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Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Mechanische Sicherungseinrichtungen - Fenster

Bild Sicherungsrichtlinien: Ein Einbrecher steigt durchs Fenster ein.

Oft kommen die Einbrecher durchs Fenster

Sichern Sie Ihre Fenster

Gegen das Aufhebeln, Einschlagen und Entriegeln von Fenstern werden viele wirksame Sicherungseinrichtungen, auch zur Nachrüstung, angeboten. Diese unterscheiden sich in der Art ihrer Anbringung, Funktionsweise und nicht zuletzt in der Stabilität. Je nach Ausführung können Sicherungseinrichtungen sowohl sichtbar als auch verdeckt montiert werden.

Vor den finanziellen Kosten eines Einbruchs schützt Sie die Gothaer Hausratversicherung

Fenster und Fenstertüren

Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Fenster

Bei ca. 50 Prozent der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern steigen die Einbrecher durch Fenster und Terrassentüren oder Balkontüren (Fenstertüren) ein. Täter scheuen sich auch nicht, über Steighilfen, wie Garagen, Mülltonnen, Gartenmöbel, Leitern o.ä., in Obergeschosse einzudringen.





Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Schwachstellen am Fenster


Bevorzugte Täterarbeitsweisen sind bei Einbrüchen durch Fenster das

1 Aufhebeln der Fensterflügel mit Werkzeugen
2 Einsteigen durch gekippte Fenster
3 Öffnen des Fenstergriffs, nachdem eine Durchgriffsmöglichkeit geschaffen wurde; z. B. indem das Glas eingeschlagen wurde

Zu beachten ist:

  • Abschließbare Fenstergriffe bieten bei Standardbeschlägen keinen Schutz gegen die Hauptarbeitsweise von Einbrechern: das Aufhebeln des Fensterflügels mit Werkzeugen
  • Der Durchstieg durch eingeschlagene Fensterscheiben wird von Einbrechern selten praktiziert. Die Lärmentwicklung, das Verletzungsrisiko und auch das Entdeckungsrisiko sind hoch.
  • Offene und gekippte Fenster und Balkon- oder Terrassentüren ziehen Einbrecher geradezu an. Vielfach suchen und nutzen die Täter Gelegenheiten, durch offene oder gekippte Fenster einzusteigen.
  • Täter, die an Sicherungen an der Griffseite der Fenster scheitern, versuchen oft, sich an den Bandseiten Zugang zu verschaffen. Daher müssen auch diese gesichert werden.
  • Mehrfachverglasungen, die zur Wärmedämmung dienen, haben keine Auswirkung auf die mechanische Sicherheit des Fensters. Für einen Täter ist es unerheblich, ob er ein einfach oder ein mehrfach verglastes Fenster aufbricht. Auch eine erhöhte Geräuschentwicklung darf beim Einschlagen eines mehrfach verglasten Fenster nicht erwartet werden.
    Hinweis: Zwischen den Scheiben befindet sich kein Vakuum, daher kommt es beim Glasbruch auch nicht zu einem Implosionsknall.
  • Ohne Auswirkungen auf den Einbruchschutz sind auch Verglasungen mit Drahteinlage oder so genanntes Sicherheitsglas – bei diesem handelt es sich ausschließlich um eine Verglasung für den Personenschutz, die lediglich verhindert, dass das Glas bei der Zerstörung in Bruchstücke mit verletzungsträchtigen Kanten zerfällt.

Fensterbeschläge

Die in den Fensterflügel und Fensterrahmen integrierten Verschlüsse (Beschlag/Bänder) sind häufig zu schwach ausgeführt. Typische Schwachstellen bei Standardbeschlägen sind:

  • Das Material, aus dem die Beschläge gefertigt werden, ist ungeeignet (zum Beispiel bruchgefährdeter Zinkdruckguss).
  • Der Einschluss einfacher Zapfen, zum Beispiel Rollzapfen (das Maß, wie weit der Riegel im verriegelten Zustand vom Schließblech überdeckt wird) ist zu gering. Sie können leicht aus dem Schließblech herausgedrückt werden.
  • Einfache Rollzapfen dienen hauptsächlich dazu, Fensterflügel und -rahmen ausreichend dicht geschlossenen zu halten (Wind- und Regendichtigkeit). Eine Einbruchhemmung ist hierdurch aber nicht gegeben.

