt bzw. der Tierärztin mittels einer Spritze unter die Haut von Tieren bzw. von Ihrem Hund implantiert. Dies geschieht häufig im Rahmen der ersten Impfungen. Eine Betäubung ist nicht notwendig; Ihren Hund zu chippen, tut ihm nicht weh. Auf dem Chip ist ein nur einmal vergebener und somit unverwechselbarer 15-stelliger Zifferncode abgespeichert. Die ersten drei Stellen der Chip-Nummer sind der sogenannte Ländercode und sagen etwas über die Herkunft aus, in Deutschland ist dies die 276. Da alle Transponder der ISO-Norm 11784 entsprechen, kann weltweit mit allen zum Auslesen geeigneten Geräten die jeweilige Chip-Nummer geprüft werden.

Die Chip-Nummer wird vom Tierarzt bzw. von der Tierärztin in der Patientenakte hinterlegt. Zudem wird sie in den Impfpass bzw. den blauen EU-Heimtierausweis eingetragen mit Datum der Implantation und der Lokalisation (linke Halsseite). Viele Tierärzt*innen bieten als Service an, das Tier mit der Chip-Nummer in den beiden großen Online-Datenbanken Tasso e. V. und Deutsches Haustierregister kostenlos zu registrieren. Dies ist empfehlenswert, denn den maximalen Nutzen hat der Chip nur in Kombination mit einer Online-Registrierung. Wird dies nicht angeboten, sollten Sie die Registrierung unbedingt selbst vornehmen.

Welche Vorteile hat es, meinen Hund zu chippen?

Ist Ihr gechippter Hund oder Ihre Katze in den beiden Online-Datenbanken registriert, kann im Falle des Abhandenkommens (z. B. wenn der Hund im Wald wegläuft oder die Katze einen Autounfall hatte) schnell geprüft werden, wer der Besitzer bzw. die Besitzerin ist. Die Daten zu den Besitzer*innen sind anonymisiert, bei Prüfung der Chip-Nummer wird lediglich angezeigt, ob das Tier registriert ist. Ist dies der Fall, ermittelt die zuständige Datenbank die Besitzer*innen anhand der dort hinterlegten Daten und Ihr gechippter Hund bzw. Ihre Katze gelangt schnell wieder nach Hause.

Durch die sichere Zuordnung eines gechippten Tieres und das schnelle Ermitteln der Besitzer*innen werden unter anderem auch Tierheime entlastet, da weniger Fundtiere auf unbestimmte Zeit versorgt werden müssen. Ebenso wird es durch die mögliche Rückverfolgbarkeit schwieriger, Tiere auszusetzen. Und nicht zuletzt wird mit einer Kennzeichnung von Hunden mittels Transponder auch der illegale Welpenhandel erschwert.

Warum ist es besser, Hunde zu chippen als im Ohr zu tätowieren?

Früher wurden, zumeist im Rahmen der Kastration, Tätowierungen in den Ohrmuscheln vorgenommen. Auch dadurch war eine Zuordnung des Tieres zu den Besitzer*innen möglich und sie war bereits mit bloßem Auge zu erkennen. Allerdings waren die Nummern nicht unverwechselbar, zudem sind viele Tätowierungen im Laufe des Lebens verblasst oder waren auf dunkel pigmentierter Haut schlecht zu erkennen. Bei Verletzungen oder Verlust der Ohrmuschel war dann auch die Tätowierung nicht mehr vorhanden.

Der Mikrochip für Hunde bzw. Katzen und andere Tiere wird im linken Halsbereich unter die Haut implantiert. Dies ist international überall gleich, damit mit dem Lesegerät schnell an der richtigen Stelle geprüft werden kann, ob ein Chip vorhanden ist. In seltenen Fällen kann der Chip in der Zeit nach der Implantation wandern und so auch durchaus mal an einer anderen Stelle, z. B. an der Brustwand oder im Hüftbereich, aufgefunden werden. Dies ist völlig unbedenklich. Es empfiehlt sich aber, den Sitz des Chips einige Monate nach der Implantation (z. B. im Rahmen der jährlichen Impfung im Folgejahr) zu kontrollieren und eine abweichende Position gegebenenfalls in den Unterlagen des Tierarztes bzw. der Tierärztin und vor allem im EU-Heimtierausweis zu dokumentieren.

Gibt es eine Chip-Pflicht für Tiere?

