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Aphrodites Sonneninsel

Zypern

"Und gingest Du bis ans Ende der Welt, Du findest keine zweite Insel wie diese: Zypern". Das wohl schönste Kompliment an Aphrodites Sonneninsel stammt aus der Feder des bekanntesten griechischen Schriftstellers: Nikos Kazantzakis.

Kenner Zyperns werden dem großen Griechen recht geben: Sie ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Es ist wohl ihre Lage am Schnittpunkt der drei Kontinente Europa, Asien und Afrika, die diese im östlichen Mittelmeer gelegene Insel so einzigartig macht. Sie bescherte Zypern eine wechselvolle Geschichte aber auch einen unvergleichlichen kulturellen Reichtum. Auf Zypern lebt die Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes neben der Gegenwart. Hier gibt es vorgeschichtliche Siedlungen, antike griechische Tempel und römische Theater ebenso zu bestaunen wie frühchristliche Kirchen, Kreuzfahrerburgen und venezianische Festungsanlagen. Und all dies wird überflutet von strahlendem Sonnenlicht, das seines Gleichen sucht: Auf Zypern scheint die Sonne 300 Tage im Jahr.

Kein Wunder also, dass Zypern schon im Altertum eine Urlaubsinsel war. Sogar die antiken Götter waren hier zu Gast. Nackt und in vollendeter Schönheit sei Aphrodite einer Muschel entstiegen, die sie bei Sturm an den Felsenstrand von Petra tou Romiou (Felsen der Griechen) im Westen Zyperns gespült habe.

Doch die sagenumwobene Vergangenheit der Insel steht in hartem Kontrast zur Realität. Hunderte Kilometer weiter, am Paphos-Tor in Süd-Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, schützen UNO-Blauhelme die Grenze in der letzten geteilten Hauptstadt Europas. Der nördliche und ärmere Teil Zyperns steht seit Juli 1974 unter türkischer Besetzung. Hier leben etwa 18 Prozent der zypriotischen Bevölkerung türkischer Abstammung. Auslöser für die Teilung waren Bestrebungen der Insel-Griechen, den Anschluss ("Enosis") an Griechenland herbeizuführen. Die Türkei reagierte auf den Sturz des damaligen Präsidenten Makarios mit der Besetzung des Nordens. Unter Vermittlung der UNO fand schließlich ein Bevölkerungstausch statt, der es den griechischen Zyprioten ermöglichte, in den Süden zu ziehen. Nach mehreren gescheiterten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung erklärte sich der Norden 1983 zur unabhängigen "Türkischen Republik Zypern". Weltweit jedoch erkennt einzig die Türkei den neuen "Staat"an.

Der südliche Teil Zyperns ist heute ein Land, das dazu einlädt, paradiesische Landschaften, goldene Sandstrände, Jahrtausende alte Kulturdenkmäler und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Zyprioten kennen zu lernen.

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