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Steigende Unfallzahlen im Herbst

Sicher in den Herbst

Mit dem Ende des Sommers steigen Jahr für Jahr die Unfallzahlen. Viele Autofahrer haben sich im Sommer einen "flotten" Fahrstil angewöhnt. Dazu haben vor allem die urlaubsbedingt entspannte Verkehrssituation, der trockene griffige Straßenbelag und die langen hellen Tage beigetragen. Wenn der Sonnenuntergang auf die 20-Uhr-Marke zugeht, ist es Zeit, sich auf andere Bedingungen einzustellen...

Behinderungen durch Ernte

Je nach Witterung müssen bestimmte Feldfrüchte extrem schnell vom Feld. Dabei wird oft bis spät in die Nacht geerntet. Auf ländlichen Straßen müssen Autofahrer daher jederzeit mit überbreiten Erntefahrzeugen rechnen. Die oft sehr wendigen Maschinen können die Straße unerwartet verlassen oder darauf auffahren. Dabei kann Überholenden das ausschwenkende Heck zum Verhängnis werden. An Feldwegen und in Kurven ist darüber hinaus mit Glätte durch Erde und verlorene Feldfrüchte zu rechnen.

Herbststürme

Bei windigem Wetter ist insbesondere auf Brücken, Bergkuppen oder in Waldschneisen mit starken Windböen zu rechnen. Wer LKW, Busse oder Wohnmobile überholt, muss mit plötzlich einfallendem Seitenwind rechnen, sobald er den Windschatten des überholten Fahrzeugs verlässt. Dabei gilt: Je größer der Windschatten, desto heftiger der Seitenwind danach.
Bei starkem Wind oder Sturmwarnung sollten Autofahrer nicht unter Bäumen parken: Abbrechende Äste oder fallende Früchte können hässliche Beulen und mehr hinterlassen. Hat ein Sturm Äste, Dachziegel oder gar einem ganzen Baum aufs Auto geworfen, muss der Schaden möglichst schnell der Teilkaskoversicherung gemeldet werden. Dabei sind Ort, Zeit und mögliche Beweismittel von großer Bedeutung.

Regen und Nebel

Bei Regen oder schlechter Sicht muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Liegt die Sichtweite unter 50 Metern, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Das gilt auch für die Autobahn. Verschlechtert sich die Sicht weiter, muss entsprechend noch langsamer gefahren werden. Da die Nebelschlussleuchte nur (!) bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden darf, beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit dann maximal 50 km/h. Die weißen Leitpfosten am Fahrbahnrand bieten nicht nur Orientierung, sondern können auch zur Bestimmung der Sichtweite benutzt werden: Auf freier Strecke stehen sie 50 Meter von einander entfernt. Gerade bei schlechter Sicht und nasser Straße empfiehlt sich ein großer Abstand und etwas Vorsicht gegenüber dem Vorausfahrenden: Er kann garantiert auch nicht mehr erkennen!

InfomagazinAuto und MotorradSicherheit für Fahrer und Fahrzeug > Herbstzeit: Unterwegs mit dem Auto
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