Fensterbeschläge mit Pilzkopfzapfen sind aus sicherungstechnischer Sicht zu bevorzugen, weil sich die Zapfen aufgrund ihrer T-Form mit dem Gegenstück "verkrallen".
Zur Sicherung des Fensters können vom Fachmann in vielen Fällen Beschläge mit Pilzkopfzapfen auch nachträglich montiert werden.

Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Einbruchhemmender Fensterbeschlag
Bild: Einfacher Rollzapfen
Bild Sicherungsrichtlinien: Pilzkopf

Bild links: Einbruchhemmender Fensterbeschlag
Bild Mitte: Rollzapfen
Bild rechts: Pilzkopf mit Gegenstück

Zusatzsicherungen

Zeichnung: Anordnung von Sicherungen
Die Einbruchsicherheit von Fenstern mit Standardbeschlägen kann durch ein Nachrüsten mit Zusatzsicherungen erhöht werden. Hierzu werden Nachrüstprodukte für unterschiedliche Anwendungsfälle angeboten. Zusätzliche Verriegelungen haben die Aufgabe, den Flügel in geschlossener Position zu fixieren und das Fenster auch bei Einbruchversuchen sicher geschlossen zu halten. Einen guten Einbruchschutz bieten Nachrüstprodukte, wenn sie
  • Geprüft und VdS-anerkannt
  • In ausreichender Anzahl angebracht
  • Fachgerecht montiert sind

Dabei muss die Bandseite - da die Bänder (Scharniere) von Standardfenstern keine genügende Einbruchsicherheit bieten - ebenso wie die Griffseite gesichert werden.

Um das Fenster- bzw. Fenstertürelement umfassend zu schützen, müssen die Sicherungen grundsätzlich an mehreren Stellen montiert werden. Die Anordnung muss gleichmäßig im gesamten, für einen Einbrecher erreichbaren Bereich erfolgen.

Bild Sicherungsrichtlinien: Selbstverriegelndes Fensterschloss
Der Markt bietet Produkte an, die mit einem Schlüssel oder aber auch über einen praktischen Drehknauf ver- bzw. entriegelt werden. Es gibt weiterhin Zusatzschlösser, die sich völlig selbsttätig – beim Schließen des Fensters – verriegeln. Diese sollten nicht bei Balkon- und Terrassentüren eingesetzt werden, da dann die Gefahr besteht, sich versehentlich auszusperren.

Für Fenster mit mehreren Flügeln werden spezielle Produkte angeboten (siehe Bild links).

Auch zur Sicherung der Bandseiten von Fenstern und Terrassentüren können spezielle Produkte eingesetzt werden. Ein Beispiel einer solchen Bandseitensicherung wird unten gezeigt. Wenn die Montage von üblichen anerkannten Nachrüstprodukten nicht möglich ist, können im Einzelfall auch Teleskopstangen zum Einsatz kommen. Sie haben den Vorteil, dass sie das Fenster zugleich an Band- und Griffseite sichern.

Bild Sicherungsrichtlinien: Zusatzschloss für ein Doppelflügelfenster
Bild: Bandseitensicherung für Fenster
Bild Sicherungsrichtlinien: Teleskopstange

Bild links: Zusatzschloss für Doppelflügelfenster
Bild Mitte: Bandseitensicherung
Bild rechts: Teleskopstange

Standardmäßige Fenstergriffe können auch gegen spezielle Nachrüstprodukte ausgetauscht werden. Diese gewährleisten neben den normalen Funktionen des Griffes auch die zusätzliche Verriegelung des Fensters. Als Stangenschlösser ausgeführte Fenstergriffe verriegeln das Fenster im oberen und unteren Bereich.

