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Gesetzlich krankenversichern

Häufig gestellte Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung

Was ist eine GKV und welche Kassen gibt es?

Krankenkassen sind "Körperschaften des öffentlichen Rechts". Sie sind die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Kraft Gesetz sind sie zur Kostendeckung verpflichtet. Überschüsse müssen in Form von Beitragssatzsenkungen an die Versicherten zurückgegeben werden. Mindereinnahmen werden durch Beitragssatzerhöhungen oder Leistungskürzungen ausgeglichen.

Es gibt folgende gesetzliche Krankenkassen:

  • Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK)
  • Ersatzkassen (Barmer, DAK, Techniker)
  • Betriebskrankenkassen (BKK)
  • Innungskrankenkassen (IKK)
  • berufsspezifische Kassen (See-Krankenkasse, landwirtschaftliche Krankenkassen und die Bundesknappschaft)

Ursprünglich war die Allgemeine Ortskrankenkasse für die gesetzliche Krankenversicherung zuständig. Ersatzkassen boten Versicherungsschutz nur für bestimmte Personengruppen (z. B. Techniker), Betriebskrankenkassen standen nur den jeweiligen Betrieben offen und Innungskrankenkassen versicherten nur die jeweiligen Innungen.

Seit 1996 können grundsätzlich alle Versicherten ihre Krankenkasse frei wählen. So "öffnen" sich seit einigen Jahren vermehrt Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen, das heißt, es können sich jetzt alle Arbeitnehmer bei ihnen versichern. Ebenso haben sich Ersatzkassen für alle Arbeitnehmer geöffnet. Lediglich die berufsspezifischen Kassen sind aufgrund Ihrer speziellen Risiken nach wie vor nur für die speziellen Berufsgruppen geöffnet.

Nach welchem Prinzip arbeitet die gesetzliche Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung folgt dem so genannten Solidaritätsprinzip und nutzt das Umlageverfahren. Die Krankenkassen finanzieren sich aus den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds und sonstigen Einnahmen, zu denen der kassenindividuelle Zusatzbeitrag zählt. Darlehensaufnahmen sind ausdrücklich nicht zulässig. In den Gesundheitsfonds gehen hauptsächlich die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten ein (Arbeitnehmer und Arbeitgeber). Grundsatz ist, dass die Kosten und Ausgaben durch die Einnahmen (Beiträge) der Solidargemeinschaft - also durch alle Mitglieder - finanziert werden. Die Beiträge werden nach dem Einkommen des Mitglieds und dem jeweiligen Beitragssatz berechnet. So zahlt ein einkommensstarkes Mitglied zum Teil erheblich mehr als ein einkommensschwaches Mitglied für die gleichen Leistungen. Risikofaktoren bleiben hierbei gänzlich unberücksichtigt.

Wie werden meine Beiträge in der GKV berechnet? Bleiben sie stabil?

Die Beitragsberechnung der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheidet sich je nach Versichertengruppe. Bei in der GKV Pflichtversicherten wird zur Ermittlung des Versicherungsbeitrages das Arbeitsentgelt herangezogen. Bei freiwillig Versicherten werden zusätzlich zum erwirtschafteten Gewinn gegebenenfalls auch Einnahmen aus Kapitalvermögen (z. B. Zinsen, Dividenden), Vermietung, Verpachtung und zum Teil auch Renten berücksichtigt. Wurde eine selbständige Tätigkeit aufgenommen, die durch einen Gründungszuschuss gefördert wird, wird dieser Zuschuss mit zur Beitragsberechnung herangezogen.

Die Beitragssätze sind seit dem Inkrafttreten des Gesundheitsfonds für alle Krankenkassen einheitlich. Sie sind bei Beschäftigten je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern zu tragen. Der allgemeine Beitragssatz kann jährlich durch eine gesetzliche Änderung an einen eventuell steigenden Finanzbedarf der Krankenkassen angepasst werden. Krankenkassen können zusätzlich einkommensunabhängig einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag erheben, den das versicherte Krankenkassenmitglied stets alleine zu tragen hat.

