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Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Das Gedächtnis leistet mehr als ein Computer

Immer mehr Menschen verabschieden sich aus dieser Welt

Das Gehirn macht den Menschen einzigartig und bestimmt mit seinem gigantischen Speicher, wie wir die Welt wahrnehmen und begreifen. Um so problematischer ist es, dass immer mehr Menschen an Demenz erkranken und sich aus dieser Welt verabschieden. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, wie man dem Vergessen entgegentreten kann.

Bild Gedächtnis: Kopf im Profil mit Gehirnströmungen


An den ersten Kuss können wir uns oft ein Leben lang erinnern. Die Formeln des Zitronensäurezyklus indes vergessen wir meist schon sofort nach der Klassenarbeit. Die Sprache unseres Gedächtnisses ist kompliziert und längst noch nicht in Gänze erforscht. Doch eines ist klar: Im Langzeitgedächtnis gibt es einen Speicher für Fakten (das semantische Gedächtnis), einen für Bewegungsabläufe und Handlungen (prozedurales Gedächtnis) und einen fürs eigene Leben (das episodische Gedächtnis).

Und immer, wenn Gefühle mit im Spiel sind, erinnern wir uns besonders gut. Könnte man den Zitronensäurezyklus mit viel Emotion aufpeppen, ließe sich die Formel bestimmt länger konservieren. Aber auch so schon gilt: Unser Gedächtnis ist phänomenal und schlägt in seiner Leistungsfähigkeit in vielerlei Hinsicht einen Computerprozessor. Ständig nimmt unser Gehirn Reize auf, ordnet sie und legt sie in unterschiedlichen Gehirnarealen ab. Das Gehirn macht uns einzigartig und bestimmt mit seinem gigantischen Speicher, wie wir die Welt wahrnehmen und begreifen.

Das stimulierte Gehirn bildet permanent neue Nervenzellen

Bild: Schachbrett mit zwei Schachfiguren
Lesen wir einen Satz, so gelangen Impulse vom Auge aus über einen Strang aus einer Million Nervenfasern direkt ins Gehirn. In Sehzentren im hinteren Bereich des Gehirns werden Informationen verarbeitet. Hier macht das Gehirn aus den einzelnen Buchstaben ein Wort, einen Satz und dechiffriert dessen Sinn. Gleichzeitig wird entschieden, wie wichtig der Satz ist - er landet für einige Minuten im Kurzzeitgedächtnis. Das Langzeitgedächtnis verteilt sich über die Großhirnrinde, und ob der Satz dort Einlass findet, entscheidet der Hippocampus, ein Gehirnareal in der Hirnmitte. Der Hippocampus ist so etwas wie die Sortiermaschine des Gehirns, er wirft Informationen in den Müll oder legt sie im Langzeitspeicher ab.

Wesentliche Kriterien dabei: Aufmerksamkeit und Gefühl. Der Satz aus der Zeitung, der unsere Konzentration fordert, aber auch der Satz aus der E-Mail einer lieben Freundin, der uns berührt, landet im Langzeitgedächtnis. Der Rest verschwindet gleich wieder im Papierkorb des Vergessens.

Klar ist, dass so eine komplexe Arbeit enorm viel Energie beansprucht. Obwohl das Gehirn lediglich zwei Prozent unseres Körpergewichts ausmacht, verbraucht es doch ein Fünftel unseres Grundumsatzes. Schließlich verfügt es über etwa 100 Milliarden Nervenzellen, und die wiederum sind in über zehn Billionen Nervenverbindungen miteinander verknüpft. Wird eine Nervenzelle von einem ankommenden Reiz erregt, leitet sie einen elektrischen Impuls mithilfe von Botenstoffen an ihre Nachbarzellen weiter. Man nennt das, sie "feuert".

Lernen wir etwas Neues, das unser Gedächtnis abspeichert, feuern verschiedene Nervenzellen, und die Verbindung zwischen bestimmten Neuronen verstärkt sich. Je häufiger sich ein Erlebnis oder der Lernvorgang wiederholt, desto stärker wird auch das Netz zwischen den Nervenzellen gewebt. Optimal sei es, so sagt Hirnforscher Professor Emrah Düzel, wenn wir unser Gehirn ständig fordern, geistig und körperlich mit neuen Anregungen versorgen. Denn so wird das Gehirn stimuliert, und es bilden sich permanent neue Nervenzellen.

