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Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Alterseinkünftegesetz

Bild Pflegetagegeldversicherung: Älteres Ehepaar mit Tochter

Nachgelagerte Rentenbesteuerung

Das Alterseinkünftegesetz

Mit dem 01.01.2005 ist das "Gesetz zur Neuordnung der einkommenssteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen" - kurz Alterseinkünftegesetz - in Kraft getreten. Ein wichtiger Schwerpunkt des Gesetzes ist der Übergang zur nachgelagerten Besteuerung von Altersbezügen. Für Beitragszahler und Rentner bedeutet dies: Die Bezüge von Rentnern werden nach und nach - Neurentnerjahrgang für Neurentnerjahrgang - steuerpflichtig. Dafür werden die für die Altersvorsorge zu entrichtenden Beiträge für jeden Erwerbstätigen über die Jahre allmählich von der Einkommensteuer freigestellt.

Die Besteuerung von Renten und Kapitallebensversicherungen


Nachgelagerte Besteuerung

Nachgelagerte Besteuerung bedeutet, dass Alterseinkünfte erst dann versteuert werden, wenn diese an den Steuerpflichtigen ausgezahlt werden - also im Alter. Dafür bleiben die Beiträge zur Altersvorsorge in der Erwerbstätigenphase bis zu einem jährlichen Höchstbetrag unversteuert.
Der Übergang zur nachgelagerten Besteuerung und zur Steuerfreistellung der Altersvorsorgeaufwendungen erfolgt aber schrittweise, da die im Falle der sofortigen Einführung eintretenden Steuerausfälle für den Staat nicht tragbar wären.

Gesetzlicher Hintergrund

Mit dem neuen Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) hat die Bundesregierung ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Das Gericht hatte im März 2002 entschieden, dass die unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes unvereinbar ist. Der Gesetzgeber wurde deshalb dazu verpflichtet, spätestens mit Wirkung ab 2005 die Besteuerung neu zu regeln und eine Gleichbehandlung aller Versorgungsempfänger sicherzustellen.

Alle Änderungen auf einen Blick

Gesetzliche Rentenversicherung

Einstieg in die nachgelagerte Besteuerung

  • Die Rentenzahlungen werden für jeden neuen Rentnerjahrgang stärker besteuert. Bei allen, die bereits vor 2005 Rente bezogen und bei allen Neurentnern des Jahres unterliegen 50 Prozent der gesetzlichen Altersrente der Besteuerung. Der verbleibende Anteil von 50 Prozent bleibt steuerfrei und steht lebenslang als persönlicher Steuerfreibetrag in Euro zur Verfügung. Der steuerpflichtige Anteil für jeden Neurentner erhöht sich ab 2006 bis zum Jahr 2020 jährlich um zwei Prozent, danach um ein Prozent.
  • Die Arbeitnehmerbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung und vergleichbare Versorgungswerke werden schrittweise von der Einkommensteuer befreit. Der steuerfreie Anteil erhöht sich schrittweise von 60 Prozent im Jahr 2005 auf 100 Prozent ab 2025.

Private Altersvorsorge

Rentenleistungen werden begünstigt, Kapitalzahlungen verlieren an Attraktivität

  • Die Beiträge zu Lebens- und Rentenversicherungen sind nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar.
  • Die Erträge aus Kapitalzahlungen (Ablaufleistung abzüglich der Beitragssumme) werden zur Hälfte besteuert (z. B. bei einer Kapitalzahlung aus einer Lebensversicherung). Dies gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Auszahlung ab Vollendung des 60. Lebensjahres erfolgt und eine Mindestdauer von zwölf Jahren zurückgelegt wurde. In allen anderen Fällen erfolgt eine volle Besteuerung der Kapitalerträge.
  • Die Ertragsanteile von laufenden privaten Renten werden mit stark abgesenkten Sätzen besteuert. Dies gilt auch für diejenigen, die bereits eine derartige Rente beziehen. Beispiel: Der steuerpflichtige Ertragsanteil beträgt für einen 65-Jährigen Rentner nur noch 18 Prozent statt bisher 27 Prozent.
  • Es wurde eine neue private Rentenversicherung mit einem Leistungsbild analog der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt, die in der Ansparphase steuerlich gefördert wird. Hierfür gibt es einen speziellen Sonderausgabenabzug, der in der Endstufe maximal 20.000 Euro (40.000 Euro bei Zusammenveranlagung) pro Jahr beträgt. Dieser beinhaltet allerdings auch die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Besteuerung von Beitrag und Leistung erfolgt analog dem Stufenmodell der gesetzlichen Rentenversicherung.