Hinweis: Auch mit Stangenschlössern gesicherte Fenster bieten im gekippten Zustand keinen definierten Einbruchschutz. Die Überwindung des gekippten Fensters wird so nur geringfügig verzögert, verursacht jedoch mehr Geräusche als bei einem Fenster ohne Zusatzsicherung. Hierdurch können anwesende Personen gegebenenfalls einen Einbruchversuch frühzeitig bemerken.

Unter dem Gesichtspunkt der Einbruchhemmung ist ein gekipptes Fenster immer als offenes Fenster zu betrachten.

Zur Sicherung von Schiebetüren können – je nach Konstruktion – ggf. zusätzlich Kastenschlösser montiert werden. Wenn dies nicht möglich ist, kann eine Absicherung auch mit einer Vorlegestange erfolgen, die verhindert, dass der Türflügel seitlich verschoben werden kann.

Bild Sicherungsrichtlinien: Fenstergriff mit Zusatzverriegelung
Bild Sicherungsrichtlinien: Fensterstangenschloss
Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Fenster mit Vorlegestange

Bild links: Fenstergriff mit Zusatzverriegelung
Bild Mitte: Fensterstangenschloss
Bild rechts: Vorlegestange

Einbruchhemmende Rollläden

Geprüfte und anerkannte einbruchhemmende Rollläden können andere Sicherungseinrichtungen sinnvoll ergänzen. Als alleinige Sicherung sind einbruchhemmende Rollläden nicht ausreichend, da sie ausschließlich im geschlossenen Zustand mechanischen Schutz bieten und bei gelegentlicher Abwesenheit, etwa bei Einkaufsgängen, normalerweise nicht geschlossen werden. Längerfristig geschlossene Rollläden (zum Beispiel in der Urlaubszeit) stellen einen zusätzlichen Tatanreiz dar, da sie einen potentiellen Täter schnell mutmaßen lassen, dass das entsprechende Haus oder die Wohnung unbewohnt ist. Hier empfiehlt sich der Einbau elektrischer Rollladenantriebe, die durch Schaltuhren angesteuert werden.

Kellerfenster- und Schachtsicherungen

Typische Schwachpunkte bei Kellerfenstern sind:

  • Stahllochblenden (Mäusegitter) mit geringer Materialstärke
  • Angreifbare, mangelhafte Verschlüsse
  • Unzureichende Befestigung im Mauerwerk

Kellerfenster müssen gleichwertig wie alle leicht erreichbaren Fenster gesichert werden. Stahllochblenden, die nicht geöffnet werden müssen, lassen sich mit Flachstahlabschnitten, die am Sturz oder der Fensterlaibung verdübelt sind, zusätzlich stützen.

Kellerfenster, die über Lichtschächte erreichbar sind, können entweder selbst gesichert werden oder indem die Zugänglichkeit des Lichtschachtes erschwert wird.

Eine Abdeckung mit stahlarmierten Glasbausteinen ist begehbar. Sie verfügt über Lüftungsöffnungen und ist im geschlossenen Zustand wind- und regendicht sowie wärmedämmend. Die Abdeckung wird innerhalb des Schachtes gegen Ausheben gesichert. Weiterhin ist der Einbau einer Notausstiegsöffnung möglich. Wenn Lichtschächte mit herkömmlichen Gitterrosten abgedeckt sind, müssen folgende Punkte beachtet werden: Die Gitterroste müssen

  • Stabil und engmaschig sein
  • Gegen Abheben gesichert sein
Zeichnung: Gesicherte Stahllochblende
Bild: Abdeckung mit Glasbausteinen

Bild links: Gesicherte Stahllochblende
Bild rechts: Abdeckung mit Glasbausteinen

Die Verankerung der Abhebesicherung muss immer im Beton bzw. im Mauerwerk erfolgen. In der Wandung eines Kunststofflichtschachtes ist keine stabile Befestigung möglich; sie muss in diesem Fall im Mauerwerk der Hauswand vorgenommen werden.