Die Entwicklung des Gesundheitswesens führt ständig zu erhöhten Kosten: Aufgrund neuer Krankheiten, neuer diagnostischer Maßnahmen und neuer Behandlungsmethoden steigen die Ausgaben im Gesundheitswesen von Jahr zu Jahr. Von dieser Entwicklung ist natürlich auch die gesetzliche Krankenversicherung betroffen. In der privaten Krankheitskostenvollversicherung wird hierfür Vorsorge getroffen: Durch den gesetzlichen Zuschlag von zehn Prozent auf den Beitrag wird neben der Alterungsrückstellung ein "Spardepot" für die Zukunft geschaffen. Diese Möglichkeit besteht in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht.

Grafik Krankenversicherung: Entwicklung des durchschnittlichen Beitragssatzes der gesetzlichen Krankenversicherung

Wer ist in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert?

  • Pflichtversicherte
  • Freiwillig Versicherte
  • Familienversicherte
  • Versicherungsfreie Personen


Pflichtversicherte

Pflichtversichert sind grundsätzlich alle Arbeitnehmer und alle Auszubildende, die eine Beschäftigung gegen Entgelt ausüben. Kriterien für die Versicherungspflicht sind dabei insbesondere:

  • die Beschäftigung ist abhängig (Weisungsgebundenheit)
  • das Arbeitsentgelt übersteigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) nicht regelmäßig
  • die Beschäftigung ist mehr als nur geringfügig

Zu den Pflichtversicherten gehören:

  • Arbeitnehmer, deren Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt
  • Auszubildende
  • Seeleute und Landwirte (in eigenen Kassen)
  • Studenten
  • selbständige Künstler und Publizisten
  • Arbeitslose
  • Sozialhilfeempfänger
  • Rentner, wenn sie mindestens 9/10 der zweiten Hälfte des Zeitraumes ihres Erwerbslebens Pflichtmitglied waren oder Anspruch auf Familienversicherung hatten

Ausnahmen von der Pflichtversicherung

Wer nach Vollendung des 55. Lebensjahres aufgrund Versicherungspflicht von der privaten Krankenversicherung zurück in die gesetzliche Krankenversicherung müsste, bleibt unter Umständen von der Versicherungspflicht ausgeschlossen, muss also nicht zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Davon betroffen sind Personen, die in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert waren und in dieser Zeit mindestens die Hälfte (z. B. als Beamter/Selbstständiger) versicherungsfrei oder nicht versicherungspflichtig waren. Das Gleiche gilt, wenn der Ehepartner beziehungsweise Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes eine dieser Voraussetzungen erfüllt.


Freiwillig Versicherte

Freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung wird grundsätzlich nur derjenige, der nicht pflichtversichert ist. Die freiwillige Versicherung ist weitgehend vom Willen des freiwilligen Mitglieds abhängig. Sie ist jedoch gleichzeitig an strenge Vorversicherungszeiten gebunden.

Die Möglichkeit zur freiwilligen Versicherung besteht für:

  • Arbeitnehmer, die in diesem und im nächsten Jahr über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen
  • Personen, die aus der Versicherungspflicht ausgeschieden sind und in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder unmittelbar vor dem Ausscheiden ununterbrochen mindestens zwölf Monate gesetzlich versichert waren
  • Personen, die aus der Familienversicherung ausscheiden. Seit 01.01.2000 muss auch bei diesen Personen eine Vorversicherungszeit von 24 Monaten in den letzten fünf Jahren oder eine zwölfmonatige Versicherung unmittelbar vor dem Ausscheiden gegeben sein. Bei Kindern reicht es aus, wenn ein Elternteil diese Vorversicherungszeit erfüllt.
  • Personen, die erstmals eine Beschäftigung als Arbeitnehmer aufnehmen und mit ihrem Einkommen bereits über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. Seit dem Jahre 2000 wird die Berufsausbildung nicht mehr als erstmalige Beschäftigung gewertet, somit sind alle Personen beitrittsberechtigt, die nach Abschluss ihrer Berufsausbildung sofort die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten
  • Schwerbehinderte
  • Arbeitnehmer, deren Mitgliedschaft durch Beschäftigung im Ausland endet, wenn sie innerhalb von zwei Monaten nach Rückkehr wieder eine Beschäftigung aufnehmen. Der Beitritt ist der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten anzuzeigen.