Betriebliche Altersvorsorge

Abschaffung der Pauschalbesteuerung bei Direktversicherungen, Arbeitnehmerrechte verbessert

  • Die Möglichkeit der Pauschalversteuerung (pauschale Lohnsteuer in Höhe von 20 Prozent zuzüglich pauschaler Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag statt individueller Steuer) von Beiträgen zu Direktversicherungen entfiel für Neuverträge ab 2005. Neue Renten-Direktversicherungen unterliegen seither der nachgelagerten Besteuerung.
  • Der steuerfreie Höchstbetrag für Entgeltumwandlungen im Rahmen des § 3 Nr. 63 EStG, vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (2006 und 2007 = 2520 Euro), wurde für Neuzusagen ab 2005 um weitere 1.800 Euro pro Jahr angehoben. Dieser Betrag ist allerdings sozialversicherungspflichtig (sowohl bei Arbeitgeberfinanzierung als auch bei Entgeltumwandlung) und kann nur in Anspruch genommen werden, falls nicht parallel die Pauschalversteuerung gemäß § 40b EStG für Altverträge genutzt wird.
  • Die Mitnahmemöglichkeit von Anwartschaften zur betrieblichen Altersvorsorge bei Arbeitgeberwechsel wurde verbessert (die sogenannte Portabilität). Dabei kann die Zusage im Einvernehmen zwischen dem ehemaligen und neuen Arbeitgeber sowie dem Arbeitnehmer übernommen werden oder der Wert der Anwartschaft auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden, wenn dieser eine wertgleiche Zusage erteilt.
  • Der Arbeitnehmer hat das Recht, bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis ohne Entgelt (zum Beispiel Elternzeit), die Versicherung mit eigenen Beiträgen fortzusetzen.

Änderungen bei der Riester-Rente


Bild Riester-Rente: Paar am Laptop

Durch das Alterseinkünftegesetz können bis zu 30 Prozent der bei Rentenbeginn angesparten Kapitalsumme in einem Betrag ausgezahlt werden, ohne dass die staatliche Förderung zurückgezahlt werden muss. Die Beantragung der staatlichen Zulagen wurde zudem durch die Einführung eines Dauerzulagenantrags vereinfacht.
Darüber hinaus wurde zum 1. Januar 2006 für Neuverträge die sogenannte Unisex-Kalkulation eingeführt. Hierbei handelt es sich um die geschlechterneutrale Kalkulation von Beiträgen und Leistungen. Gerne beraten wir Sie persönlich zur Riester-Rente.

Häufig gestellte Fragen zum Alterseinkünftegesetz

Was versteht man unter einer nachgelagerten Besteuerung?

Bei der nachgelagerten Besteuerung bleiben die Aufwendungen zur Altersvorsorge in der Erwerbsphase steuerfrei. Später, in der Rentenphase, sind die Altersbezüge des Ruheständlers in vollem Umfang - unter Berücksichtigung der dann geltenden Freibeträge - steuerpflichtig.

Wann wurde die nachgelagerte Besteuerung von Renten eingeführt?

Seit dem 1. Januar 2005 unterliegt die Hälfte der gesetzlichen Rente der Einkommensteuer. Dies gilt für die damaligen Rentenempfänger und für diejenigen, die erstmals 2005 Rente erhielten.

Für die Neurentner der Folgejahre wird ein höherer Prozentsatz der Altersrente besteuert. Dieser erhöht sich bis zum Jahre 2020 jährlich um zwei Prozent, ab 2021 bis 2040 um jährlich ein Prozent.