Insbesondere bei geteilten Gitterrosten ist bei der Anbringung der Abhebesicherung darauf zu achten, dass die leicht angreifbaren Eckbereiche der Roste geschützt werden.

Besonders geeignet für die Sicherung von Lichtschächten sind Rollstabgitter. Innerhalb der Gitterstäbe – die an den Enden mit dem Rahmen verschweißt werden, um die Widerstandsfähigkeit gegen Durchbiegen zu erhöhen – befindet sich ein zweiter, drehbar gelagerter Stab. Beim Sägeversuch dreht sich der innere Stab mit und erschwert somit das Durchtrennen des Gitterstabes.

Bild: Befestigung Betonlichtschacht
Bild: Befestigung Mauerwerk
Bild Sicherungsrichtlinien: geteiltes Gitterrost
Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Rollstabgitter



Bild links: Befestigung im Betonlichtschacht
Bild Mitte links: Befestigung im Mauerwerk beim Kunststofflichtschacht
Bild Mitte rechts: Geteilter Gitterrost
Bild rechts: Rollstabgitter

Lichtkuppeln

Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Lichtkuppeln
Eine Lichtkuppel kann durch die Montage eines Gitters oder eines einbruchhemmenden Glaseinsatzes gesichert werden. Letzteres ist nur möglich,wenn die Lichtkuppel nicht zu Lüftungszwecken genutzt werden soll. Die Befestigung von Lichtkuppeln sollte so erfolgen, dass sie von außen nicht entfernbar ist.

Einbruchhemmende Verglasungen

Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Aufbauprinzip einer einbruchhemmenden Verglasung
Einbruchhemmende Verglasungen erschweren das Einschlagen von Fenstern oder Glaseinsätzen in Türen. Im Privatbereich ist es eher selten, dass Täter Glasscheiben einschlagen, um durch diese in das Gebäude zu gelangen. Einbruchhemmende Verglasungen schützen aber auch wirksam gegen Täter, die die Fenster oder Glaseinsätze von Türen lediglich im Bereich des (innenliegenden) Griffes zerstören, um mit diesem dann das (unverschlossene) Fenster oder die (unverschlossene) Tür zu öffnen.





Zu beachten ist:

  • Einbrecher scheuen sich nicht, Isolierglasscheiben einzuschlagen (etwa um ein Fenster zu entriegeln). Ein Implosionsknall erfolgt nicht. Isolierverglasung ist schall- und wärmedämmend, bietet aber keinen Schutz gegen Einbrecher.
  • Drahtglas oder vorgespanntes Glas, z. B. Einscheibensicherheitsglas (ESG), Sekurit® dient ausschließlich der Unfallverhütung. Es bietet keinen Schutz gegen Einbruch.
  • Der Austausch herkömmlicher Isolierverglasungen gegen einbruchhemmende Verglasungen ist in bestimmten Grenzen möglich. Fenster und Fenstertüren müssen vorher hinsichtlich der Falzkonstruktion und der Tragfähigkeit überprüft werden – der Errichter für mechanische Sicherungseinrichtungen hilft hier gerne weiter.
  • Einbruchhemmende Verglasungen sind nur dann sinnvoll, wenn auch die Beschläge der Fenster oder Fenstertüren einbruchhemmend ausgeführt sind

Verglasungen mit einbruchhemmenden Eigenschaften sind in verschiedenen Schichten aufgebaut. Bei der Konstruktion wechseln sich Glasabschnitte mit speziellen Folien bzw. Kunststoffschichten ab.

Einbruchhemmende Verglasungen sind auch in wärme- oder schalldämmender Ausführung erhältlich.

