Pilates' Motto klingt verlockend: "Führe alle Übungen mit Leichtigkeit aus, überanstrenge Dich nicht." Doch so leicht wie sie sich anhört, ist die Methode letztlich nicht. Schließlich fordert sie nicht nur schnöde Muskelkraft, sondern auch Köpfchen: Atmung und Zentrierung, Präzision und Aufrichtung, Kontrolle und Bewegungsfluss lauten die sechs Prinzipien des Pilates.
Der mentale Ansatz
Jede einzelne Übung wird kontrolliert und langsam ausgeführt und ist immer mit der Atmung koordiniert. Die Qualität jeder einzelnen Bewegung steht im Vordergrund, jedem Detail im Ablauf wird Aufmerksamkeit geschenkt. Hier zeigt sich Pilates' mentaler Ansatz: Das Programmieren des Körpers ist genauso wichtig, wie Kraft und Stärke aufzubauen. Der Körper speichert korrekte Bewegungsabläufe ab, falsche Haltungs- und Bewegungsmuster korrigieren sich so von selbst.
Stress abbauen, Leistungsfähigkeit erhöhen
Wer täglich trainiert, bekommt ein besseres Körpergefühl. Pilates stärkt die Elastizität der Muskeln, die Beweglichkeit der Gelenke und erhöht den Stoffwechsel. Auch im Alltag hat das Auswirkungen: Stress lässt sich schneller abbauen, die Techniken fördern die Fähigkeit, sich punktuell zu konzentrieren und zu entspannen. Manche Anhänger behaupten, ihre Leistungsfähigkeit habe sich dank Pilates um 30 Prozent gesteigert. Der größte Vorteil der Methode liegt jedoch auf der Hand: Sie kennt keine Altersklassen und ist für jeden geeignet. Die Übungen lassen sich den individuellen Bedürfnissen anpassen und beliebig steigern. Sie verbessern die Koordinationsfähigkeit von Tänzern, können Rückenprobleme lindern und werden sowohl in der Rehabilitation als auch im Training zur Leistungsoptimierung bei Tänzern und Sportlern eingesetzt.