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Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Daniel Brühl "Das Leben wäre ein Graus, wenn es keine Lügen gäbe"

Der stille Verführer

Mittlerweile gehört Daniel Brühl zu den großen deutschen Schauspielern. In mehr als 40 Werken hat der Darsteller und Gothaer Kunde schon gespielt. Das Gothaer Magazin traf ihn in seiner – neben Berlin – zweiten Heimat Barcelona und entlockte ihm ein Geheimnis: seine Vorliebe für charmante Lügen und Geheimnisse.

Bild: Daniel Brühl

Stünde in allen Biografien nicht "Geburtsdatum: 16. Juni 1978", würde man den dunkelhaarigen jungen Mann in Jeans und kariertem Hemd, der einem in der Nachmittagssonne auf Barcelonas Hausberg Montjüic entgegen schlendert, auf Mitte 20 schätzen. "Hallo, ich bin der Daniel", sagt Daniel Brühl und streckt zur Begrüßung die Hand entgegen. So einen duzt man, keine Frage. Beliebtester Nachwuchsdarsteller, Jungstar, Vorzeigetalent – wohl kaum ein deutscher Schauspieler wird so hartnäckig mit den Attributen "jung" und "aufstrebend" versehen wie Daniel Brühl. Dabei ist er schon seit über 15 Jahren im Geschäft, sprach bereits mit acht Jahren Hörspiele für den WDR ein und hat in mehr als vierzig nationalen und internationalen TV- und Filmproduktionen mitgewirkt. "Langsam komme ich in ein Alter, in dem es ein Vorteil ist, für jünger gehalten zu werden."

Grinsend fährt sich Daniel Brühl über den Sieben-Tage-Bart, der ihn auch nicht richtig älter macht. Das Große-Jungs-Lachen ist ebenso zu einem Markenzeichen geworden wie der mal nachdenkliche, mal trotzige Blick aus braunen Augen. Wegen ihnen wird er immer wieder als bester Freund, jugendlicher Rebell oder romantischer Liebhaber besetzt, in einheimischen Produktionen ebenso wie in internationalen. Er war der Geliebte von July Delpys blutrünstiger "Gräfin", mimte für Quentin Tarantinos Nazi-Märchen "Inglorious Basterds" einen naiven Fliegerhelden. Selbst seine Fieslinge haben noch etwas Grundsympathisches.

Bild: Daniel Brühl mit seiner Hasselblad-Spiegelreflexkamera
Bild: Daniel Brühl mit seiner Hasselblad-Spiegelreflexkamera
Konzentriert schaut Daniel Brühl in den Sucher einer Hasselblad-Spiegelreflexkamera. Fotografieren gehört zu seinen Leidenschaften.

Regisseur Hans Weingartner sagte einmal, Daniel Brühl sei einer der wenigen Schauspieler, mit denen sich das Publikum so stark identifiziere, dass es denke, was er in seiner Rolle denkt. Brühl ist Volksgut, so populär ist er. Wie bleibt man da normal?

"Ich schaffe mir Inseln, die nichts mit meinem Beruf zu tun haben. Das rettet mich vor dem Abheben."

Barcelona, die Heimatstadt seiner Mutter, ist so eine Insel. Fünf, sechs, sieben Mal im Jahr steigt Daniel César Martín Brühl González Domingo – so der volle Name – in ein Flugzeug Richtung Südsüdwest, besonders häufig im Winter, wenn es in seiner Wahlheimat Berlin kalt und grau ist. "Ich brauche einfach das Licht und liebe diesen rauen, spanisch-katalanischen Charme. Dabei war es mir als Kind im Sommerurlaub immer zu laut, zu chaotisch, zu dreckig. Damals mochte ich Südfrankreich oder Italien viel lieber", erzählt Daniel Brühl und steuert den letzten freien Tisch des Open-Air-Cafés mit Blick auf den barcelonesischen Hafen an. Aus Lautsprecherboxen rollen elektronische Beats, ein Mädchen vom Nachbartisch guckt neugierig herüber. Seit der perfekt zweisprachige deutschspanische Schauspieler 2004 in "Salvador" in die Haut des katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich schlüpfte, kennt und schätzt man ihn auch hier. Ein Star ist er nicht geworden:

"Nur ab und zu fragen mich ein paar deutsche Touristinnen auf den Ramblas nach Autogrammen."

Aus einer internationalen Familie zu stammen – seine Tanten sind Französinnen – hat Daniel Brühl immer als Vorteil begriffen. Weil es ihm erlaubt, sich das Beste aus allen Kulturen zu picken. In Köln aufgewachsen und in Barcelona geboren, drückt der Fußballfan abwechselnd dem 1. FC Köln und dem FC Barcelona die Daumen, genießt deutsche Effizienz ebenso wie spanische Diskussionslust. Und freut sich, wenn die Wirklichkeit Klischees Lügen straft. "Die Spanier sind oft viel bürokratischer als die Deutschen. Beim Dreh gibt es hier beispielsweise den tarifrechtlich verbrieften Anspruch auf ein Bocadillo, ein belegtes Brötchen – diese Pause wird eingehalten, auch wenn nur noch eine einzige Einstellung gedreht werden muss und alle lieber durcharbeiten wollen." Irgendwann will Daniel Brühl selbst einmal Regie führen, ein eigenes Drehbuch hat er bereits geschrieben. Es wäre der nächste logische Schritt für einen Autodidakten, der die Arbeit am Set einmal als die bestmögliche Filmschule bezeichnet hat. Und professionelles Schwindeln von klein auf geübt hat. "Wenn ich mich als Kind vor etwas drücken wollte, habe ich mich gerne tot gestellt. Als Teenie habe ich sogar eine Freundin erfunden, Julie aus Paris – nur um Eindruck zu schinden."

Kein Wunder, dass Auftritte als charmanter Lügner zu seinen Paraderollen zählen. In "Good Bye Lenin", seinem mit weltweit sechs Millionen Zuschauern erfolgreichsten Film, gaukelte er seiner kranken Mutter vor, den Mauerfall habe es nie gegeben. In der Verfilmung des Martin-Suter-Romans "Lila, lila" spielt er einen Kellner, der einem Mädchen vorflunkert, in Wirklichkeit Schriftsteller zu sein. "Das Leben wäre ein Graus, wenn es keine Lügen und Geheimnisse gäbe", verriet er einmal.

"Ich glaube fest daran, dass in einer Partnerschaft ganz vieles Lüge ist, und so soll es auch sein."

Wer so denkt, ist tief in seinem Herzen ein Romantiker. Weil er im Zweifelsfall die Schönheit der Wahrheit vorzieht. Auch darum besetzen ihn die Filmemacher so gerne als einfühlsamen, jungen Mann. Zuletzt stand er in Paris mit Geraldine Chaplin und Jane Fonda vor der Kamera, als Ethnologie-Student, der als Pfleger in einer Alten-WG engagiert wird. "Ich erkannte sofort, was für ein wundervoller und subtiler Schauspieler dieser Daniel Brühl ist", schwärmt Jane Fonda in ihrem Dreh-Tagebuch. Etwas anderes hätte man auch gar nicht erwartet.

Bild: Plakat zum Film
Bild: Daniel Brühl
Daniel Brühl begeistert in den unterschiedlichsten Charakterrollen – als charmanter Lügner in seinem erfolgreichsten Film "Good Bye Lenin" (Foto links) oder als naiver Fliegerheld in "Inglorious Basterds" (Foto rechts).

Fotos

Tim Langlotz/ MERIAN, ddpimages, X Verleih

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