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Wolfgang Niedecken: "Eine Hommage an meinen Schutzengel"

Mit 62 Jahren noch immer den Rock ´n´ Roll im Blut


Seit fast 40 Jahren ist Wolfgang Niedecken als Frontmann der Gruppe BAP im Rock ’n’ Roll-Business. Im Interview spricht der Gothaer Kunde über sein Leben nach dem Schlaganfall, das Älterwerden und sein neues Soloalbum mit Liebesliedern.


Bild: Wolfgang Niedecken

Mit seiner Band BAP feiert Wolfgang Niedecken seit vielen Jahren große Erfolge und geht mit ihr im März 2014 auf Tour.

Zur Person: Wolfgang Niedecken (62) wurde in Köln geboren und studierte dort freie Malerei und Kunstgeschichte. 1976 gründete er die Kölschrock-Band BAP. Neben der Musik ist er bekannt für sein großes politisches und gesellschaftliches Engagement. Er ist Mitgründer des Hilfsprogramms "Rebound", das ehemalige Kindersoldaten in Uganda unterstützt. 1998 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 15 Jahre später sogar mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In der Musikbranche erhielt er 2012 den ECHO für sein Lebenswerk. Niedecken hat mit seiner Frau Tina zwei Töchter und aus erster Ehe zwei Söhne.

Gothaer Magazin: Herr Niedecken, liegt Ihnen nach mehr als 35 Jahren als Musiker der Rock ’n’ Roll noch genauso im Blut wie früher?

Wolfgang Niedecken:Aber hallo! Ich springe natürlich nicht mehr auf der Bühne herum, denn es wäre peinlich, wenn da ein 62-Jähriger als Berufsjugendlicher rumhampeln würde. Aber ruhiger geworden bin ich nicht. Ich mache sehr gerne laute Musik, und es kann auch gerne mal ein bisschen flotter werden.

Gothaer Magazin: Ihr neues Album besteht ausschließlich aus Balladen. Wie kommt das?

Niedecken:Das Album ist meiner Frau gewidmet, der Mutter meiner beiden Töchter. Es sind Lieder aus den vergangenen 25 Jahren, seit wir uns kennen. Ich wollte mich bei ihr bedanken, dass sie mein Leben immer wieder in die Spur gebracht hat. Es ist eine kleine Hommage an meinen Schutzengel.

Gothaer Magazin: Sie meinen Schutzengel, weil sie Ihnen im November 2011, als Sie einen Schlaganfall erlitten, mit ihrer schnellen Reaktion das Leben gerettet hat?

Niedecken:Ja, in diesem Fall war ihr entschiedenes Eingreifen tatsächlich lebensrettend.


Bild: Wolfgang und Tina Niedecken

Gothaer Magazin: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass der Schlaganfall Ihr Leben in ein Davor und ein Danach geteilt hat. Was hat sich verändert?

Niedecken:Ich kann jetzt Dinge viel mehr wertschätzen. Nehmen wir einfache Sachen, wie eine Kaffeetasse zu balancieren, ohne dass etwas überschwappt. Oder lesen und ohne Wortfindungsprobleme zu reden. Das war mir nach dem Schlaganfall nicht möglich. Man kann natürlich nicht sein ganzes Leben denken: Oh wie toll, dass ich morgens aufwache und losgehen kann. Aber manchmal ist es gar nicht so schlecht, darüber nachzudenken, dass nicht alles selbstverständlich ist und sein Anspruchsdenken zu überprüfen.

Seit 25 Jahren ein Paar: Niedecken mit Ehefrau Tina.
Das Paar hat zwei gemeinsame Töchter.

Gothaer Magazin: Hatten Sie Angst, nie mehr der Alte zu sein?

Niedecken:Es war seltsam, aber als der Schlaganfall passierte und um mich herum eine riesige Unruhe herrschte, hatte ich ein absolut zuversichtliches Gefühl. Ich wusste, dass alles wieder so wird wie vorher. Teilweise ist es sogar noch besser geworden.

Gothaer Magazin: Glauben Sie an Schicksal?

Niedecken: Ich habe schon das Gefühl, dass es irgendwo jemand sehr gut mit mir meint. Und den würde ich ungern enttäuschen.

