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Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Anna Thalbach: "Theater kommt nie aus der Mode"

"Kunst ist die zärtlichste Erziehungsmethode der Welt"

Schauspielerei, bildende Kunst, Hörbücher - Anna Thalbach ist ein künstlerisches Multitalent. Im Interview spricht die Gothaer Kundin über das gemeinsame Theaterspielen mit der Familie, eine gerechtere Welt ohne Geld und ihre erste Kino-Hauptrolle als "Das kleine Gespenst".


Bild: Anna Thalbach

Theatertalent Anna Thalbach: Die 41-Jährige stand Anfang des Jahres erstmals mit ihrer 19-jährigen Tochter Nellie auf der Bühne. Auch Mutter Katharina war mit dabei. "Sie kann das Beste aus mir herausholen", sagt Anna Thalbach.

Zur Person: Anna Thalbach, 41, wurde in Ost-Berlin geboren und ist die Tochter der Schauspielerin Katharina Thalbach. Nach der Ausbürgerung ihrer Mutter und ihres Stiefvaters aus der DDR wuchs sie in West-Berlin auf. Sie dreht Kino- und TV-Filme, spielt Theater, zeichnet, liest Hörbücher und erhielt mehrere Preise. Zuletzt lieh sie der Figur "Das kleine Gespenst" im gleichnamigen Kinofilm ihre Stimme. Sie ist zudem Botschafterin der Björn-Schulz-Stiftung, die sich um schwerkranke Kinder kümmert.

Gothaer Magazin: Frau Thalbach, Sie spielten beim Theaterstück "Roter Hahn im Biberpelz" mit Ihrer Mutter, Ihrem Onkel und erstmals auch mit Ihrer Tochter Nellie. Gab es Familienzwist?

Anna Thalbach: Nein. Es hat viel Spaß gemacht. Wir verstehen uns alle wirklich gut. Das ist auch kein Hexenwerk. Wenn wir uns nicht so gern hätten, würde das gar nicht so gut funktionieren.

Gothaer Magazin: Welchen Vorteil hat es, mit der Mutter zu arbeiten, die selbst eine große Schauspielerin ist?

Thalbach: Zwischen uns herrscht eine große Vertrautheit. Sie kennt mich und weiß, was in mir steckt. Kein Regisseur kann so gut das Beste aus mir herausholen wie sie.

Gothaer Magazin: Wie unterscheiden Sie sich?

Thalbach: Ich sag mal so: Ich bin diejenige, die ohne Taschenlampe auf die Nachtwanderung geht, weil ich denke, es geht irgendwie auch so. Meine Mutter hat die Taschenlampe dabei und dazu Pflaster und was man sonst alles braucht.

"Heutzutage ist alles schön verpackt, nur ohne etwas drin."

Gothaer Magazin: Wie war es, Ihre eigene Tochter das erste Mal spielen zu sehen?

Thalbach: Wunderschön. Nellie ist jetzt 19 und liebt die Bühne. Es war spannend zu sehen, dass ihr das Theaterspielen liegt. Wir wussten ja vorher nicht, ob sie begabt ist.

Gothaer Magazin: Woran arbeiten Sie zurzeit?

Thalbach: Ich mache viele Hörbücher und Lesungen. Das ist der Hauptteil meiner Arbeit. Demnächst will ich mich auch wieder mehr der bildenden Kunst widmen. Meine Tochter zieht bald aus, dann richte ich mir in ihrem Zimmer ein Atelier ein. Ich freue mich darauf, mir einen Platz zu gestalten und meinen eigenen Rhythmus kennenzulernen. Ich habe ja auch noch nie alleine gewohnt.

Gothaer Magazin: Sie machen dann wieder "Schriftbilder"?

Thalbach: Genau. Ich suche stets nach neuen Formen, aber sie bestehen immer aus Wörtern. Es gibt keine Farben, keine Linien. Für mich sind die Bilder sehr stimmig, und diese Art der Ausdrucksmöglichkeit entspricht sehr meiner Persönlichkeit.

Gothaer Magazin: Gibt es etwas, worauf Sie als Künstlerin besonders stolz sind?

Thalbach: In der bildenden Kunst gibt es viele Werke, beim Theater und bei Lesungen sind es eher Momente. Wenn ich spüre, dass die Leute zuhören, es in ihnen arbeitet. Es ist schön, durch Kunst bei Menschen Türen zu öffnen, ihnen die Möglichkeit zu geben, Dinge um sie herum neu zu betrachten und aus ihrem alltäglichen Bewertungssystem herauszusteigen. Manchmal kann man dadurch Dinge verändern. Kunst ist das zärtlichste Erziehungsmittel der Welt. Sie wirkt nicht durch Zwang, sondern durch Inspiration.

Gothaer Magazin: Welchen Reiz hat für Sie das Vorlesen von Hörbüchern?

Thalbach: Es ist mir sehr vertraut. Seit ich vier bin, lese ich leidenschaftlich gerne. Inzwischen habe ich rund 400 Hörbücher gemacht und lese auch in privaten Wohnzimmern vor, wenn man mich bucht.


Bild: Kuss fürs Publikum - die Schauspielerin Anna Thalbach gewann 2008 den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin.
Kuss fürs Publikum: Die Schauspielerin gewann 2008 den "Deutschen Hörbuchpreis" als beste Interpretin.

Gothaer Magazin: Wurde Ihnen als Kind vorgelesen?

Thalbach: Ja. Es gab ein Stück, bei dem ich wahnsinnig geweint habe: "Die Nachtigall und die Rose" von Oscar Wilde. An solche starken Geschichten mit starken Gefühlen erinnert man sich ein Leben lang und gibt sie von Generation zu Generation weiter. Meiner Tochter habe ich auch vorgelesen.

Gothaer Magazin: Ihr letzter großer Film war "Das kleine Gespenst", ein Animationsfilm. Was bedeutet Ihnen diese Hauptrolle?

Thalbach: Es war eine neue, tolle Erfahrung. Man wartet als Schauspieler ja immer recht lange auf eine Kino-Hauptrolle. Bei mir kam sie endlich, nach so vielen Jahren, und dann hatte ich ganze vier Drehtage. (lacht)

Gothaer Magazin: Wie lief die Arbeit ab?

Thalbach: Ich habe dem Gespenst seine Mimik gegeben, musste 52 Gesichtsausdrücke machen. Dabei habe ich Muskeln bewegt, die ich gar nicht kannte. Anschließend habe ich die Synchronstimme gesprochen. Die meiste Arbeit habe ich gemacht, ohne das Bild zu sehen. Im Studio, ohne Mitspieler, ohne Set.

Gothaer Magazin: Eigentlich schade, oder?

Thalbach: Einerseits schon. Natürlich ist es toll, an einem Set zu stehen, mit Kamera, vielen Leuten und all dem Aufwand. Andererseits finde ich auch das Kleine, Feine, Einsame sehr schön. So wie beim kleinen Gespenst. Das habe ich ganz pur gespielt, auf eine urige Art und Weise. Ohne Schnickschnack und Firlefanz und mit richtig viel Leidenschaft.

Gothaer Magazin: Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Thalbach: Ja, sehr. Erst hatte ich ein bisschen Sorge, weil Kinderfilme heute oft etwas spießig sind. Die Kinder sehen aus wie aus dem Katalog und dann rappen die immer noch. Ich finde das oft gar nicht kindgerecht. Das kleine Gespenst dagegen ist ein sehr klassischer Kinderfilm, bei dem ich mich gefreut habe, dass er so bodenständig ist.

Bild: Anna Thalbach gab dem kleinen Gespenst ihre Mimik und ihre Stimme.

Gothaer Magazin: Was wünschen Sie sich noch für Ihre Karriere?

Thalbach: Einen großen Kinofilm. Gerne auch als Regisseurin. Eben den einen Film, den sich meine Kinder und Enkelkinder dann jedes Jahr zu Weihnachten angucken.