Eine mögliche Pflicht, sein Tier mittels Chip zu registrieren, besteht nur für Hunde – die Regeln hierfür sind allerdings in Deutschland nicht einheitlich. Die Bundesländer haben diesbezüglich sehr unterschiedliche Regelungen. Um zu prüfen, welche Regelung im eigenen Bundesland gilt, empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der zuständigen Landesbehörden oder eine Nachfrage beim regional zuständigen Veterinäramt.

In vielen europäischen Ländern existiert bereits eine Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung, vor allem für Hunde, teilweise auch schon für Katzen. In Deutschland wird sich hier in der näheren Zukunft wohl etwas bewegen, da die neue Bundesregierung die Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung im Koalitionsvertrag erwähnt. Wann und wie dies umgesetzt wird, ist noch nicht klar, die Chancen stehen aber gut. Von Tierschutzverbänden und dem Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) wird dies ausdrücklich begrüßt. Ein Grund mehr, sich als Tierbesitzer*in einmal näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Was kostet es, den Hund chippen zu lassen?

Im Normalfall belaufen sich die Kosten für Material (Implantat und notwendige Spritze) sowie das Setzen unter die Haut des Hundes bzw. Tieres durch Tierärzt*innen auf wenig mehr als 20 Euro. Es gibt Tierärzt*innen, die weniger berechnen, nur selten sind die Kosten deutlich höher.


Welche Voraussetzungen gelten, damit die Gothaer die Kosten des Chips übernimmt?


In allen Tarifoptionen der Gothaer Tierkrankenversicherung besteht Anspruch auf einen Kostenzuschuss von max. 25 Euro für den Chip. Dies gilt für die reine Hunde OP-Versicherung ebenso wie für den Krankenvollschutz inkl. Baustein Heilbehandlungen in allen drei Tarifklassen (Basis, Plus und Premium). Wie bereits beschrieben, sind die Kosten für den Transponder bei Hund, Katze oder einem anderen versicherten Tier damit in der Regel vollständig gedeckt.

Wussten Sie übrigens, dass der Zuschuss zum Katzen oder Hunde chippen eine Leistung ist, auf die Sie im Rahmen der Gothaer Tierkrankenversicherung sogar Anspruch haben, wenn der Mikrotransponder bereits vor Vertragsabschluss implantiert wurde? Wichtig ist hierfür, dass die Originalrechnung auf die/den Versicherungsnehmer/in ausgestellt wurde. Ist dies der Fall, so werden die Kosten auch nachträglich bis zur maximalen Höhe erstattet. Damit erhalten Sie Ihren ersten Versicherungsbeitrag für die Gothaer Tierversicherung quasi fast geschenkt.

Checkliste

  • Eindeutige Zuordnung des Tieres möglich
  • Tier kann mit Chip-Nummer kostenlos in den Online-Datenbanken von Tasso e.V. und dem Deutschen Haustierregister registriert werden
  • Kennzeichnung mit Chip vor allem sinnvoll in Kombination mit anschließender Online-Registrierung!
  • Schnelle Ermittlung der Besitzer*innen möglich, wenn das Tier abhandenkommt (Chip kann von Tierärzt*innen, der Feuerwehr und Tierheimen ausgelesen werden)
  • Chip in Kombination mit dem blauen EU-Heimtierausweis ("neuer" Impfpass) notwendig für Reisen ins Ausland!
  • Kostenübernahme bis max. 25 Euro durch die Gothaer Tierkrankenversicherung in allen Tarifen (OP-Versicherung und Krankenvollschutz)
  • Kostenübernahme sogar, wenn der Chip bereits vor Vertragsbeginn gesetzt wurde, sofern Kosten der/dem Versicherungsnehmer/in entstanden sind (Vorlage der Originalrechnung)
  • Unterschiedliche Regelungen zur Haustierkennzeichnung in den einzelnen Bundesländern, vermutlich bald bundesweit einheitliche Regelungen und Kennzeichnungspflicht

Fazit

Auch ohne bundesweite Kennzeichnungspflicht macht es Sinn, seinen Hund chippen zu lassen und anschließend zu registrieren. Vor allem, weil sie als Besitzer*innen schnell ermittelt werden können, wenn der geliebte Vierbeiner entlaufen ist oder einen Unfall hat. Der großzügige Zuschuss zu den Kosten für den Chip ist ein Service der Gothaer, auf den Sie in allen Tarifvarianten der Tierkrankenversicherung Anspruch haben - damit Sie eine große Sorge weniger haben und sich zudem keine Gedanken über mögliche gesetzliche Änderungen machen müssen.

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