
Seit dem 1. Januar 2008 gibt es in einigen deutschen Großstädten Umweltzonen. So sollen die häufig stark erhöhten Feinstaubwerte gesenkt werden. Doch die Fahrverbote stellen nicht nur ein Problem für die Besitzer von ''Dreckschleudern'' mit hohen Emissionswerten dar. Viele Autofahrer fühlen sich von den neuen Begriffen und der Diskussion in Politik und Medien verunsichert und warten erst einmal ab. Informieren Sie sich über die Fakten und prüfen Sie mit dem Online-Kalkulator unseres Kooperationspartners DEKRA, welche Umweltplakette Ihr Fahrzeug erhält.
Da die Feinstaubbelastung in vielen Großstädten häufig deutlich über den erlaubten Grenzwerten lag, wurde zum 1. März 2007 die ''Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge'' in Kraft gesetzt. Auf dieser Grundlage können Städte und Gemeinden Umweltzonen ausweisen und die Zufahrt dazu über die bekannten Feinstaubplaketten regeln. Die ersten Städte haben zu Beginn des Jahres 2008 Umweltzonen eingerichtet. Hierzu gehören unter anderem Berlin, Hannover, Köln, Ludwigsburg, Mannheim, Neu-Ulm und Stuttgart. In München wurde die Umweltzone im 2. Halbjahr 2008 Wirklichkeit. Aber: Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht!
Grundsätzlich dürfen in den Umweltzonen nur Fahrzeuge fahren, die mit einer Feinstaubplakette gekennzeichnet sind. Wer ohne Plakette in eine der Umweltzonen fährt, riskiert eine Geldbuße von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg!
Zur Vergabe der Plaketten wurden vier Schadstoffgruppen definiert. Fahrzeuge mit sehr hohem Feinstaubausstoß - meist Kfz ohne geregelten Katalysator oder alte Diesel - erhalten keine Plakette. Die drei anderen Schadstoffgruppen werden durch rote, gelbe oder grüne Aufkleber (Plaketten) abgestuft gekennzeichnet. Langfristig ist geplant, auch die Fahrzeuge der roten und gelben Kategorie aus den Umweltzonen fernzuhalten.
Welche Plakette Ihr Fahrzeug erhält, können Sie über den komfortablen
Schadstoffplaketten-Check unseres Kooperationspartners DEKRA
ermitteln.
Die Plaketten gibt es am DEKRA-Standort in Ihrer Nähe . Aber auch bei den Zulassungsstellen, den Technischen Überwachungsvereinen (TÜV) sowie den Werkstätten, die eine Abgasuntersuchung (AU) vornehmen dürfen, kann man die Plaketten kaufen. Die Preise sind je nach Region unterschiedlich und liegen zwischen fünf und zehn Euro. Wer nicht in den betroffenen Großstädten wohnt und vor der Anschaffung der Plakette weiter abwarten möchte, sollte bedenken, dass eine spontane Fahrt in manche Großstadt zukünftig am Schild ''Umwelt-Zone'' ein vorzeitiges Ende finden könnte.