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Organspende - mehr Mut mit dem Geschenk des Lebens

Der Bedarf an Organen ist groß, die Anzahl der Spender klein

Rund 12.000 Patienten stehen hierzulande auf den Wartelisten für ein Ersatzorgan – jeden Tag sterben drei von ihnen. Jetzt sollen sich die Menschen in Deutschland stärker mit dem Thema Organspende befassen. Nach der Neuregelung wird jeder Bürger ab 16 Jahren regelmäßig aufgefordert, seine freiwillige Bereitschaft zur Organspende zu dokumentieren.

Bild: Ärzte im OP

Es gibt Menschen, die zwei Geburtstage im Jahr feiern: ihren eigentlichen Tag der Geburt und jenen, an dem ihnen ein neues zweites Leben geschenkt wurde. Durch eine neue Niere, Leber, Lunge oder ein neues Herz eines ihnen unbekannten Spenders. Allerdings warten die schwer Erkrankten hier zu Lande im Schnitt sechs Jahre lang auf solch ein Organgeschenk. Der Bedarf ist groß, er wächst mit der älter werdenden Gesellschaft beständig. Die Anzahl der Spender bleibt dagegen klein – zu klein.

In deutschen Krankenhäusern sterben jährlich etwa 400.000 Patienten. Lediglich bei einem Prozent von ihnen tritt der Hirntod vor dem Herzstillstand ein. Und nur diese etwa 4.000 Hirntoten kommen als potenzielle Organspender infrage. Deren Zahl verkleinert sich weiter: Spenden kann in Deutschland nur derjenige, der zu Lebzeiten einer Organentnahme im Todesfall zugestimmt hat. Außerdem müssen die Organe gesund und funktionstüchtig sein, bei Erkrankungen wie Krebs, HIV oder gefährlichen Infektionen scheitert eine Organspende von vornherein.

Diese potenziellen Spender sind der einzige Hoffnungsschimmer von rund 12.000 sehr kranken Patienten, die auf den Wartelisten für Niere, Leber, Herz & Co. stehen. Drei davon verlieren täglich den Wettlauf mit der Zeit. Insgesamt sterben pro Jahr tausend dieser 12.000 Menschen in der Warteschleife, weil es zu wenige Organspenden gibt.

Spendenbereitschaft der Deutschen

Umfragen belegen, dass 75 Prozent der Bundesbürger grundsätzlich bereit wären, im Todesfall ihre lebenswichtigen Organe anderen zu vermachen. Doch nur etwa 25 Prozent haben den für eine Spende wichtigen Spenderausweis. Die Konsequenz: Die trauernden Angehörigen müssen sofort mit der Feststellung des Hirntodes eine Entscheidung nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen treffen, was in der ohnehin schwierigen Situation besonders belastend ist. Im Jahr 2011 haben insgesamt nur 1.200 Verstorbene ihre Organe gespendet, um schwer kranken Patienten ins Leben zurück zu helfen. Die Zahl der Organspender liegt damit bei 15,8 pro eine Million Einwohner, ist also nur halb so groß wie in Spanien, das mit einer Spenderquote von 32 europaweit als vorbildlich gilt.

In Deutschland werden nur halb so viele Organe gespendet wie in Spanien

Die Gründe dafür, warum Deutschland in der Spenderquote eher im unteren europäischen Mittel rangiert, sind mehrschichtig. Mangelnde Information der Bevölkerung, verbesserungsbedürftige Abläufe und Strukturen rund um die Organtransplantation spielen eine Rolle. Auch Patientenverfügungen, die intensivmedizinische Maßnahmen ausschließen, limitieren die Möglichkeit zur Organspende. Groteskerweise ist der Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle gleichfalls relevant. Auf der anderen Seite wird die Bevölkerung immer älter, Erkrankungen, die nur durch Transplantation behandelt werden können, nehmen zu, sodass der Bedarf an Ersatzorganen steigt. Die am meisten gesuchten Organe in Deutschland sind Nieren (7.573), gefolgt von Leber (2.064), Herz (992) und Lunge (580).

