Die traditionelle toskanische Küche schmeichelt nicht nur der Zunge und der Seele, sie schützt gleichzeitig auch Herz und Kreislauf. Denn hier greifen die Köche reichlich zu Gemüse, Kräutern, Hülsenfrüchten, Huhn, Wildschwein, Fisch und Olivenöl. Toskanisches Olivenöl gilt als das beste auf der Welt. Das hochwertige kalt gepresste Öl enthält viele gesunde ungesättigte Fettsäuren, die besonders das schädliche LDL-Cholesterin senken.
Die Einheimischen essen täglich nur zwei Mal, aber dann jeweils mindestens drei Gänge. Italiener frühstücken nicht: Morgens ein Cappuccino und vielleicht ein Stück Gebäck &mi nus; das war's. Dafür fallen die anderen Mahlzeiten umso üppiger aus. Mittags und abends gibt es Vorspeisen (antipasti), einen ersten (primo piatto) und einen zweiten Gang (secondo piatto) und gerne auch noch einen Nachtisch
(dolce).
Als klassische Antipasti gelten die so genannten Crostini, kleine geröstete Brotscheiben, belegt mit Pasten von Zucchini und Tomaten, Artischocken und Bohnen, Knoblauch und Öl. Sehr beliebt sind auch Pasteten, zum Beispiel aus Hühnerleber mit Sardellen, Zwiebeln und Kräutern. Zur Vorspeise gehört natürlich auch die Bruschetta: geröstetes Brot, nur mit Olivenöl und Knoblauch
bestrichen.
Als "primo piatto" servieren die Italiener meistens Nudelgerichte, Gnocchi oder Suppen. Zu Nudeln und Gnocchi gehören eine Vielzahl von Beilagen: Das kann die bekannte Bolognese sein oder eine Sauce aus Kürbisblüten oder mit Zwiebeln und Safran. "Primo" wird aber auch Pappa al Pomodoro gegessen, ein leckerer kalter Brei aus Brot und Tomaten mit frischem Basilikum und
Olivenöl.
Als "secondo piatto" kommt dann carne auf den Tisch: Fleisch. Und zwar nur Fleisch, ohne Beilage, dafür äußerst zart mariniert und in leckeren Soßen, die mit Rosmarin oder Sellerie, Pinienkernen oder Rosinen abgeschmeckt werden; und natürlich auch mit Wein!