Die Beitrittserklärung zur freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung muss der Krankenkasse spätestens drei Monate nach dem Ende der letzten Mitgliedschaft vorliegen. Die individuelle Versicherungsberechtigung prüft die ausgewählte Krankenkasse.


Familienversicherte

Mitversichert sind der Ehegatte und die Kinder, wenn ihr Wohnsitz in Deutschland liegt, keine eigene Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung oder privaten Krankenversicherung besteht und das Gesamteinkommen monatlich unter 1/7 der monatlichen Bezugsgröße liegt.

Darüber hinaus sind Kinder bis zu folgenden Altersstufen familienversichert:

  • bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder
  • bis zur Vollendung des 23. Lebensjahr, wenn sie nicht erwerbstätig sind, oder
  • bis zur Vollendung des 25. Lebensjahr, wenn sie sich noch in der Schul- oder Berufsausbildung befinden

Besondere Altersgrenzen in der Familienversicherung

Die Altersgrenzen erhöhen sich um die abgeleistete Wehr- und Zivildienstzeit. Als Kinder gelten auch Stiefkinder, Enkel und Pflegekinder, die der in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte überwiegend unterhält. Die Altersgrenzen gelten nicht für behinderte Kinder.

Dauert ein Studium über das 25. Lebensjahr hinaus, so ist der Student grundsätzlich in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichert. Diese Pflichtversicherung gilt für Studenten bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Der Beitrag ist gesetzlich festgelegt. Er berechnet sich aus dem BAföG-Bedarfssatz und dem durchschnittlichen Beitragssatz aller Krankenkassen. Er ist im Voraus für das Semester zu zahlen. BAföG-geförderte Studenten können einen Beitragszuschuss erhalten.

Der Anspruch auf Familienversicherung für Kinder ist ausgeschlossen, wenn

  • der mit den Kindern verwandte Ehegatte des Versicherten nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und
  • sein Gesamteinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und
  • sein Gesamteinkommen regelmäßig höher ist als das Gesamteinkommen des Mitglieds

In diesem Fall muss das Kind beim Ehegatten (ggf. auch in der privaten Krankenversicherung) versichert werden.


Versicherungsfreie Personen

Dem folgenden Personenkreis steht es frei, sich als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung oder privat in der privaten Krankenversicherung zu versichern.

  • Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) regelmäßig übersteigt
  • Selbstständige (Ausnahme: Künstler und Landwirte)
  • Freiberufler
  • Personen, die von der Versicherungspflicht befreit sind
  • Beamte, Richter, Zeitsoldaten, Berufssoldaten sowie Personen, die Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge und auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben und Ruhestandsbeamte mit Beihilfeanspruch (und Hinterbliebene)
  • Studenten, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind
  • Geistliche und Lehrer, wenn sie beamtenrechtlichen Vorschriften unterliegen
  • geringfügig Beschäftigte; bei Personen, die noch weitere Beschäftigungsverhältnisse haben und deren Gesamteinkommen 400 Euro übersteigt, werden alle Arbeitsentgelte zusammengerechnet. Das Gesamteinkommen unterliegt dann der Sozialversicherungspflicht.

Was ist eine Beitragsbemessungsgrenze und eine Jahresarbeitsentgeltgrenze?

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist die Grenze, bis zu der der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung bemessen wird. Sie dient der Feststellung des Höchstbeitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Beitrag berechnet sich abhängig von Gehalt und Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei einem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird nur der Beitrag erhoben, der sich aus der gültigen Beitragsbemessungsgrenze ergibt.

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) ist die Bemessungsgrundlage für die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung und wird daher auch Versicherungspflichtgrenze genannt. Liegt das Arbeitsentgelt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze, besteht die Möglichkeit, sich privat zu versichern. Die Krankenversicherungspflicht endet jedoch nicht bereits mit dem Zeitpunkt des Überschreitens. Voraussetzung für den Wechsel freiwillig gesetzlich krankenversicherter Arbeitnehmer zur PKV ist, dass deren Arbeitsentgelt mindestens ein Jahr und in dem Folgejahr die Jahresarbeitsentgeltgrenze überstiegen hat und diese auch im nächsten Kalenderjahr übersteigen wird. Wer unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient, kann sich privat zusatzversichern.