Eine andere Ursache für das Spendendefizit ist gesellschaftspolitischer Natur. Bisher haben sich die Bundesbürger allenfalls theoretisch mit dem Thema befasst. Wenn etwa der SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier seiner Frau eine Niere spendet, finden das alle beeindruckend, doch was mit den eigenen Organen nach dem Tod passiert, wird lieber verdrängt als thematisiert oder gar aktiv angegangen. Das ist in Ländern wie Spanien oder Italien anders. Neben der dort gültigen Widerspruchslösung spielt insbesondere die Organisation rund um die Organspende eine wesentliche Rolle für die hohe Quote.

Mit einem neuen Gesetz, das zum 1. August 2012 in Kraft getreten ist, werden in Europa nun einheitliche Standards für die Qualität und Sicherheit von Organtransplantationen festgelegt. Abläufe und Strukturen in Krankenhäusern werden verbessert. Beispielsweise werden in Kliniken Transplantationsbeauftragte bestellt, die den Prozess der Organspende koordinieren. Gerade der in diesem Sommer publik gewordene Organspendenskandal an den Universitätskliniken Göttingen und Regensburg zeigt, wie notwendig dies ist.

Prominente Organspender

Bild prominente potenzielle Organspender: Franz Beckenbauer, Franziska von Almsick oder Michael Schumacher
Ob Franziska van Almsick, Franz Beckenbauer oder Boris Becker - viele Stars sind bereit, im Falle eines Falles ihre Organe zu spenden. "Wenn ich mit 100 Jahren gehen muss, möchte ich noch einem anderen das Leben schenken", sagt zum Beispiel Boris Becker. Im "Verein – Sportler für Organspende" engagieren sich weitere Sportler für die Verbreitung des Organspendeausweises.

Die Anzahl der Spendenausweise soll angekurbelt werden

Ein weiteres Gesetz, das zum 1. November 2012 in Kraft trat, soll dazu beitragen, dass sich auch bei uns die Bereitschaft, Organe zu spenden, erhöht. In Deutschland besteht bis dato das aus dem Jahr 1997 stammende Transplantationsgesetz mit der sogenannten "Zustimmungsregelung", bei der eine Spende post mortem, also nach festgestelltem Hirntod, nur dann entnommen werden darf, wenn der Verstorbene zu seinen Lebzeiten einer Entnahme zugestimmt hat und dies durch einen Organspendeausweis dokumentiert ist. Das neue Gesetz soll die Diskrepanz zwischen grundsätzlicher Bereitschaft zur Organspende (rund 75 Prozent der Bevölkerung) und tatsächlichem Tragen eines Spenderausweises (etwa 25 Prozent) reduzieren.

Künftig soll die Zahl der ausgefüllten Organspendeausweise kräftig angekurbelt werden. Jeder Bürger ab 16 Jahren wird zunächst alle zwei Jahre von seiner Krankenversicherung per Brief aufgefordert werden, eine Entscheidung zur Organspende zu treffen. Zukünftig soll auch die elektronische Gesundheitskarte zur Speicherung von Angaben zur Organspendebereitschaft genutzt werden. Eine Pflicht zur Entscheidung über eine Organspende besteht jedoch nicht. Ohne einen Organspendeausweis müssten allerdings wie gehabt im Todesfall die Angehörigen über eine etwaige Organentnahme entscheiden.

Mythen

Vielfach umranken Mythen den Ablauf von Organspenden, und mancher stellt sich bange Fragen, wie etwa die, ob bei Besitzern eines Organspendeausweises auch wirklich alles getan wird, um sie am Leben zu halten? Doch gerade in punkto "Hirntod" gibt es klare, von der Bundesärztekammer festgelegte Untersuchungsschemata. Der komatöse Patient hat weite Pupillen, die nicht mehr auf Licht reagieren, die Atmung ist nur noch über ein Beatmungsgerät möglich. Verschiedene Untersuchungen über einen festgelegten Zeitraum bestätigen, dass das Gehirn unwiederbringlich so geschädigt ist, dass seine Gesamtfunktion erloschen ist. Der Hirntod muss von zwei erfahrenen Ärzten, die mit einer etwaigen Transplantation nichts zu tun haben, unabhängig voneinander festgestellt werden.