Einbruchhemmende Fenster

Bild Sicherungsrichtlinien: Einbruchhemmendes Fenster Pilzkopfzapfen


Bei Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten und beim Austausch alter oder beschädigter Fenster oder Terrassen- bzw. Balkontüren (Fenstertüren) bietet sich grundsätzlich der Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster bzw. Fenstertüren an. Sie können Einbrüche verhindern, bei denen Werkzeuge und/oder körperliche Gewalt zum Einsatz kommen. Einbruchhemmende Fenster werden in die Widerstandsklassen N, A, B und C eingestuft. Bereits Fenster der niedrigsten Klasse N sind sehr viel stabiler, als herkömmliche Fensterelemente. Die Stabilität nimmt in den Klassen A, B und C weiter zu. Einbruchhemmende Fenster werden in allen gängigen Materialien, wie Holz, Kunststoff oder Metall, angeboten und sind äußerlich von üblichen Fenstern nicht zu unterscheiden. Zu den wesentlichen Merkmalen eines geprüften und anerkannten einbruchhemmenden Fensters gehören:

  • Stabiler Aufbau von Fensterflügel und Fensterrahmen
  • Hochwertige Befestigung der Verglasung im Fensterflügel
  • Hochwertige Beschläge
  • Hochwertige Verschlusseinrichtung
  • Einbruchhemmende Verglasung

Zudem sind geprüfte und VdS-anerkannte einbruchhemmende Fenster oft bereits für die Anschaltung an eine Einbruchmeldeanlage vorgerüstet. Die Anschaffung einbruchhemmender Fenster, die geprüft und anerkannt sind, ist besonders zu empfehlen, da die Bestandteile solcher Fenster alle aufeinander abgestimmt sind und somit einen innerhalb ihrer Klasse definierten Einbruchschutz gewährleisten.

Fenstergitter

Gitter können das Eindringen von Tätern verhindern. Insbesondere im Keller- und Sanitärbereich kann der Einsatz von Gittern sinnvoll sein. Gitter können entweder in geprüfter und anerkannter Ausführung zur Anwendung kommen oder der Errichter für mechanische Sicherungseinrichtungen erstellt dem jeweiligen Kunden eine individuelle Lösung. Im letztgenannten Fall ist darauf zu achten, dass der Abstand der Gitterstäbe so gewählt wird, dass die Öffnungen im Gitter nicht größer als 10 cm x 25 cm sind.

Gitter können unter anderem

  • Auf die Außenwand gesetzt werden
  • In die Laibung eingesetzt werden
  • Direkt am Fenster- oder Türelement befestigt werden

Generell ist zu beachten, dass die Gitter so befestigt werden, dass sie von außen nicht entfernbar sind. Optimal sind stabile Verankerungen im Mauerwerk mittels aufgespreizten Wandankern.

Bei Gittern ohne VdS-Anerkennung müssen Rundstab-Gitterstäbe einen Mindestdurchmesser von 18 mm und Vierkant-Gitterstäbe einen Mindestquerschnitt von 16 mm x 16 mm aufweisen.

Gitterstäbe von geprüften und anerkannten Gittern können mit geringeren Querschnitten ausgeführt sein, wenn sie einen speziellen Schutz gegen Angriffe mit Metallsägen aufweisen. Solche Gitter bestehen zumeist aus mehreren ineinander gesteckten Gitterstäben. Drehbar gelagerte Innenstäbe drehen sich bei einem Sägeversuch mit; Kernstäbe aus besonders widerstandsfähigen Materialien (zum Beispiel. Manganstahl) zerstören die Zahnung der Säge im Verlauf des Sägeversuchs. Die Arbeit des Täters wird somit erheblich erschwert.

Neben verschweißten Gittern werden auch VdS-anerkannte Produkte angeboten, bei denen ein Gitter aus Einzelelementen durch Steck- und Schraubverbindungen zusammengesetzt und so passend zu den Abmaßen des zu sichernden Fensters montiert werden kann.

Zeichnung: Auf die Wand aufgesetztes Gitter
Zeichnung Sicherungsrichtlinien: Gitterstäbe mit hochwertigem Sägeschutz
Bild Sicherungsrichtlinien: Größenvariables Gitter

Bild links: Auf die Wand aufgesetztes Gitter
Bild Mitte: Gitterstäbe mit hochwertigem Sägeschutz
Bild rechts: Größenvariables Gitter

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