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Gesundheit pur: Thermal baden

Der Monte Amiata ist zwar seit 400.000 Jahren erloschen, aber nicht kalt. Im Inneren heizt seine Restwärme das versickernde Regenwasser bis zu 140° C auf und reichert es mit Schwefel an. Am Fuße des Berges tritt es mit 28 bis 52° C wieder zu Tage. An diesen warmen Quellen entstanden schon vor langer Zeit Thermalbäder. In Saturnia, einer der ältesten Städte Italiens, badeten schon die Etrusker vor 2.500 Jahren.

Das milchige, schweflige Wasser, das vor allem bei rheumatischen Beschwerden Linderung verspricht, entspringt unterhalb der auf einem Felsen thronenden Stadt. Man kann die heilende Wirkung in dem mondänen Kurhotel "Terme di Saturnia" genießen - im Pool, direkt über der sprudelnden Schwefelquelle. Sehr beliebt ist aber auch "wildes" Kuren: Unterhalb der noblen Therme ergießt sich das warme Flüsschen in Kaskaden aus Kalkstein. In diesen natürlichen Badewannen kann man stundenlang bequem Platz nehmen - das tut nicht nur Rheumatikern gut. Die "Cascate del Molino" liegen an der Straße von Saturnia nach Manciano, dort wo die Straße einen scharfen Knick nach links macht, muss man dem Weg geradeaus folgen.

Leider sind die Kaskaden von Saturnia im Sommer häufig hoffnungslos überfüllt. Als Alternative bieten sich zum Beispiel die beschaulichen Kalkwannen von Bagni di San Filippo an - sie liegen auf der Ostseite des Monte Amiata bei Abbadia San Salvatore. Hier entspringt die milchweiße Quelle mitten im Wald, und schattige Rastplätze laden zum Verweilen ein.

Einer der schönsten Kurorte in der Umgebung ist Chianciano Terme. Trinkkuren und Schlammbehandlungen stärken hier Leber und Nieren. Das Thermalbad liegt übrigens nur zehn Kilometer von der weltberühmten Weinstadt Montepulciano entfernt.

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