Auto nach einem Unfall.

Autounfall - was tun nach einem Unfall?

Viele Autofahrer, die in einen Unfall verwickelt sind, sind so aufgeregt, dass sie sich nicht an die elementarsten Regeln halten.

Doch das richtige Verhalten nach einem Unfall ist wichtig, vor allem, wenn es um die Sicherheit und Gesundheit der Beteiligten geht. Und auch damit Beweise gesichert und die Schuldfrage geklärt werden können, sollten Sie einen kühlen Kopf bewahren.

Informieren Sie sich nachfolgend darüber, was bei einem Unfall zu tun ist.

Damit es keinen Krach gibt, wenn es doch einmal kracht

Ein Moment der Unaufmerksamkeit - und schon ist es passiert. Ob selbst verschuldet oder durch Fremdverschulden verursacht, in der ersten Aufregung eines Unfalles wird oft vergessen, was zu tun ist. Dabei sind einige Maßnahmen notwendig, zu denen man als Unfallbeteiligter sogar rechtlich verpflichtet ist.

Damit Sie im Notfall einen klaren Kopf bewahren, haben wir Ihnen eine Checkliste mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Checkliste und die Vorlage für den Unfallbericht können Sie weiter unten einfach herunterladen, ausdrucken und ins Handschuhfach Ihres Autos legen.

Nach einem Autounfall gilt: Den Schaden der Versicherung melden

Nach dem Unfall ist meist viel zu erledigen. Auch wenn Sie im Stress sind, sollten Sie daran denken, jeden Autounfall Ihrer Versicherung melden.

Das Schaden-Service-Center der Gothaer erreichen Sie zum Beispiel täglich und rund um die Uhr unter:

+49 30 5508-81508

Alternativ können Sie auch unsere Online-Schadensmeldung verwenden.

Checkliste – Mit diesen acht Schritten verhalten Sie sich richtig nach einem Autounfall

I. Sicherheit und Gesundheit

Bewahren Sie nach einem Unfall Ruhe und Übersicht, um weitere Schäden zu vermeiden. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie Ihre Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck in mindestens 100 Meter Entfernung auf. Auf der Autobahn sollten Sie das Warndreieck 200 Meter vor der Unfallstelle aufstellen und sich danach sofort an einen sicheren Ort, zum Beispiel hinter die Leitplanke, zurückziehen. Bitten Sie außerdem Unfallzeugen an der Unfallstelle zu warten.

Retten Sie alle Unfallbeteiligten aus dem Gefahrenbereich. Befreien Sie Eingeschlossene und bekämpfen Sie Brände sofort. Eine oft verkannte Gefahr droht trotz Absicherung durch kommende Fahrzeuge, insbesondere bei Nebel oder hinter Kurven.

Krankenwagen im Einsatz

Bei schweren Unfällen und auf jeden Fall, wenn es Verletzte gibt, innerhalb Deutschlands die Polizei (Ruf 110) oder in Deutschland und international die Rettungsleitstelle (Ruf 112) informieren und dabei an "die fünf W‘s" denken:

  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Verletzungen sind aufgetreten?
  • Warten Sie auf Rückfragen.

Zur schnellen Lokalisierung können Sie Ihren Notruf auch über die sogenannte "mobile Notrufsäule" absetzen. Über Ihr Handy erreichen Sie die gebührenfreie Hotline unter: 0800 NOTFON D (0800 6683663). Dabei kann ihre genaue Position bestimmt werden.

Die Hotline bietet also denselben Service wie die bewährten Notrufsäulen an Autobahnen und Bundesstraßen, die es ebenfalls weiterhin gibt.

Auch wenn es einige Überwindung kostet: Zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort ist jeder verpflichtet.

Die wichtigsten Schritte im Überblick:

  • Handschuhe anziehen
  • Kontrolle von Atmung und Puls
  • Atemspende
  • Stabile Seitenlage
  • Erkennen und Behandeln eines Schocks
  • Stillen von Blutungen

II. Beweissicherung und Unfallbericht vorbereiten

Machen Sie am besten Fotos von der Unfallstelle, ansonsten zeichnen Sie eine Skizze. Bei Bagatellschäden können Sie die Fahrzeugpositionen mit Kreide aus dem Verbandkasten auf der Straße markieren. Notieren Sie Datum und Uhrzeit des Unfalls, erfragen Sie die Daten des Unfallgegners und – falls vorhanden – von Zeugen.

Bei Bagatellschäden sollten Sie möglichst schnell die Fahrbahn räumen. Dabei darauf achten, dass keine Gegenstände zurückbleiben.

Die Aufregung am Unfallort verleitet zu unbedachten oder missverständlichen Äußerungen. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Schuld am Unfall anerkennen: Sonst darf in bestimmten Fällen die Versicherung später die Zahlung verweigern. Nur bei eindeutigem Verschulden sollten Sie ein Verwarnungsgeld von der Polizei akzeptieren.

Wenn der Unfallgegner Ihnen seine Versicherung nicht mitteilt, können Sie diese beim Zentralruf der Autoversicherer kostenlos unter 0800 - 250 26 00 erfragen. Hatten Sie einen unverschuldeten Unfall innerhalb der EU, können Sie sich ebenfalls an den Zentralruf wenden. Dort erhalten Sie Informationen zum in Deutschland von der ausländischen Versicherung benannten Schadenregulierungsbeauftragten

Fazit

Wenn es darum geht, was nach einem Unfall zu tun ist, lautet die wichtigste Regel: Ruhe bewahren. Für alles Weitere halten Sie sich am besten an unsere Checkliste, die Sie herunterladen und immer im Handschuhfach dabei haben können. Außerdem gibt’s hier eine Vorlage für den Unfallbericht zum Download:

Download: Vorlage Unfallbericht

Download: Checkliste fürs Handschuhfach

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