Dachte man früher, dass ab einem bestimmten Lebensalter die Gehirnmasse nur noch abnehmen kann, weiß man heute, dass sich bis ins hohe Alter neue Nervenzellen bilden können.

Ständige geistige und körperliche Anregungen stimulieren das Gehirn

Die Experten sprechen heute auch von der so genannten "Plastizität" des Gehirns. Je plastischer unser Denkorgan von unseren Erfahrungen, dem Erlebten und Erlernten gebaut wird, je stärker also das Neuronennetz mit all seinen Querverknüpfungen ist, desto besser wappnen wir uns.

Ganz deutlich wird das bei Vorgängen, die sich oft wiederholen, wie zum Beispiel dem Autofahren: Darüber müssen wir gar nicht mehr nachdenken, das Gehirn weiß genau, was es zu tun hat. Die meisten Menschen können sich folglich beim Autofahren mit dem Beifahrer unterhalten oder Musik hören und gleichzeitig mit den Händen schalten, mit den Füßen Gas geben sowie mit den Augen die Straße im Blick halten.

Mit dem Alter lässt das Gedächtnis, wie andere Körperfunktionen auch, oftmals nach. Wir vergessen mehr. In schweren Fällen spricht man von einer Demenz, unter der 1,2 Millionen Deutsche leiden. Experten halten Demenz für die alles dominierende Volkskrankheit der nächsten Jahrzehnte. Schon jetzt kostet die Betreuung dementer Personen 70 Millionen Euro - täglich. Und, wir werden immer älter.

Doch das muss kein Grund zur Panik sein: Die neueste Forschung zeigt, dass ein "hirngesunder" Lebensstil uns lange geistig beweglich halten kann und unsere Lebensweise ein wesentlicher Einflussfaktor ist. Was wir lange nicht gedacht hätten: Körperliche Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um das Gedächtnis bis ins hohe Alter fit zu halten.

Denn wer sein Risiko für hohen Blutdruck, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen gering hält, läuft auch deutlich weniger Gefahr, geistig unbeweglich zu werden. Am besten sei es, so Hirnforscher Emrah Düzel, sich körperlich und geistig zu fordern sowie viele soziale Kontakte zu pflegen. Denn auch der Freundeskreis hält uns agil und beugt Vereinsamung und Isolation vor. Die positive Erkenntnis aus der Demenzforschung: Wir sind dem Vergessen nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil. Jeder Einzelne kann selbst viel für den Aufbau und die Beschaffenheit seines Gehirns tun.

Mediterrane Kost kann Demenz bremsen

Bild: Zucchini
An der Uniklinik in Homburg hat Alzheimer-Forscher Dr. Marcus Grimm nach einer jahrelangen Studie eine Diät entwickelt, die das Demenzrisiko stark reduzieren kann. Die wissenschaftliche Erklärung ist biochemisch kompliziert, aber einfach umgesetzt:

Wer seine Ernährung auf mediterrane Kost umstellt, wenig Fleisch, dafür reichlich Obst und Gemüse (zum Beispiel Zucchini), pflanzliche Öle und Seefisch isst, bremst die Stoffwechselprozesse im Gehirn, die zu Alzheimer führen. Dafür sorgt hauptsächlich die pflanzliche Substanz Stigmasterol. In Tierversuchen wurde die Anti-Alzheimer-Diät mittlerweile bestätigt.