Beispiel: 2008: 56 Prozent, 2009: 58 Prozent usw...

Was änderte sich bei meinen bestehenden Lebensversicherungsverträgen?

Verträge, die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, sind von den steuerlichen Änderungen nicht betroffen. Dynamiken und Erhöhungen konnten letztmalig 2004 steuerfrei abgeschlossen werden. In diesem Fall bleiben auch die daraus resultierenden Dynamikerhöhungen steuerfrei.

Welcher Teil der ausgezahlten Lebensversicherung ist als Ertrag zu bezeichnen?

Der Ertrag ist die Differenz zwischen den eingezahlten Beiträgen und der ausgezahlten Kapitalsumme.

Welche steuerlichen Änderungen ergaben sich im Fall einer Kapitalauszahlung?

Bei Verträgen, die nach dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, unterliegt der Ertrag der Einkommenssteuer. Sofern die Versicherung nach Vollendung des 60. Lebensjahres und nach einer Laufzeit von mindestens zwölf Jahren ausgezahlt wird, unterliegt allerdings nur die Hälfte des Ertrages der Besteuerung.

Welche weiteren Nachteile ergaben sich für Kapitallebensversicherungen?

Die Beiträge zu Kapitallebensversicherungen, die seit dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, sind nicht mehr als Sonderausgaben abzugsfähig.

Wie sieht die steuerliche Regelung für den Todesfall aus?

Im Todesfall bleibt die Leistung kapitalertragssteuerfrei.

Welche Änderungen haben sich für private Rentenversicherungen ergeben?

Wenn Sie statt einer lebenslangen Rentenzahlung eine Kapitalabfindung vorziehen, gelten die gleichen steuerlichen Regelungen wie bei der Kapitallebensversicherung.

Wenn Sie sich für eine lebenslange Rente aus einer privaten Rentenversicherung entscheiden, profitieren Sie dagegen: So wurde der Ertragsanteil einer privaten Rentenversicherung, der der Einkommensteuer unterliegt, für z.B. einen 65-Jährigen von 27 Prozent auf 18 Prozent gesenkt.
Dies gilt sowohl für bestehende als auch für neue Abschlüsse von Rentenversicherungen.

Was änderte sich im Bereich der betrieblichen Altersversorgung?

Bei Neuzusagen nach dem 31.12.2004 werden auch die Beiträge für eine Renten-Direktversicherung steuerfrei gestellt. Die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung des Beitrages (20 Prozent pauschale Lohnsteuer plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag statt individueller Besteuerung) nach § 40b EStG ist für Neuzusagen zum 1. Januar 2005 entfallen. Im Bereich der kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung fand somit eine Vereinheitlichung in Richtung der nachgelagerten Besteuerung statt.

Gibt es einen Ersatz für den Wegfall der Pauschalbesteuerung?

Für Zusagen, die nach dem 31. Dezember 2004 in der betrieblichen Altersversorgung erteilt wurden, beziehungsweise werden, wurde als Ersatz für den Wegfall der Pauschalbesteuerung nach § 40b EStG der steuerfreie Höchstbetrag (bisher vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung) um einen festen Betrag in Höhe von 1.800 Euro im Kalenderjahr erhöht. Dabei ist zu beachten, dass diese Erhöhung nicht sozialversicherungsfrei ist und nur in Anspruch genommen werden kann, falls nicht parallel die Pauschalversteuerung gemäß § 40b EStG für Altverträge genutzt wird.

Was änderte sich bei bestehenden Kapital-Direktversicherungen?

Hier gilt Bestandsschutz für das geltende aktuelle Steuerrecht.

Was änderte sich bei bestehenden Renten-Direktversicherungen?

Bei bestehenden Renten-Direktversicherungsverträgen, die die Fördervoraussetzungen des § 3 Nr. 63 EStG erfüllen, mussten die Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber bis zum 30. Juni 2005 erklären, ob die Pauschalbesteuerung nach § 40 b EStG beibehalten werden soll.

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