Darüber hinaus dient die Jahresarbeitsentgeltgrenze zur Feststellung der Höhe des maximalen Krankentagegeldes. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 75 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung.

Zur Jahresarbeitsentgeltgrenze zählen alle regelmäßigen Einkünfte wie:

  • Lohn oder Gehalt
  • regelmäßige Sonderzahlungen (z. B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld)
  • Bezüge für Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft (vertraglich geregelt)
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Überstundenpauschalen
  • Sachbezüge (z. B. Dienstwagen, Dienstwohnung)
  • Zweitbeschäftigung (versicherungspflichtig)
  • Tantiemen


Die Beitragsbemessungsgrenze und die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2015:

Beitragsbemessungsgrenze49.500 Euro (jährlich), 4.125 Euro (monatlich)

Jahresarbeitsentgeltgrenze 54.900 Euro (jährlich), 4.575 Euro (monatlich)

Jahresarbeitsentgeltgrenze für Kunden, die bereits am 31.12.2002 PKV-versichert waren 49.500 Euro (jährlich), 4.125 Euro (monatlich)

Welche Leistungen erhalte ich von der GKV?

Grundsatz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist, dass jeder Versicherungsnehmer Anspruch auf eine grundlegende, medizinisch notwendige Versorgung hat. Anspruch auf diese Grundversorgung besteht nur, wenn die Erkrankung in der BRD, in den Ländern der EU oder in den Ländern, mit denen die BRD Sozialversicherungsabkommen getroffen hat, behandelt wird. Nicht erstattungsfähig ist der Rücktransport sowie eine Behandlung in anderen Ländern.

Bitte vergleichen Sie hierzu unsere Informationen zu folgendem Thema:

PKV oder GKV? Die Leistungsunterschiede

Wie haben sich die Leistungen der GKV durch Gesundheitsreformen verändert?

1984 Haushaltsbegleitgesetz

  • Beitragspflicht zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, bei Bezug von Krankengeld

1989 Gesundheitsreformgesetz

  • Festbeträge / Zuzahlungen bei Arzneimitteln
  • Zuschuss für Zahnersatz nur noch 60 Prozent
  • Zuschuss für Brillengestelle nur noch 20 DM
  • Zuzahlungen Fahrtkosten in der Höhe von 20 DM
  • Neuregelung der Krankenversicherung für Rentner (KVdR), 9/10-Regelung

1993 Gesundheits-Strukturgesetz

  • Erhöhung der Zuzahlungen bei Krankenhausaufenthalten
  • Keine Leistung für einfache Arzneien (z. B. Grippemittel)
  • Zuschuss für Zahnersatz nur noch 50 Prozent bis 65 Prozent
  • Budgetierung für Ärzte und Arzneimittel
  • Einführung von Fallpauschalen
  • Verschärfung der 9/10 Regelung Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

1997 Beitragsentlastungsgesetz

  • Erhöhung der Zuzahlungen für Arzneimittel
  • Zuschuss für Brillenfassungen entfällt
  • Keine Leistung bei Zahnersatz für Personen, die nach dem 31.12.1978 geboren sind
  • Erhebliche Kürzungen des Krankengeldes

1997 gesetzlichen Krankenversicherung Neuordnungsgesetz

  • Erhöhung der Zuzahlungen für Arzneimittel
  • Erhöhung der Zuzahlungen für Heilmittel
  • Erhöhung der Zuzahlungen für Fahrtkosten
  • Erhöhung der Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte

1999 Stärkung der Solidarität

  • Verringerung der Zuzahlungen für Arzneimittel
  • Wiedereinführung von Zahnersatz für Personen, die nach dem 31.12.1978 geboren sind
  • Zuschuss für Zahnersatz

2000 Gesundheitsreform

  • keine Rückkehrmöglichkeit in die gesetzliche Krankenversicherung für Personen ab dem 55. Lebensjahr
  • Wegfall der Familienversicherung (= Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung) für privat krankenversicherte Frauen während des Erziehungsurlaubs
  • Rückkehrgarantie in die private Krankenversicherung bei irrtümlicher Kündigung (z. B. wegen Versicherungsfreiheit)

