Nachhaltigkeit bei Betrieb und Beschaffung: Glühbirne mit Pflanze statt Birne in Landschaft. Nachhaltigkeit bei Betrieb und Beschaffung: Glühbirne mit Pflanze statt Birne in Landschaft.

Nachhaltigkeit vor Ort

Betrieb & Beschaffung

Durch die Gestaltung der innerbetrieblichen Infrastruktur und Arbeitsweise nimmt die Gothaer Einfluss auf den eigenen ökologischen Fußabdruck und den ihrer Lieferanten. Dies geschieht durch die Einbeziehung sozialer und ökologischer Aspekte beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen.

Nachhaltigkeit vor Ort

Entwicklung der Klimabilanz: Corporate Carbon Footprint.

Basis: Der Corporate Carbon Footprint der Gothaer

Der Corporate Carbon Footprint ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung einer weiterführenden Klimaschutzstrategie. Auf der Basis dieser Analyse können Reduktionspotenziale und -hebel identifiziert, entsprechende Maßnahmen zur Reduktion entwickelt und eine ambitionierte Klimaschutzstrategie erarbeitet werden.

Die erste Bilanz basiert auf den Daten von 2018 und umfasst die Emissionen am Hauptsitz in Köln, an dem 2018 circa 3.000 Mitarbeitende tätig waren.

Für das Jahr 2020 zeichnen sich pandemiebedingt niedrigere Emissionen ab. Zudem werden ab 2020 der Bezug von erneuerbarer Energie für Zukäufe der Kölner Hauptverwaltung sowie die Modernisierung unseres hauseigenen Blockheizkraftwerks wirksam. Seit 2020 umfasst die Klimabilanz weitere Außenstandorte in Göttingen und Berlin, welche 18 % der derzeitigen Gesamtemissionen ausmachen.

Bis 2025 hat sich die Gothaer das Ziel gesetzt, ein Drittel ihrer Emissionen des Basisjahres (2018) zu reduzieren und prüft fortlaufend die Möglichkeiten hierzu.

Die Gothaer arbeitet bei der Erstellung der Klimabilanz mit dem Dienstleister ClimatePartner zusammen, der auch bei Auswahl und Erwerb geeigneter und hochwertiger Klimaschutzprojekte unterstützt. Die Verifizierung der CO2-Bilanz und Klimaneutralität erfolgt über den TÜV Nord.

Entwicklung der Emissionen: Emissionen im Zeitverlauf nach Scopes.

Bei der Erstellung der Klimabilanz handelt die Gothaer nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Das GHG Protocol ist ein international anerkannter Standard für die Bilanzierung von Unternehmensemissionen. Er wurde durch das World Resources Institute (WRI) und den World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) entwickelt.

Windkrafträder auf einem Berg.

Klimaneutralität durch Unterstützung von Klimaschutzprojekten

Die Gothaer arbeitet bei der Auswahl der Klimaschutzprojekte mit ClimatePartner zusammen und gleicht die entstandenen Emissionen der Hauptverwaltung durch Klimaschutzprojekte in den Bereichen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien aus.

Klimaneutralität beschreibt den Prozess der Berechnung und Minderung der Emissionen sowie Kompensation solcher Emissionen, die sich nicht durch technische oder sonstige Maßnahmen vermeiden lassen. Ein Produkt oder ein Unternehmen wird somit nicht als frei von CO2 dargestellt, stattdessen werden die anfallenden Emissionen durch die Unterstützung unterschiedlicher Klimaschutzprojekte kompensiert. Es handelt sich in diesem Sinne um rechnerische Klimaneutralität auf Organisationsebene.

Der Mechanismus des CO₂-Ausgleichs gründet auf der Tatsache, dass sich Treibhausgase gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen und die Treibhausgaskonzentration somit überall auf der Erde in etwa gleich ist. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können daher durch Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort rechnerisch ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich erfolgt durch Klimaschutzprojekte.

Klimaneutralität durch Unterstützung von Klimaschutzprojekten.

Klimaschutzprojekte der Gothaer

Die Gothaer Versicherung unterstützt das Projekt Windenergie in Sidrap, Indonesien.

Ausbau der Windkraft in Indonesien

Die Gothaer unterstützt das Projekt Windenergie in Sidrap, Indonesien.

  • Verifiziert von Carbon Check (India) Private Ltd.
  • Projektstandard: Gold Standard VER (GS VER)

Der Anteil erneuerbarer Energien in Indonesien ist im Vergleich zu dem vorhandenen Potenzial noch sehr gering. Weniger als ein Drittel des Stroms wird aus erneuerbaren Quellen ge­won­nen, ein verschwindend geringer Teil davon aus Wind­kraft. Zudem ist das Land wegen des steigenden Ver­brauchs ab­hängig von Stromimporten. Die Unterstützung aus unserem Klima­schutz­projekt ermöglichte den Bau und Be­trieb eines Wind­parks in der Nähe der Dörfer Mattirotasi und Lainungan im Watang Pulu Subdistrict, Sidrap Regency in der Provinz Süd-Sulawesi. Die Anlage besteht aus 30 Turbinen und hat eine Gesamtleistung von 75 MW. Das Kraftwerk erzeugt durch­schnitt­lich 253 GWh pro Jahr, die in das nationale Strom­netz Indo­nesiens eingespeist werden. Das Projekt trägt dazu bei den Anteil erneuerbarer Energien am indonesischen Ener­gie­mix zu erhöhen und reduziert gleichzeitig die Ab­hängig­keit von Stromimporten. Zudem hat es mehrere po­si­tive Aus­wirkungen auf die nachhaltige Entwicklung in der Region.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Windenergie?

Da Energie aus Wind ohne fossile Brennstoffe erzeugt wird, gilt sie als emissionsfrei. Der Ausbau erneuerbarer Energie­er­zeugung ist essenziell, um die globale Erwärmung auf­zu­halten und langfristig die Energieversorgung zu sichern. Die Menge der eingesparten Emissionen in einem Wind­kraft­projekt wird anhand der so genannten Baseline-Methode berechnet: Wie viel CO2 würde die gleiche Menge Energie mit dem üblichen Strommix der Region verursachen?

Beitrag des Klimaschutzprojekts zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs):

Beitrag des Klimaschutzprojekts zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs).