Autofahrerin bei Regen

Auto & Regen: Tipps für sicheres Fahrvergnügen

Lenken bringt nichts – und die Bremsen funktionieren auch nicht richtig: Aquaplaning ist die Horrorvorstellung schlechthin für alle, die bei Regen mit dem Auto unterwegs sein müssen.

Wir sagen Ihnen, wie Sie im Ernstfall richtig handeln und wie Sie Ihr Aquaplaning-Risiko minimieren.

Bei Regen mit dem Auto unterwegs? So bleibt die Fahrt sicher!

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Mit hoher Geschwindigkeit rast Ihr Auto in einen plötzlich niedergehenden Platzregen. Lautstark spritzt das Wasser in die Radkästen und seitlich empor. Ihr Auto beginnt unkontrolliert zu schlingern. Wie behalten Sie in dieser Schrecksekunde den Überblick?

Das richtige Verhalten bei Fahren eines Autos bei Regen muss gut eingeübt sein, damit es in gefährlichen Situationen nicht zu folgenschweren Fehlentscheidungen kommt.

  • Was tun bei Aquaplaning?
  • Wo lauern Gefahrenstellen bei starkem Regen?
  • Was bedeutet "Tempolimit bei Nässe"?

Aquaplaning – so verhalten Sie sich richtig

  • Nicht bremsen: Wenn Sie mit Ihrem Auto unvermittelt in Aquaplaning geraten, sollten Sie niemals bremsen.
  • Runter vom Gas: Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit: Gang raus und ausrollen lassen oder vorsichtig Gas wegnehmen! Als Automatikfahrer müssen Sie die gewählte Fahrtstufe beibehalten. Die tückische Eigenschaft des sogenannten Aquaplaning besteht darin, dass schon bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h die Reifen das auf der Straße stehende Regenwasser nicht mehr verdrängen können und aufschwimmen. Die Folge: Zwischen Reifen und Straßenbelag schiebt sich ein Wasserkeil, der Bremsen und Lenkung erst einmal außer Gefecht setzt - deshalb bei Starkregen niemals schneller als 80 km/h fahren!
  • Lenkrad geradeaus halten: Das Lenkrad sollten Sie möglichst geradeaus halten. Vermeiden Sie heftige Lenkbewegungen und starke Lenkradeinschläge. Wenn Sie mit quergestellten Reifen wieder auf griffigen Untergrund kommen, kann dies zu schlimmen Unfällen führen.
Nasse Sraße

Tempolimit "bei Nässe": Was soll das eigentlich genau heißen?

Wenn man es nicht einmal trocken von der eigenen Haustür ins Auto schafft, ist der Fall recht klar. Aber bei Nieselregen oder kurzen Schauern?

Laut Urteil des BGH liegt "Nässe" dann vor, wenn ein Wasserfilm die gesamte Fahrbahn bedeckt. Gut zu wissen, denn wird das Tempolimit überschritten, drohen bei Unfällen Bußgelder, Leistungsbegrenzungen in der Kaskoversicherung oder sogar Regressansprüche des Haftpflichtversicherers - ob man das nun wusste oder nicht.

Auto & Regen: Vorsicht bei Aquaplaning-Fallen

Wo müssen Sie mit Gefahrenquellen rechnen? Im Prinzip sind die deutschen Fahrbahnen so gebaut, dass Regenwasser schnell ablaufen kann. Doch es gibt Aquaplaning-Fallen: Seien Sie besonders vorsichtig auf den rechten Fahrspuren der Autobahnen, denn dort haben sich oft Spurrillen gebildet. Bedenken Sie auf Steigungen, dass Ihnen bei starkem Regen das Wasser entgegenläuft. Wer auf einer berüchtigten Aquaplaning-Strecke einen Unfall hat und durch entsprechende Hinweise nicht vorgewarnt wurde, kann vom verantwortlichen Bundesland Schadenersatz verlangen, denn Verkehrsteilnehmer müssen, zum Beispiel durch entsprechende Hinweisschilder, Baken oder Leitkegel ausreichend vor Aquaplaning gewarnt werden.

Fazit

Autofahren bei Regen kann seine Tücken haben – und schnell gefährlich werden. Doch mit den Sicherheitshinweisen auf dieser Seite können Sie das Schlimmste vermeiden.

Das Wichtigste: Fahren Sie vorausschauend. Schwarze, tief hängende Wolken, plötzliche Windböen und erste, dicke Regentropfen sind Indizien für einen bevorstehenden Starkregen. Auch entgegenkommende Fahrzeuge mit eingeschaltetem Abblendlicht und heftig arbeitenden Scheibenwischern sind ein guter Hinweis. Wenn Sie die Situation rechtzeitig erkannt haben, können Sie frühzeitig die Geschwindigkeit senken, die Überholspur verlassen und einen extra großen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug aufbauen.