2002 Gesundheitsreform

  • Einführung eines Leistungskataloges getrennt nach Wahl- und Pflichtleistungen
  • Zuschläge für Wahlleistungen
  • Vereinbarungen von Selbstbehalten und grundsätzliche Selbstbeteiligung z. B. für Kosten für Arzt- oder Klinikkosten
  • Hausarztpflicht - für die freie Arztwahl wird ein Zuschlag fällig (ohne Arbeitgeberzuschuss)
  • weitere Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben
  • weitere Erhöhungen der Zuzahlungen für Heil- und Hilfsmittel
  • Kürzungen des Krankengeldes
  • Beitragspflicht auch für Ehegatten
  • Beitragspflicht auch für Mieteinnahmen aus geerbten Immobilien

2004 GKV-Modernisierungsgesetz (GMG)

  • Einführung der Praxisgebühr
  • Änderung der Zuzahlungen bei stationären Aufenthalten sowie bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln
  • Streichungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Neuregelung des Zahnersatzes ab 2005
  • Einkommensabhängiger Sonderbeitrag ab 1. Juli 2005
  • Finanzierung aus Steuermitteln

2007 Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG)

Die Gesundheitsreform 2007 beinhaltet Reformen in folgenden Bereichen:

  • Die Einführung einer Krankenversicherung für alle.
  • Eine Reform der Versorgungsstrukturen und der Kassenorganisation mit dem Ziel, dass Prävention vor Behandlung und Reha vor Pflege steht. Insbesondere für ältere Menschen bedeutet dies ein mehr an Angeboten, um so lange wie möglich selbständig leben zu können. Auch Schwerstkranken soll besser geholfen werden.
  • Eine Reform der Finanzierungsordnung
  • Eine Reform der privaten Krankenversicherung
  • Einführung Gesundheitsfonds

2011 Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz)

  • Einjährige Frist für Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV). Die Versicherungspflicht für Arbeitnehmer endet nach einjährigem Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze (Vor dieser Reform war ein Wechsel für Arbeitnehmer erst nach einer Dreijahresfrist möglich).
  • Befreiungsmöglichkeit bei Teilzeitbeschäftigung
  • Neuregelung des Höchstbeitrages im Basistarif
  • Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV): Der allgemeine Beitragssatz wird zukünftig gemäß § 241 SGB V festgelegt. (Vor dieser Reform: Verordnung durch Bundesregierung). Der Sozialausgleich soll grundsätzlich aus Steuermitteln finanziert werden.
  • Einführung Qualitätsüberprüfungssysteme von Wahltarifen der GKV
  • Vermittlung von Zusatzversicherungen der GKV in Kooperation mit PKV-Unternehmen wird gefördert.

Habe ich über die GKV Versicherungsschutz im Ausland?

  • Es besteht Versicherungsschutz nur in den Ländern der Europäischen Union und in den Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Die Leistung im Ausland ist jedoch auf die Kosten beschränkt, die im Inland entstanden wären.
  • Die Kosten eines medizinisch notwendigen Rücktransportes und Rechnungen von Ärzten und Krankenhäusern aus Staaten, mit denen keine Abkommen getroffen wurden, werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

Der Abschluss von einer privaten Auslandskrankenversicherung wird deshalb auch von der gesetzlichen Krankenversicherung empfohlen.

Habe ich über die GKV Anspruch auf Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall?

Die wichtigsten Aussagen im Überblick:

  • Das Krankengeld wird nach Ende der Lohn- oder Gehaltsfortzahlung ab Beginn der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit gezahlt
  • Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des regelmäßigen Arbeitsentgelts, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt und darf 90 Prozent des entsprechenden Nettogehaltes nicht übersteigen
  • Das Krankengeld wird für Kalendertage berechnet. Wegen derselben Krankheit wird es für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt.
  • Versicherte haben auch Anspruch auf Krankengeld, wenn sie wegen der Betreuung eines kranken Kindes der Arbeit fernbleiben und keine andere zu Hause lebende Person sich um das Kind kümmern kann
  • Das Krankengeld wird um folgenden Versichertenanteil gekürzt: Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegepflichtversicherung

Wie kann ich bei meiner GKV kündigen und zu einer anderen wechseln?

Hierbei sind zwei verschiedene Kündigungen, die "ordentliche Kündigung" und die "Sonderkündigung", zu unterscheiden.

Ordentliche Kündigung

Eine ordentliche Kündigung kann erfolgen, sobald die Bindungsfrist (Mindestvertragslaufzeit) abgelaufen ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Mitgliedschaft in der "alten" Kasse mindestens 18 Monate bestand.

Sonderkündigung

Gesetzlich Versicherte hatten in der Vergangenheit ein Sonderkündigungsrecht, wenn ihre Krankenkasse den allgemeinen Beitragssatz erhöhte. Diese Kündigungsmöglichkeit besteht seit dem 1.1.2009 nicht mehr, denn Beitragsunterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen gibt es im Gesundheitsfonds nicht mehr. Im Gesundheitsfonds ist eine außerordentliche Kündigung nur noch möglich, wenn eine Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt bzw. erhöht oder wenn die Krankenkasse Rückerstattungen gegenüber ihren Mitgliedern reduziert oder gar einstellt.

Die Sonderkündigung muss bis zur ersten Fälligkeit oder der erstmaligen Fälligkeit des Zusatzbeitrags bzw. zum Zeitpunkt der reduzierten oder ganz eingestellten Rückzahlung erfolgen. Die Kündigungsfrist beträgt auch hier zwei Monate zum Monatsende. Bei einer Beitragserhöhung muss die Krankenkasse ihre Mitglieder spätestens einen Monat vor der Fälligkeit des Zusatzbeitrages über die Erhöhung informieren und auf das Kündigungsrecht hinweisen.

Ablehnung der Mitgliedschaft

Die gewählte neue Krankenkasse darf die Mitgliedschaft nicht ablehnen ("Kontrahierungszwang" nach §175 Abs.1 Satz 2 SGB V). Ausnahme: Die notwendigen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (z. B. Vorversicherungszeiten) werden nicht erfüllt oder der Versicherte gehört nicht zum aufnahmeberechtigten Personenkreis der gewählten Kasse. Dann darf ihn die Kasse nicht aufnehmen. Dies kann insbesondere bei Betriebs- und Innungskrankenkassen ohne "Öffnungsbeschluss" passieren. Deren Zuständigkeit ist dann auf bestimmte Berufsgruppen, Betriebe oder Regionen beschränkt.

Wie hoch ist mein Arbeitgeberzuschuss?

Gesetzlich und privat Versicherte erhalten vom Arbeitgeber einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag. Dieser Zuschuss umfasst den Krankenversicherungsschutz für den Arbeitnehmer und seine Angehörigen. Damit der Arbeitnehmer den Arbeitgeberzuschuss erhält, muss er dem Arbeitgeber einen Nachweis über die Art der Vertragsleistung und die berechtigten Personen vorlegen. Änderungen sind dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.

Pflichtversicherte

Der pflichtversicherte Arbeitnehmer erhält vom Arbeitgeber einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 50 Prozent des Beitrages. Dieser wird zusammen mit dem Beitrag, den der Arbeitnehmer zahlt, direkt bei der Gehaltsabrechnung an die gesetzliche Krankenversicherung abgeführt.

Freiwillig Versicherte

Bei einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt folgende Regelung: Der Arbeitgeberzuschuss beträgt die Hälfte des Beitrages, der für einen Versicherungspflichtigen bei der selben Krankenkasse zu zahlen wäre. Er kann jedoch höchstens die Hälfte des Beitrages, den das freiwillige Mitglied tatsächlich zahlt, betragen. Als Berechnungsgrundlage hierzu dient die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) und der durchschnittliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Weitere Beiträge

Private Krankenversicherung

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur privaten Krankenversicherung.


Privat krankenversichern

Vergleich PKV und GKV

Der Vergleich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung.


Vergleich PKV und GKV

Leistungen: PKV oder GKV?

Leistungsunterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung.

PKV oder GKV?