Gothaer Magazin: Sind Sie religiös?

Niedecken: Ich halte vieles für möglich, auch in religiöser Hinsicht. Aber es wäre vermessen, einen bestimmten Glauben zu propagieren. Es gibt zu diesem Thema einen meiner Lieblings-BAP-Songs "Krohn oder Turban". Wenn es einen Gott gibt, dann ist es mir egal, ob er einen Bart hat, eine Krone oder sechs Arme.

Gothaer Magazin: Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um?

Niedecken: Bis zum Schlaganfall habe ich mir dazu überhaupt keine Gedanken gemacht. Und mit 62 bin ich ja noch lange nicht so weit, dass ich unmittelbar mein Testament machen müsste. Aber ich habe erkannt, dass mein 40 Jahre währender Sommer am 2. November 2011 vorbei war. Er begann, als ich mein Examen an der Kunsthochschule ablegte. Von da an war ich für mich selbst verantwortlich. Jetzt ist der Herbst da. Und dann kommt immerhin noch eine Jahreszeit dahinter. Das ist ja auch ganz schön.

Bild: Die Gruppe BAP live

Gothaer Magazin: Nehmen Sie alte Songs heute anders wahr?

Niedecken:Je nachdem, unter welchen Voraussetzungen ich einen Song spiele, entdecke ich an einzelnen Zeilen manchmal neue Bezüge. Ein Song ist ja immer schlauer als der, der ihn geschrieben hat.

Gothaer Magazin: Wie meinen Sie das?

Niedecken:Ich meine, dass man sich, wenn man einen Song schreibt, eigentlich immer zu sich selbst auf die Couch legt. Songschreiben ist fast immer Therapie. Wenn ich mir die wesentlichen Stücke vornehme - die satirischen Songs ausgenommen -, dann hatte ich in der Regel immer etwas mit mir selbst auszumachen.

Gothaer Magazin: Was bedeutet für Sie Erfolg?

Niedecken:Erfolg ist für mich, wenn ich mich verwirklichen und damit meine Familie ernähren kann.

Gothaer Magazin: Haben Sie je bereut, nicht auf Englisch zu singen und damit eine breitere Masse anzusprechen?

Niedecken:Nein, niemals! Wer brauchte denn damals eine deutsche Garagenkapelle, die mit Schulenglisch versucht, Weltstar zu werden? Wir hätten uns des einzigen Unterscheidungsmerkmales beraubt. Das wäre hirnrissig gewesen.

Gothaer Magazin: Zieht es Sie oft aus Ihrer Heimat Köln raus?

Niedecken: Ja, ich leide unter permanentem Fernweh. Wenn mir jemand mit einer Reise kommt, bin ich schnell zu überreden. Aber es ist großartig, diesen Heimathafen zu haben.

Gothaer Magazin: Wo waren Sie zuletzt?

Niedecken: Im August war ich drei Wochen in der Türkei im Urlaub. Ich habe von dort auch ein wenig an den Promomaßnahmen für Buch und Album gearbeitet. Dank Internet ist das ja kein Problem. Allerdings habe ich, was das betrifft, zwei linke Hände. Zum Glück waren meine drei Damen dabei.

Gothaer Magazin: Die moderne Technik ist nichts für Sie?

Niedecken: Nein. Ich habe ein ganz normales Handy. Ich rufe an und werde angerufen. Das reicht. Telefone mit Nasszelle brauche ich nicht.

"Es zählt heutzutage nicht mehr zum Lifestyle, besonders kritisch zu sein."


Bild: Wolfgang Niedecken

Auf Achse: In den USA nahm der BAP-Frontmann sein Album "Zosamme alt" auf.

Gothaer Magazin: Malen Sie noch?

Niedecken:Sehr selten, es gibt zu viel zu tun. Ich bin immerhin Geschäftsführer der Traveling Tunes Productions GmbH. Das steht zumindest auf meiner Visitenkarte. Verrückt, oder? Ich bin also der Leiter eines kleinen mittelständischen Familien-Rock’n’Roll-Betriebes.

Gothaer Magazin: Sie haben sich immer sehr engagiert, sei es gegen Rassismus oder für Afrika. Glauben Sie, dass die Menschen heutzutage zu gleichgültig sind?

Niedecken: Es zählt heutzutage nicht mehr unbedingt zum Lifestyle, besonders kritisch oder empathiefähig zu sein. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie Massen an Menschen zu einer Messe für Computerspiele strömen, dann frage ich mich: Haben die nichts Besseres zu tun? Da bin ich sprachlos. Statt sich mit Videogames abzulenken, täte es sicherlich gut, sich mit seiner Realität auseinanderzusetzen.

Gothaer Magazin: Ist es für Sie als Künstler ein Anliegen, sich einzumischen, wenn es um gesellschaftliche Missverhältnisse geht?

Niedecken:Das mit dem Einmischen ist so eine Sache. Ich definiere gerne Gefühle, wenn irgendwo eine Schieflage besteht, und hoffe, Leute damit zu bewegen, noch einmal über eine Sache nachzudenken. Aber eine Selbstverständlichkeit daraus abzuleiten, dass sich ausschließlich die Künstler um Missstände zu kümmern haben, finde ich merkwürdig.

Gothaer Magazin: Wie entspannen Sie?

Niedecken:Ich lese viel, treibe Sport. Außerdem liebe ich es, jeden Tag mindestens eine Stunde mit meinem Hund unterwegs zu sein. Da können die Gedanken frei fliegen.

Gothaer Magazin: Haben Sie schon eine Geschichte für einen neuen Songtext im Kopf?

Niedecken:Nein, aber ich fange an, mir irgendwelche Akkordfolgen zu notieren. Da könnte bereits etwas bei sein. Ich merke, dass die Antennen ausgefahren sind.

Gothaer Magazin: Im März geht es auf Unplugged-Tour, die Sie allerdings nicht mehr so nennen dürfen ...

Niedecken:Ja, das hat markenrechtliche Gründe. Aber ich rege mich darüber nicht auf. Und der neue Titel ist eigentlich viel schöner.

Gothaer Magazin: "BAP zieht den Stecker"

Niedecken:Genau. Die Alternative wäre gewesen "BAP ussjestöpselt". Aber es muss ja nicht immer Kölsch sein. "BAP zieht den Stecker" hat außerdem noch einen irritierenden Aspekt. Denn es könnte ja auch bedeuten, dass man die Band aufgibt. Das ist uns aber erst viel später aufgefallen.

Gothaer Magazin: Und steht nicht zur Debatte?

Niedecken: Nein, Quatsch.

Gothaer Magazin: Woher kommt eigentlich Ihr Hang zu Leopardenfellmuster?

Niedecken: Es ist ein weitverbreitetes Klischee, dass überall, wo Leopardenfellmuster auftauchen, vermeintlich so richtig der Rock ´n´ Roll abgeht. Wir finden das lustig, von daher ist das Ganze natürlich ironisch zu sehen. Es ist angelehnt an Bob Dylan, bei dem das damals ebenfalls mal ein Thema war, in dem Song "Leopard Skin Pillbox Hat".

Gothaer Magazin: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Niedecken: Eigentlich nur, dass ich in Ruhe weiterarbeiten kann, denn ich mache das alles sehr, sehr gerne. In Köln gibt es ja das schöne Wort höösch - in aller Ruhe. Ich glaube nicht an Spätwerke, sondern denke, dass man kontinuierlich arbeiten sollte. Und so lange ich dazu die Möglichkeit habe, bin ich ein glücklicher Mensch. Immer schön höösch.

Bild Buchcover:

Neues Buch: Die Geschichte einer Rückkehr

Eine sehr persönliche Autobiografie hat Wolfgang Niedecken zusammen mit Oliver Kobold herausgebracht. In "Zugabe. Die Geschichte einer Rückkehr" erzählt der BAP-Frontmann von seinem Schlaganfall, der Zeit danach und der Arbeit an seinem Soloalbum. Zusammen mit vielen Rückblicken auf Momente in seiner Karriere ergibt sich eine Geschichte, die mal ergreifend, mal lustig und immer sehr interessant ist. Erschienen bei Hoffmann und Campe, die gebundene Ausgabe kostet 22,99 Euro.

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