Gothaer Magazin: Glauben Sie, dass Theater irgendwann aus der Mode kommen wird?

Thalbach: Nein, weil die Qualität des direkten Übertragens immer einen Zauber haben wird. Das Problem ist, dass wir in einem Zeitalter der Verpackung leben. Das trifft nicht nur auf die Kunst, sondern auf alle Bereiche des Lebens zu. Alles ist schön verpackt, nur ohne etwas drin. Filme werden mit 3-D aufgeblasen, aber die Story ist schlecht. Vielleicht ist diese Oberflächlichkeit eine Reaktion auf die Vielfalt der heutigen Realität, die so wahnsinnig komplex ist.

Gothaer Magazin: Fehlt es an Kreativität?

Thalbach: Ich denke, dass es zeitgeschichtlich immer mal einen Leerlauf gab, wo die Kultur ausgelutscht war und die Kreativen nicht zum Zuge kamen. Aber so etwas erzeugt immer ein Gegengewicht, und irgendwann kommt etwas Neues. Ich sage auch nicht, dass die Kreativen nicht da sind. Dafür kenne ich zu viele persönlich.

Gothaer Magazin: Denken Sie oft über die Zukunft nach?

Thalbach: Ich neige schon etwas zum Philosophieren, aber ich weiß auch, dass das Leben nicht planbar ist und nicht immer so läuft, wie man sich das wünscht.

Gothaer Magazin: Das mussten auch Ihre Eltern erleben, als sie damals aus der DDR ausgebürgert wurden. Welchen Einfluss hatte diese Erfahrung auf Sie?

Thalbach: Ich war damals erst drei Jahre alt. Meine Eltern waren bestürzt über die Auswüchse des kapitalistischen Systems, welches ich auch ganz garstig finde. Es ist ein System, das den meisten Menschen nichts Gutes tut und nur darauf basiert, dass alles immer wachsen muss. Meine Eltern haben mich sicherlich in diese Richtung geprägt und mir eine kritische Sicht auf die Dinge beigebracht.

Gothaer Magazin: Wie stellen Sie sich eine bessere Welt vor?

Thalbach: Das ist schwierig. Es muss natürlich ein Wertesystem geben. Aber wer soll beurteilen dürfen, mit welcherlei Maß Leistung zu bewerten ist? Ich glaube an den Austausch. Ohne Geben und Nehmen funktioniert die Welt nicht. Möchte ich etwas ernten, muss ich etwas säen. Das ist die Natur der Dinge.

Gothaer Magazin: Statt Geld lieber Tauschhandel?

Thalbach: Ja, so in der Art: Ich gebe dir Milch und du liest mir eine Stunde vor. Das fände ich gut. Außerdem wäre es interessant, eine Welt zu schaffen, wo es für den Menschen selbstverständlich ist, sich zu beteiligen. Wo man nicht alles in Regeln packen muss. Ich würde versuchen, eine große Akzeptanz zu schaffen. Das gilt auch für die Kindererziehung.

Gothaer Magazin: Inwiefern?

Thalbach: Ich würde Kinder viel früher gezielt nach ihren Möglichkeiten fördern. Wenn man seine Kinder wirklich beobachtet und nicht nur versorgt, erkennt man dies sehr früh. Das finde ich besser, als sie mit allem Möglichen vollzustopfen und dann zu sagen: So, jetzt entscheide dich. Man darf auch nicht traurig sein, wenn das Kind nicht das tut, was man sich vorgestellt hat.

Gothaer Magazin: Und wenn Ihre Tochter plötzlich Bankangestellte werden will?

Thalbach: Wenn sie damit glücklich ist, werde ich sie nicht weniger lieben. Ich wäre offen und neugierig, würde sie vielleicht fragen: Ist das nicht langweilig?

Gothaer Magazin: Wird es ein weiteres Thalbach-Familien-Projekt geben?

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