Die Organe am Leben halten

Um die Organe am Leben zu halten, wird die künstliche Beatmung des Hirntoten aufrecht erhalten, sein Blut wird untersucht, Blutgruppe und Gewebemerkmale werden bestimmt. Erkrankungen oder Infektionen, die die Funktion der Spenderorgane beeinträchtigen oder einen Empfänger gefährden könnten, werden ausgeschlossen. Im Operationssaal werden die zur Spende freigegebenen Organe von mehreren Ärzteteams entnommen. Während der OP wird dann entschieden, ob sich ein Organ zur Transplantation eignet. Falls ja, wird es möglichst schnell zum jeweiligen Transplantationszentrum gebracht, wo der Empfänger bereits auf die Transplantation vorbereitet wird. Nach der Organentnahme kann der Leichnam, so versichert es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in "würdigem Zustand" zur Bestattung übergeben werden.

Kritikpunkt in der Vergabe von Organen

Ein Kritikpunkt ist die unübersichtliche Vergabe von Organen. Gibt es in Frankreich oder der Schweiz eine zentrale Bundesbehörde, die mit der Organverteilung betraut ist, so teilen sich bei uns private Organisationen die Aufgabe. Die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) ist in Deutschland seit 2000 die Koordinierungsstelle für Organspenden. Das bedeutet, sie bringt logistisch alle Beteiligten – Angehörige, Intensivmediziner, Neurologen, Eurotransplant, Eil-Kuriere und Transplantationschirurgen – zusammen.

Ist die Deutsche Stiftung für Organspende nur mit der Organisation betraut, so kümmert sich die internationale Stiftung Eurotransplant um die Vermittlung von Organen in Deutschland, aber auch den Benelux- Ländern, Österreich, Slowenien und Kroatien. Hat die DSO Spenderdaten an Eurotransplant geschickt, wird dort ein passender Empfänger von der Warteliste gesucht. Übereinstimmen müssen zum Beispiel Blutgruppe und Gewebemerkmale. Medizinische Kriterien wie Erfolgsaussicht und Dringlichkeit spielen ebenso wie die Wartezeit eine Rolle bei der Vergabe.

Weitere Vermittlungsorganisationen sind Scandiatransplant in den skandinavischen Ländern Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden sowie Balttransplant in den baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen. Bei Bedarf kooperieren diese internationalen Organisationen auch miteinander. Die eigentliche Organtransplantation findet in den rund 50 bundesdeutschen Transplantationszentren statt.

Bild Organspende: Organe, die gespendet werden können, im Körper einer jungen Frau.
Was vom Körper gespendet werden kann

Auge, Herz, Lunge, Niere, Leber - Spenderorgane sind so gefragt wie nie. Die längste Warteliste (zirka 10.000) gibt es für Hornhauttransplantationen, mit 6.000 Operationen die häufigste Form der Transplantation beim Menschen.

Organspende - so sind die Regeln

Bild Organspende: Herz in einer Schachtel


Es existieren weltweit zwei unterschiedliche Regelungen:

1. Die Zustimmungsregelung - bei der einem Toten ein Organ nur entnommen werden darf, wenn dieser zu Lebzeiten einer Organspende zugestimmt und dies beispielsweise in einem Organspendeausweis dokumentiert hat.

2. Die Widerspruchsregelung - bei der es umgekehrt ist: Wenn man zu Lebzeiten einer Organentnahme nach dem Tod nicht widersprochen hat, geht der Staat davon aus, dass eine Organentnahme in Ordnung ist.

Erweiterte Zustimmungsregelungen/Widerspruchsregelungen räumen den Angehörigen das Recht ein, den geäußerten oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen zu berücksichtigen.

Die erste Transplantation der Geschichte

Bild: Christiaan Barnard


Im Dezember 1967 gelang dem Südafrikaner Christiaan Barnard die erste Herztransplantation an einem Menschen. Während einer fast fünfstündigen Operation verpflanzte der Chirurg dem aus Litauen stammenden Louis Washkansky das Herz einer jungen Frau. Sein Patient überlebte den Eingriff allerdings nur für kurze Zeit. Nach 18 Tagen hörte das fremde Organ in der Brust von Washkansky auf zu schlagen. Nach vielen darauffolgenden, erfolgreichen Operationen gilt Barnard heute als Pionier im Bereich der Herztransplantationen.

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