Fünf Tipps für die geistige Beweglichkeit

  • 1. Sport: Treiben Sie Sport, bei dem Sie ins Schwitzen geraten, denn dabei ist Ihr Gehirn gefordert. Am besten verbinden Sie Bewegung mit Neugier und erkunden auf den Joggingpfaden neue Routen. Experten nennen dies einen "explorativen" Lebensstil. Die Hirnareale, die bei einer Demenz betroffen sind, sind ursprünglich dazu ausgelegt, die Welt zu erkunden, zu explorieren. Die sollten Sie also möglichst lange füttern und auf Trab halten.
  • 2. Gehirn-Jogging: Trainieren Sie Ihr Arbeitsgedächtnis durch das Lösen von Sudoku, Kreuzworträtseln oder indem Sie versuchen, sich Telefonnummern zu merken. Professor Düzel: "Das sind Prozesse, die gefordert werden, wenn Gedächtnisleistungen abnehmen. Dann muss man effiziente Suchmechanismen haben und man ist häufiger darauf angewiesen, Informationen im Arbeitsgedächtnis zu halten."
  • 3. Geistig aktiv bleiben: Bleiben Sie geistig aktiv. Neugier ist eine gute Eigenschaft fürs Gehirn, denn alles Neue stimuliert unser Denkorgan. Wie wäre es mit einem anspruchsvollen Hobby? Einem Literaturkreis zum Beispiel? Oder lernen Sie eine neue Sprache. Oder lassen Sie sich von Ihren Kindern/Enkeln neue Spiele auf dem Tablet oder der Spielekonsole zeigen, auch das regt unser Gehirn an.
  • 4. Ernährung: Ernähren Sie sich gesund. Fast Food ist ein Risikofaktor. Achten Sie auf frische und vielseitige Nahrung, damit beugen Sie schädlichen Stoffwechsel- oder Gefäßerkrankungen vor.
  • 5. Soziale Kontakte: Pflegen Sie auch im Alter Ihre sozialen Kontakte. Bleiben Sie interessiert, suchen Sie den Kontakt zu Gleichaltrigen, aber auch zu der jungen Generation. Vereinsamung und Isolation führen unter Umständen zu Depressionen und damit auch zu geistigem Verfall.

Demenz: Wenn die Nerven sterben

Wenn man sich nicht mehr richtig erinnert und nicht mehr aufmerksam ist, sind das die ersten Symptome für eine Demenz. Eiweißablagerungen stören das Gehirn.

Demenz kommt aus dem lateinischen und heißt übersetzt "ohne Geist". Im Laufe einer Alzheimer-Erkrankung, der häufigsten Form einer Demenz, verändert sich das Gehirn: Die Nervenzellen im Gehirn sterben langsam ab, und es bilden sich Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen, die die Leistungsfähigkeit des Gehirns immer weiter einschränken. Erste Symptome sind Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen. Das Sprechen und Denken verlangsamt sich. Auch haben die Erkrankten zunehmend Probleme, sich zu orientieren. Es fällt ihnen schwer, sich an Namen und Gesichter zu erinnern.

Im weiteren Verfall kommt es zu einem Nachlassen der Motivation, das Interesse an Freunden und an Hobbys verringert sich, und die Persönlichkeit verändert sich insgesamt. Manche Betroffene werden depressiv, einige ängstlich oder aggressiv. Demenz bedeutet nicht automatisch eine Alzheimer-Krankheit. Demenz wird auch durch Gefäßverschlüsse im Gehirn, Stoffwechselprobleme und Drogenmissbrauch ausgelöst. Aber auch Depressionen können eine Demenz verursachen.

Um die Ursache zu behandeln, ist eine frühe Diagnose wichtig. Von den 60-Jährigen ist jeder 100. betroffen, bei den 90-Jährigen jeder Dritte.

Alzheimer: Hilfe für Angehörige und Betroffene

Ein Alzheimer-Telefon mit professioneller Beratung für Betroffene und Angehörige bietet die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft an: 01803 171017 oder 030 259379514, von Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 15 Uhr.

Über den Link www.alzheimer-forschung.de finden Sie interessante Internet-Seiten und hilfreiche Adressen.

Das Ratgeber-Buch der Stiftung Warentest "Demenz, Hilfe für Alzheimerkranke und ihre Angehörigen" informiert nicht nur über medizinische Aspekte, sondern auch über rechtliche Vorsorge, finanzielle Hilfe, Gesetzesänderungen bei Patientenverfügung etc. Es kostet 19,90 Euro und kann über www.test.de bestellt werden.

Auch im Gothaer Gesundheitsportal finden sich Informationen zu Demenz.

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